Rosmarin

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Methode zu Rosmarin

Der Rosmarin, der im Volksmund unter anderem auch als Brautkleid, Kranzenkraut, Weihrauchkraut oder Hochzeitsbleaml bekannt ist, ist ursprünglich eine üppig wachsende Mittelmeerpflanze, der im Altertum wie kaum einer anderen Verehrung entgegengebracht wurde. So ranken sich viele mystische Geschichten um den Rosmarin. Er wurde im ersten Jahrhundert n. Chr. von Mönchen in Mitteleuropa eingeführt und in den Klöstergärten kultiviert. Bis heute ist er eine sehr beliebte Gewürzpflanze, die jedoch mit ihrem breiten Wirkungsspektrum fester Bestandteil der Pflanzenheilkunde ist. So wirkt er beispielsweise als einer der wenigen Heilpflanzen mit seiner anregenden Wirkung gegen zu niedrigen Blutdruck. In den Vereinigten Staaten wird er in großem Stil kommerziell angebaut. Umso wärmer das Klima, umso mehr entfaltet der Rosmarin seinen unverkennbaren, würzigen Geruch.

Wirkung

  • hyperämisierend (durchblutungsfördernd)
  • adstringierend (zusammenziehend)
  • gallenflussanregend
  • tumorhemmend
  • blutdrucksteigernd
  • krampflösend
  • antibakteriell
  • pilztötend
  • anregend
  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend
  • wärmend

Anwendung

  • Verdauungsbeschwerden: Blähungen, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Durchfall
  • Stoffwechsel: Rheuma, Gicht, niedriger Blutdruck, Herzschwäche, Ischias, Haarausfall
  • Hautleiden: Ekzeme, Hautausschläge, Hämorrhoiden
  • Frauenleiden: Wechseljahresbeschwerden, menstruationsfördernd bei schwacher Menstruation
  • Nervenleiden: Neuralgien, Erschöpfungszustände, nervöse Herz- und Kreislaufbeschwerden, Unruhezustände, Kopfschmerzen, Nervenentzündung

Anwendungsarten

  • als Tee: Ein Teelöffel frischer, klein geschnittener Rosmarin wird mit 200 ml kochendem Wasser überbrüht und etwa fünf Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und drei bis viermal täglich eine Tasse davon trinken. Dieser Tee stärkt das Herz-Kreislauf-System und die Verdauung.
  • als Wein: 20 Gramm frische, klein geschnittene Rosmarinblätter werden mit einem Liter trockenem Weißwein übergossen und eine Woche ziehen gelassen. Danach wird der Rosmarin abgeseiht und von dem Wein täglich ein Schnapsglas voll eingenommen.
  • als Tinktur: Rosmarinzweige und Blätter in ein verschließbares Gefäß füllen und mit 40%igem Korn oder Branntwein auffüllen, bis alles bedeckt ist. Glas verschließen und vier Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, gelegentlich durchschütteln. Abseihen und in dunkle Fläschchen abfüllen. Zur innerlichen Anwendung werden täglich ein bis zweimal drei bis fünf Tropfen eingenommen. Zur äußerlichen Anwendung wird die Tinktur mit drei Teilen Wasser verdünnt und auf die Haut eingerieben oder ein Umschlag damit bereitet.
  • als Badezusatz: 50 Gramm Rosmarinblätter werden mit einem Liter kochendem Wasser (mit einem Schuss Sahne oder Vollmilch) übergossen und eine Viertelstunde ziehen gelassen. Dann abseihen und dem Badewasser zugeben. Der Badezusatz ist hilfreich bei Herzerkrankungen und Erschöpfung.
  • als ätherisches Öl: Gereinigte Rosmarinzweige in eine Flasche geben und mit kalt gepresstem Öl auffüllen, dann sechs Wochen stehen lassen und immer wieder durchschütteln – fertig. Das Öl kann in der Küche oder aber zum Einreiben auf die Haut bei Hautleiden oder Gelenkschmerzen und Muskelkater verwendet werden.
  • als Küchengewürz: Rosmarin ist ein sehr vielseitiges Küchengewürz und findet sich in zahlreichen herzhaften und süßen Rezepten.

Gegenanzeigen

Rosmarin sollte in der Schwangerschaft nicht in großen Mengen verwendet werden. Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen sind ansonsten bei normaler Dosierung keine bekannt. Die Einnahme allzu großer Konzentrationen kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Deshalb im Zweifelsfall Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker nehmen.

Alternativen zu Rosmarin

Kosten zu Rosmarin

Rosmarin gibt es gemahlen überall im Handel als Gewürz zu kaufen. Geschnittene Rosmarinblätter für die Teezubereitung kosten pro 100 Gramm etwa 1,70 Euro. Bei Abnahme eines ganzen Kilos reduziert sich der Preis pro 100 Gramm auf circa 1,50 Euro.

Daten/Fakten zu Rosmarin

Der Rosmarin mit dem lateinischen Namen Romarinus officinalis stammt aus der Pflanzenfamilie der Lippenblütler und ist ein immergrüner, sehr dicht verzweigter Strauch, der zwischen 50 und 150 cm groß werden kann. Aus der verholzten Wurzel und den ebenso verholzten Zweigen wachsen die hellgrünen, flaumig behaarten Triebe mit dünnen, kreuzgegenständigen Blättern hervor, deren Rand nach unten eingerollt ist. Die Lippenblüten entstehen in den Achseln der mittleren und oberen Blätter und sind von rosafarbener, blassblauer oder blauer Farbe.

Sammelzeit

Gesammelt werden die Blätter von Mai bis Juli. Am gehaltsvollsten sind sie kurz vor der Blüte, die je nach Klima von März bis Juli stattfindet.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Gerbstoff, Kampfer, Bitterstoff, Terpene, Beta-Stiosterol, Flavone, Verbanol, Thymol, Gerbsäure, Saponine, Salicyclate.

Links zu Rosmarin

Rosmarin in der Küche
http://www.essen-und-trinken.de/rosmarin

Rosmarin – Pflanzenpflege
http://www.mein gartenbuch.de/rosmarin/

Rosmarin – Anbau im eigenen Garten
http://www.hausgarten.net/kraeuter-und-gewuerze/kraeuter-gartenkraeuter/rosmarin-pflegen.html
Autor: Funk, Silke19.09.2016

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