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Methode zu Petersilie

Die Petersilie, die im Volksmund auch Bittersilge, Bockskraut, Peterle oder Stehsalat genannt wird, ist neben dem Schnittlauch das bekannteste und beliebteste Gewürzkraut der deutschen Küche. Es gibt sie sowohl mit den glatten als auch mit den krausen Blättern überall zu kaufen. Dass die Petersilie auch eine äußerst hilfreiche Heilpflanze bei Verdauungsstörungen, bei Frauenleiden und zur Anregung der Harnorgane ist, wissen die wenigsten. Durch ihren hohen Vitamin-C-Gehalt hilft sie gegen Frühjahrsmüdigkeit und wirkt das ganze Jahr über belebend.

Wirkung

  • verdauungsfördernd
  • harntreibend
  • krampflösend
  • belebend
  • tonisierend
  • schleimlösend

Anwendung

  • Verdauungsstörungen: Blähungen, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Mundgeruch
  • Erkrankungen der Harnwege: Blaseninfektionen, Nierensteine und Blasensteine
  • Frauenleiden: Menstruationsförderung, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Wehenförderung, Nachgeburtsbeschleunigung
  • Stoffwechsel: Gicht, Rheuma, Frühjahrsmüdigkeit, Depression, Müdigkeit, Bluthochdruck
  • Hautleiden: Schuppen, Geschwüre, Insektenstiche

Anwendungsarten

  • als Tee: Zwei Teelöffel Petersilienwurzel oder Samen werden mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken ein bis drei Tassen täglich trinken.
  • als Tinktur: Petersilienblätter, -samen oder -wurzel werden zerkleinert in ein verschließbares Gefäß gefüllt und mit Doppelkorn oder Weingeist übergossen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Verschlossen bei Zimmertemperatur etwa vier bis sechs Wochen stehen lassen, dabei immer wieder einmal gut durchschütteln. Abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Tinkturen aus Samen und Wurzeln haben eine größere Heilwirkung als die aus Blättern, zu konzentriert kann die Tinktur jederzeit auch mit Wasser verdünnt werden.
  • als Umschlag oder Waschung: Mit dem Tee oder der Tinktur können auch Umschläge gemacht werden. Dazu wird ein Leinentuch angefeuchtet und auf die betroffene Hautstelle aufgelegt, gegebenenfalls fixieren. Nach Bedarf wiederholen. Die Tinktur kann auch in die Haut eingerieben werden.
  • als Medizinalwein: In einem Liter Wein und ein bis zwei Esslöffel Essig werden zehn Petersilienstängel fünf Minuten lang gekocht. Danach werden 100 bis 150 Gramm Honig hinzugefügt und das Ganze soll noch einmal etwa sechs Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Der Absud wird anschließend durch ein Tuch geseiht und heiß abgefüllt. Hiervon können täglich ein bis drei Likörgläser voll zwei- bis dreimal täglich getrunken werden. Der Medizinalwein hilft bei Depressionen, Melancholie, Einschlafschwierigkeiten, bei Herz- und Milzleiden und nach einem Herzinfarkt zur Rekonvaleszenz.

Gegenanzeigen

Schwangere sollten wegen der geburtsfördernden Wirkung der Petersilie keine größeren Mengen zu sich nehmen, als Gewürz ist sie aber ohne Bedenken erlaubt. Personen mit einer Nierenentzündung sollten die Petersilie nur nach medizinischer Absprache einnehmen. Bei Überdosierungen können in seltenen Fällen eine Nierenschleimhautreizung oder Herzrhythmusstörungen hervorgerufen werden. Dies ist aber nur bei Verwendung der Tinktur aus Samen oder Wurzel der Fall, nicht bei normaler Nutzung der Petersilienblätter. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind keine bekannt.

Alternativen zu Petersilie

Kosten zu Petersilie

Petersilie gibt es als glatte oder krause Petersilie überall im Handel oder auf dem Markt im Töpfchen oder als Bund zu kaufen.

Daten/Fakten zu Petersilie

Die Petersilie mit dem lateinischen Namen Petroselinum crispum stammt aus der Familie der Doldenblütler und hat ihre ursprüngliche Heimat in den östlichen Mittelmeerländern. Heutzutage ist sie durch ihre gute Anpassung an klimatische Verhältnisse fast überall auf der Welt zu finden. Die Pflanze benötigt zwei Jahre, bis sie ausgewachsen ist. Im ersten Jahr entwickelt sie die Blätter, erst im zweiten Jahr die Stängel und Blütenstände. Sie hat eine möhrenähnliche Wurzel, besitzt mehrere Stängel, die sich nach oben hin verzweigen, je nach Art mit dreiteiligen glatten oder krausen Blättern, die am Ende gekräuselt sind. Die kleinen gelbgrünlichen Blüten entwickeln zweiköpfige Früchte. Die Petersilie bevorzugt Sonne oder Halbschatten, ebenso humus- und nährstoffreichen Boden, der gut entwässert und leicht alkalisch oder neutral sein sollte.

Sammelzeit

Genutzt werden die Blätter, die Wurzel und die Samen der Petersilie. Die Blätter werden von April bis Oktober geerntet, die Wurzeln im Herbst des ersten Jahres, ein Öl kann aus Blättern und Samen destilliert werden. Die Aussaat erfolgt von April bis in den Herbst hinein direkt in das Beet, sie kann aber auch gut in Töpfen vorgekeimt werden, der Samen benötigt etwa sechs Wochen bis zur Keimung. Petersilie wird am besten jedes Jahr neu gesät.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Vitamin C, Flavonoide, Gerbsäure, Vitamin B 6, Natrium, Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink.

Links zu Petersilie

Petersilie in der Küche verwenden – Rezepte
http://www.chefkoch.de/rs/s0/krause+petersilie/Rezepte.html

http://www.chefkoch.de/rs/s0/viel+petersilie/Rezepte.html

http://www.chefkoch.de/rs/s0/arabisch+petersilie/Rezepte.html


Petersilie selber züchten
http://www.zuhause.de/petersilie-pflanzen-tipps-fuer-die-pflege-von-petersilie/id_44830974/index
http://www.balkonania.de/petersilie/

http://www.garten.de/garten-news/petersilie-saeen-jetzt-das-bekannte-kraut-zuechten
Autor: Funk, Silke13.09.2016

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