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Methode zu Fichte

Die Fichte, die im Volksmund auch Feichten, Rottanne, Gräne oder Schwarztanne genannt wird, ist nicht nur ein weit verbreiteter Baum, dessen Holz intensiv genutzt wird, sondern ist auch eine sehr nützliche Heilpflanze. Sie wird wegen ihrer enthaltenen ätherischen Öle vor allem bei bakteriell verursachten Atemwegserkrankungen, Schlaflosigkeit und Nervosität zur Beruhigung, aber auch bei Durchblutungsstörungen eingesetzt. Verwendet werden die zarten hellgrünen Triebe, die im Frühjahr hervorkommen, aber auch die Nadeln und das Harz.

Wirkung

  • schleimlösend
  • beruhigend
  • antibakteriell
  • desinfizierend
  • tonisierend
  • anregend
  • reinigend
  • schweißtreibend

Anwendung

  • Erkältungskrankheiten: Husten, Keuchhusten, Asthma, Katarrh der oberen Luftwege, Bronchitis, Rachenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündungen, Lungenerkrankungen, Desinfektion der Mundhöhle
  • Stoffwechsel: Rheuma, Gicht, Muskelkater, Durchblutungsstörungen, Frühjahrmüdigkeit, Vitamin-C-Mangel, Nervosität, Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden
  • Brandwunden

Anwendungsarten

  • als Tee: Ein Teelöffel zerkleinerte Fichtennadeln wird mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und fünf Minuten ziehen gelassen. Anschließend abseihen und zwei Tassen täglich trinken.
  • als Tinktur: kleingeschnittene Fichtennadeln in ein verschließbares Gefäß füllen und mit Weingeist oder Doppelkorn übergießen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Verschlossen an einem warmen Standort etwa vier bis sechs Wochen stehen lassen, dabei immer wieder gut durchschütteln. Anschließend abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Hiervon werden täglich 10 bis 50 Tropfen eingenommen, auch mit Wasser verdünnt möglich. Zum Einreiben auf die Haut oder auch zum Inhalieren geeignet – einfach ein paar Tropfen in heißes Wasser geben und die Dämpfe einatmen.
  • als Badezusatz: 500 bis 2000 g frische Fichtennadeln werden mit einigen Litern Wasser aufgekocht und zehn Minuten ziehen gelassen. Abseihen und dem Badewasser zufügen.
  • als Fertigarzneimittel: Vom Fichtennadelöl als Badezusatz über Salben, Tee oder Franzbranntwein ist die Fichte in vielen Heilprodukten zu finden.

Gegenanzeigen

Bei Verwendung des Fichtennadelöls können bei empfindlichen Menschen Hautreizungen auftreten. Bei der Anwendung der Fichtentriebe sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Alternativen zu Fichte

Kosten zu Fichte

100 Gramm getrocknete Fichtennadeln sind im Handel für etwa 2.- Euro zu bekommen; diese sind unzerkleinert, geschnitten oder gemahlen erhältlich.

Daten/Fakten zu Fichte

Die immergrüne Fichte mit dem lateinischen Namen Picea abies stammt aus der Familie der Kieferngewächse und ist in den Teilen Europas mit winterkalter Klimalage zu Hause. Dieser schlanke kegelförmige Baum kann bis zu 50 Meter hoch werden. Aus den weiblichen Blüten entstehen die länglichen Zapfen. Blütezeit des Baumes ist im Mai. Die jungen Sprosse sind wichtige Vitamin-C-Spender und wirken stärkend auf den Organismus.

Sammelzeit

Die jungen Nadeltriebe sind am besten im April und Mai zu sammeln. Das Harz und die Nadeln können von Juni bis August geerntet werden.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Terpentinöl, Glykosid Picein, Vitamin C, Gerbstoffe und Harz.

Links zu Fichte

Gemeine Fichte Picea abies
http://www.gartencenter.de/service/pflanzen-lexikon/eintrag/fichte.html

Die Fichte in der Küche – Rezepte
http://www.chefkoch.de/rs/s0/fichte/Rezepte.html

Tanne und Fichte: Rezepte für Heilmittel
http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/tanne-fichte-rezepte-heilmittel.html
Autor: Funk, Silke07.07.2016

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