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Methode zu Meisterwurz

Die Meisterwurz, die im Volksmund unter anderem auch Anstrenze, Beizenkraut, Durstwurz oder Kaiserwurzel genannt wird, ist seit dem 16. Jahrhundert bei uns als Heilpflanze bekannt. Sie wirkt schleimlösend und antibakteriell, daher sind ihre Hauptanwendungsgebiete Erkrankungen der Atemwege, Verdauungsbeschwerden und Hautleiden, die auf bakterielle Infektionen zurückzuführen sind.

Wirkung

  • antibakteriell
  • schweißtreibend
  • appetitanregend
  • schleimlösend
  • beruhigend, tonisierend
  • verdauungsfördernd
  • blähungswidrig
  • harntreibend
  • magenstärkend

Anwendung

  • Verdauungsbeschwerden: Gallenprobleme, Blähungen, Magenleiden, Leberschwäche
  • Erkrankungen der Atemwege: Asthma, Husten, Bronchitis, Erkältung, Grippe, Heuschnupfen, Verschleimung
  • Stoffwechsel, Kreislauf: Gicht, Bluthochdruck, Rheuma, Ödeme
  • Hautleiden: Abszesse, Geschwüre, Wunden, Zahnfleischbluten

Anwendungsarten

  • als Tee: Ein bis zwei Teelöffel klein geschnittene Wurzel werden mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten stehen gelassen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Tagesmenge: ein bis drei Tassen täglich.
  • als Tinktur: Klein geschnittene Meisterwurz in ein verschließbares Gefäß geben und mit Doppelkorn oder Weingeist auffüllen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Verschließen und bei Zimmertemperatur etwa vier Wochen stehen lassen, dabei immer wieder einmal gut durchschütteln. Anschließend abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Hiervon werden täglich ein- bis dreimal je 10 bis 50 Tropfen eingenommen. Die Tinktur kann bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnt werden. Gut für die Verdauung, bei Erkältung, Zahnfleischbluten, Wechseljahresbeschwerden oder äußerlich bei Hauterkrankungen als Umschlag oder Kompresse.
  • als Inhalierbad: zwei Esslöffel fein geschnittene Wurzel in eine hitzebeständige Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Ein Handtuch um den Kopf legen, damit die Dämpfe gezielt gelenkt werden und nun den Kopf eine Viertelstunde lang den aufsteigenden Dämpfen aussetzen. Tief ein- und ausatmen. Gut bei Erkältung und Verschleimung, da es die Atemwege wieder frei werden lässt.
  • als Pulver: Meisterwurzpulver gibt es als Fertigarznei im Handel zu kaufen. Hiervon werden bei Beschwerden täglich dreimal je ein Gramm eingenommen.

Gegenanzeigen

Bei empfindlichen Menschen kann der Hautkontakt mit der Meisterwurz aufgrund ihrer enthaltenen Furocumarine Hautreizungen oder allergische Reaktionen hervorrufen. Sie sollte auch nicht bei akuten Magen- und Darmschleimhautentzündungen sowie bei Gallensteinen eingesetzt werden. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind keine bekannt.

Alternativen zu Meisterwurz

Kosten zu Meisterwurz

100 Gramm getrocknete und fein geschnittene Meisterwurz sind im Handel für etwa 8,80 Euro zu bekommen.

Daten/Fakten zu Meisterwurz

Die Meisterwurz mit dem lateinischen Namen Peucedanum ostruthium stammt aus der Familie der Doldenblütler und wächst in den Alpen, den Pyrenäen und anderen Gebirgen Mitteleuropas. Die stark aromatisch riechende Staudenpflanze ähnelt der Engelwurz (Angelika) und bevorzugt feuchte Gebirgswiesen mit nicht zu warmem Klima wie beispielsweise den Hochstaudenfluren als Standort. Die Vermehrung erfolgt am besten durch Teilung des Wurzelstocks. Die Meisterwurz kann sehr leicht mit anderen, teilweise giftigen Doldenblütlern wie zum Beispiel dem Schierling verwechselt werden. Daher sollte sie nur gesammelt werden, wenn sie wirklich eindeutig erkannt ist. In manchen Gegenden steht die Meisterwurz auch unter Naturschutz und darf gar nicht gesammelt werden.
Sie wird bis zu einem Meter hoch, ihre an der Spitze eingekerbten Blätter sind dreilappig und eiförmig. In der Blütezeit von Juli bis August blühen kleine weiße bis zartrosa blühende Blüten. Schon Paracelsus schätzte die "Imperatoria" – die Kaiserin, wie die Meisterwurz genannt wurde, als Anregung für die Lebensgeister und gegen Ansteckungsgefahr. In der Volksmedizin wurde sie gegen die Maul- und Klauenseuche und bei Leberleiden eingesetzt.

Sammelzeit

Verwendet wird der Wurzelstock, der im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr ausgegraben werden kann. Die Wurzel wird gewaschen und, in feine Streifen geschnitten, an einem trockenen und schattigen Ort getrocknet.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Kumarine, Gerbstoffe, Kautschuk, Harz, Bitterstoffe, Stärke.

Links zu Meisterwurz

Meisterwurz im Garten
http://www.pflanzenreich.com/gartensuche.html?q=Meisterwurz+im+Garten

http://www.wildfind.com/pflanzen/meisterwurz

http://www.bauernzeitung.at/?+Sie+ist+eine+wahre+Meisterin+unter+den+Heilmitteln+&id=2500%2C1014058%2C%2C%2Cc1F1PSUyMCZjdD0xMiZtb2RlPW5leHQmcGFnaW5nPXllc19fMTAmYmFjaz0x
http://www.grassl.com/de/herstellung-auf-den-brennhuetten/
Autor: Funk, Silke05.09.2016

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