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Methode zu Rosskastanie

Die Rosskastanie kennt jedes Kind, lässt sie doch im Herbst die stacheligen Kugeln fallen, die die von Kindern zum Spielen und Basteln so begehrten Kastanien enthält. Dieser große Baum, der viele Alleen und Parks schmückt, wurde 2008 zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Die Rosskastanie stellt durch ihren enthaltenen Wirkstoff Aescin einen ausgezeichneten Helfer bei Venenerkrankungen dar, indem sie die krankhafte Durchlässigkeit kleiner Gefäße vermindert und dadurch Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe entgegenwirkt. So liegt ihr Hauptanwendungsgebiet bei der Beseitigung von Krampfadern, Hämorrhoiden und Ödemen. Im Volksmund wird die Rosskastanie auch als Gichtbaum, Pferdekastanie oder Drusenkesten bezeichnet. Es können sowohl die Früchte (Samen), als auch die Blüten, die Rinde, die Blätter und die Wurzel genutzt werden.

Wirkung

  • antiexsudativ (mit Flüssigkeitsansammlungen verbundene Gewebsentzündungen)
  • entzündungshemmend
  • kapillarabdichtend
  • Erhöhung der Kapillarelastizität
  • Straffung erweiterter und erschlaffter Venen
  • schmerzstillend
  • tonisierend
  • auswurffördernd
  • UV-B-absorbierend

Anwendung

  • Venenleiden: chronische Venenschwäche, Schmerzen, Schweregefühl in den Beinen, Juckreiz, nächtliche Wadenkrämpfe, Hämorrhoiden, Sportverletzungen, Durchblutungsstörungen
  • Stoffwechselerkrankungen: Gicht, Rheuma, Ödeme
  • Hautleiden: Ekzeme, Geschwüre, Wunden, offene Beine
  • Husten
  • Störungen des Verdauungstraktes: Durchfall, Magen-Darm-Katarrh

Anwendungsarten

  • als Tee: Ein Teelöffel getrocknete oder zwei Teelöffel frische Blüten werden mit einem viertel Liter heißem Wasser übergossen und fünf Minuten ziehen gelassen, nach Bedarf kann mit Honig gesüßt werden. Tagesmenge beträgt zwei bis drei Tassen. Sehr gut als Hustentee geeignet oder zum Einreiben bei rheumatischen Beschwerden.
  • als Tinktur: geschälte oder ungeschälte Kastanienfrüchte (Samen) klein schneiden und in ein verschließbares Gefäß geben. Mit Doppelkorn oder Weingeist auffüllen, bis alle Pflanzenteile gut bedeckt sind. Das Ganze an einem warmen Ort vier bis sechs Wochen stehen lassen und immer wieder mal gut durchschütteln. Anschließend abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Gekühlt hält sich die Tinktur mindestens ein Jahr. Bei innerlicher Anwendung ist die Tagesdosis zwei- bis dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen. Die Tinktur kann als Kompresse, verdünnt als Teil- oder Vollbad, zur Herstellung von Cremes oder pur aufgetupft auf die Haut verwendet werden.
  • als Badezusatz: Ein halber Eimer voll frische Kastanien werden zerkleinert über Nacht in Wasser eingeweicht. Die erweichten Früchte werden am nächsten Tag kurz in einem Topf aufgekocht und dann abgefiltert. Der Absud kann so dem Badewasser beigegeben werden. Dieses Bad ist gut geeignet bei Gicht, Rheuma oder Durchblutungsstörungen.
  • Fertigarzneimittel: Im Handel sind Einreibungen, Badezusätze, Salben, Cremes, Gels, Kapseln und Tabletten als Fertigprodukte erhältlich.

Gegenanzeigen

Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, sollten die Anwendung der Rosskastanie medizinisch abklären. In seltenen Fällen können bei empfindlichen Personen innerlich Magenbeschwerden, bei der äußerlichen Anwendung Hautreizungen auftreten. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind keine bekannt.

Alternativen zu Rosskastanie

Kosten zu Rosskastanie

100 Gramm getrocknete und geschnittene Kastanien sind für etwa 2,20 Euro zu bekommen. Bei Abnahme eines ganzen Kilos reduziert sich der Preis pro 100 Gramm auf etwa 1,70 Euro.

Daten/Fakten zu Rosskastanie

Die Rosskastanie stammt ursprünglich aus Asien und Südosteuropa und wird zwischen zehn und 30 Meter hoch. In Europa wurde der schöne Baum mit seiner breiten Krone als Zier- und Straßenbaum in Städten eingesetzt, weil er auch Luftverschmutzung gut verkraftet. Es besitzt fünf- bis siebenzählig gefingerte große Blätter mit langen Blattstielen. In der Blütezeit von April bis Juni stehen die weißen Blüten mit ihren zuerst gelben, dann roten Flecken in reichen, aufrechten kegelförmigen Rispen. Die stacheligen, 5-6 cm großen, kugeligen Früchte bergen die begehrten glänzend braunen Samen (Kastanien). Die gewöhnliche Rosskastanie mit dem lateinischen Namen Aesculus hippocastanum stammt aus der Familie der Rosskastaniengewächse und ist bei uns sehr verbreitet.

Sammelzeit

Die Rinde kann im März genommen werden, die Blüten im Mai. Die Erntezeit der Kastanienfrüchte erfolgt im September und Oktober.

Inhaltsstoffe

Aescin (Triterpensaponingemisch), Gerbstoffe, Stärke, Cumarinderivate (Aesculin, Fracin), Fett, Saponine, Linolensäure, Bitterstoffe, Flavonoide, Alantoin.

Links zu Rosskastanie

Die Rosskastanie – kleine Baumkunde
http://www.baumkunde.de/Aesculus_hippocastanum/
http://www.sdw.de/pdf/rosskastanie.pdf


Rosskastanien in der Küche
http://www.chefkoch.de/rs/s0/kastanien+gerichte/Rezepte.html
http://www.marita-offermanns.de/joomla/rezepte/50-oktober/93-leckere-kastanien.html
Autor: Funk, Silke20.09.2016

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