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Methode zu Zimt

Zimt ist die innere, getrocknete Rinde des tropischen Zimtbaumes. Als Zimtstangen oder Zimtpulver überall im Handel erhältlich, wird das aromatische Gewürz meist für Cappuccino, Lebkuchen und Weihnachtsgebäck oder für Milchreis verwendet. Dass der Zimt aber auch ein überaus vielfältiges Heilmittel ist, ist nur wenig bekannt – obwohl er im traditionellen Ayurveda und in der traditionellen chinesischen Medizin schon lange Anwendung findet und auch in der europäischen Medizin mittlerweile Einzug gehalten hat. Das Hauptanwendungsgebiet der Heilpflanze liegt bei Verdauungsproblemen, Appetitlosigkeit und der Senkung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern.

Wirkung

  • blutzuckersenkend
  • cholesterinsenkend
  • antibakteriell
  • auswurffördernd
  • schleimlösend
  • adstringierend
  • harntreibend
  • wärmend
  • stoffwechselanregend

Anwendung

  • Verdauungstrakt: Magenbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Magenkrämpfe, Blähungen, Zahnschmerzen
  • Atemwegserkrankungen: Erkältung, Husten, Heiserkeit, Bronchitis, Nebenhöhlenentzündung, Fieber
  • Herz, Kreislauf, Stoffwechsel: Durchblutungsschwäche, Herzschwäche, senkt Blutzuckerspiegel, Diabetes, Muskelschmerzen
  • Frauenleiden: Menstruationskrämpfe, zu starke Menstruation, Wechseljahresbeschwerden

Anwendungsarten

  • als Gewürz: Dies ist wohl die häufigste Anwendungsform des Zimts, aber bereits als Gewürz in der Küche hat er merkliche Auswirkungen auf Verdauung und Blutzuckerspiegel.
  • als Tee: Zimttee gibt es als Fertigtee zu kaufen und ist besonders bei akuten Magenbeschwerden zu empfehlen.
  • in Kombipräparaten: Zimt ist mittlerweile in vielen Kombipräparaten zu finden, so beispielsweise als Bestandteil im bekannten Melissengeist.
  • Zimteinlegesohlen: Im Handel sind für die äußerliche Anwendung Zimteinlegesohlen zur Durchblutungsförderung oder Schmerzlinderung bekannt.
  • als Wärmepflaster: Ebenfalls für die äußerliche Anwendung, können Wärmepflaster mit Zimt bei Muskelverspannungen eingesetzt werden.

Gegenanzeigen

Während der Schwangerschaft sollte Zimt nicht in größeren Mengen verwendet werden. Bei Allergikern kann eine Überdosierung zu Haut- und Schleimhautreizungen oder Durchfall führen. Ebenso kann er, in großen Mengen genossen, Schweißausbrüche hervorrufen.

Alternativen zu Zimt



Kosten zu Zimt

Zimttee gibt es meist als Mischtee mit anderen Zutaten zu kaufen – oft als Chai-Tee oder Ayurveda-Tee. Möchte man reinen Zimttee haben, kommen 100 g etwa auf 2,80 €, der Preis reduziert sich jedoch mit der Menge. Er liegt beim Erwerb eines ganzen Kilos bei 1,50 € pro 100 Gramm.

Daten/Fakten zu Zimt

Der immergrüne, tropische Zimtbaum mit dem botanischen Namen Cinnamomum zeylanicum stammt ursprünglich aus Südasien, vor allem aus Sri Lanka und gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Dort war er schon vor 5000 Jahren als Heilpflanze und aromatisches Würzmittel bekannt.
Die typischen Zimtstangen entstehen aus der Gewinnung der Innenrinde des Baumes, die sich beim Trocknen einrollen, während das ätherische Zimtöl aus Rinde, Wurzeln und Blättern gewonnen werden kann. Hiermit werden Duftwässer, Nahrungsmittel, Kaugummi oder Zahnpasta aromatisiert. Der anspruchslose, aber doch frostempfindliche Zimtbaum oder Zimtstrauch wird bis zu zwölf Meter hoch und bis zu zehn Meter breit.
Er trägt kleine weiße bis gelbe Blüten und bevorzugt eine warme Umgebung mit Sonne oder Halbschatten und einen fruchtbaren Boden. Nach dreijähriger Wachstumszeit wird der Stamm in Bodenhöhe gekappt, um den Austrieb von vielen jungen Trieben zu fördern. Dann werden fingerdicke Zweige geerntet, die Außen- und Mittelrinde entfernt und die begehrte Innenrinde geerntet und getrocknet. Da die Leber schädigende Wirkung des enthaltenen Wirkstoffes Kumarin immer wieder diskutiert wird, wird mittlerweile bei Fertigpräparaten auf kumarinarme Zimtsorten wie Ceylon-Zimt statt Cassis-Zimt zurückgegriffen.

Sammelzeit

Zur Ernte werden die zwei- bis dreijährigen Triebe am Stamm abgeschnitten und die Innenrinde wird getrocknet. In Europa ist eine Ernte in natürlicher Umgebung nicht möglich.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (Zimtaldehyd, Eugenol), Gerbstoffe, Tannin, Schleimstoffe, Harze, Zink, Kampfer, Borneol, Salicylate, Sesquiterpene, Kumarine, Zucker.

Links zu Zimt

Zimt als Gewürz in der Küche verwenden
http://www.chefkoch.de/rs/s0/zimt+gerichte/Rezepte.html
http://www.chefkoch.de/rs/s0/indische+gerichte+mit+zimt/Rezepte.html
http://www.kuechengoetter.de/rezepte/zutat/Gewuerze-Zimt/508.html

Der Zimtbaum – Botanik
http://www.faszination-regenwald.de/info-center/pflanzenwelt/zimt.htm
http://www.azafran.de/zimt-botanik.html

Die Geschichte des Zimt
https://www.youtube.com/watch?v=Z3aLRdql6eI

Autor: Funk, Silke19.10.2016

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