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Methode zu Hauswurz

Der Echte Hauswurz, der im Volksmund unter anderem auch Dachwurz, Donnerkraut, Zittrichkraut oder Scherzenkraut genannt wird, ist vom Bundesgesundheitsamt nicht als Heilpflanze anerkannt und wird so in der Schulmedizin nicht verwendet. Die Volksmedizin jedoch nutzt die verschiedenen Hauswurzarten – äußerlich wie Aloe Vera – hauptsächlich bei Haut- und Muskelverletzungen, aber auch innerlich für die Verdauung und bei Fieber. Die homöopathische Medizin verabreicht Hauswurz gegen Menstruationsbeschwerden und Gebärmutterkrebs, sowie bei Halsentzündungen und Mundfäule.

Wirkung

  • adstringierend (zusammenziehend)
  • schmerzstillend
  • krampflösend
  • Entzündungshemmend
  • kühlend
  • erweichend
  • wundheilend
  • fiebersenkend
  • erfrischend

Anwendung

  • Haut- und Muskelverletzungen: Quetschungen, Stauchungen, Prellungen, Verbrennungen, Sommersprossen, Venenentzündungen, Insektenstiche, Geschwüre, Warzen, Wunden, Gürtelrose
  • Verdauung: Durchfall, Hämorrhoiden, Würmer, Mundfäule, Mundschleimhautentzündung
  • Frauenleiden: Gebärmutterneuralgie, Menstruationsbeschwerden

Anwendungsarten

  • als Saft: Die frisch geernteten Blätter werden zerquetscht oder entsaftet. Zum Auflegen auf betroffene Hautstellen oder bei Fieber auf die Stirn zum Kühlen
  • als Aufguss zum Trinken: Einige frische zerkleinerte Blätter werden mit kochendem Wasser überbrüht und zehn Minuten ziehen gelassen. Abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Bei Verdauungsstörungen und Frauenleiden
  • altes Ölrezept: 25 Gramm frische Hauswurzblätter werden mit 100 Gramm Olivenöl in ein verschließbares Gefäß gegeben und zwei Wochen an einen warmen Ort gestellt, dabei immer wieder mal gut durchschütteln. Danach abseihen, die Blätter gut auspressen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Als Wundauflage oder zum Spülen bei Zahnproblemen
  • als Tinktur: Fertigtinkturen gibt es im Handel

Gegenanzeigen

Gegenanzeigen, Neben- oder Wechselwirkungen sind keine bekannt.

Alternativen zu Hauswurz

Kosten zu Hauswurz

Hauswurz gibt es als Pflanze oder Samen zu kaufen, nicht jedoch als Tee.

Daten/Fakten zu Hauswurz

Der Hauswurz mit dem lateinischen Namen Sempervivum tectorum stammt aus der Familie der Dickblattgewächse und sein Name bedeutet etwa "immer auf den Dächern lebend". Seine Heimat ist das südeuropäische Gebirge. Der Hauswurz wächst auf Dächern, in Felsspalten im Gebirge, auf Mauerkronen oder als Zierpflanze im Garten.
Die genügsame und ausdauernde Pflanze formt mit ihren dickfleischigen Blättern eine grundständige Rosette, die an Artischocken erinnert. Die älteren Pflanzen bilden in den Sommermonaten einen etwa 50 cm hohen Stängel aus, der sich nach oben hin verzweigt und kleine rosafarbene sternförmige Blüten hervorbringt. Die Vermehrung der Pflanze geschieht über Wurzelausläufer oder durch Samen. So bekannt die Pflanze selber ist, so unbekannt sind ihre Heilwirkungen. Die Anwendung ist sehr einfach, da dieser Sukkulent das ganze Jahr über viel Wasser in seinen Blättern speichert, die einfach abgeschnitten werden und als Frischsaft verwendet werden können.

Sammelzeit

Gesammelt werden die Blätter zum Trocknen im Juli und August, für eine frische Zubereitung von Mai bis September. Das Trocknen erfordert viel Zeit, die Blätter dabei immer wieder wenden. Viele Hauswurzarten stehen unter Naturschutz und dürfen wild wachsend nicht gesammelt werden. Also am besten selbst im Garten oder Balkon anpflanzen.

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, Schleim, Harze, Gerbstoffe, Öl, Kalziummalat, Ameisen- und Apfelsäure.

Links zu Hauswurz

Hauswurz im Garten
http://www.sempervivumgarten.de

http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartengestaltung/hauswurz-anspruchslose-mini-stauden-82944
http://www.mein-gartenbuch.de/hauswurz//
Autor: Funk, Silke20.07.2016

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