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Methode zu Chili

"Wer nur ein Kraut verwendet, der sollte Cayenne wählen", sagte der amerikanische Pflanzenfachmann Dr. Schulze. Der berühmte Cayennepfeffer wird aus Chilis hergestellt. Chilis, eine Gattung aus der Familie der Nachtschattengewächse, sind mit der Gemüsepaprika und der Peperoni verwandt. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich unter anderem durch ihren Gehalt an dem Wirkstoff Capsaicin, der für die Schärfe der Früchte verantwortlich ist.
Der Schärfegrad spielt aber nicht nur in der Zubereitung feuriger Gerichte eine Rolle, sondern ist auch ein äußerst interessanter und wirksamer Heilstoff. So ist er ein ausgezeichnetes Schmerzmittel bei Muskelschmerzen oder Rheuma und hilft bei Verdauungsbeschwerden und Hauterkrankungen. Capsaicin vermag den Kreislauf derart anzuregen, dass frisches Blut, Nährstoffe und Sauerstoff sehr schnell in alle Körperregionen gelangen.

Wirkung

  • durchblutungsfördernd
  • schmerzstillend
  • Kreislauf anregend
  • verdauungsfördernd
  • krampflösend
  • wärmend

Anwendung

  • Lokales Schmerzmittel: Muskelschmerzen, verhärtete Muskeln, Gelenkschmerzen, Arthrose, Angina pectoris, Rückenschmerzen, Nervenschmerzen, Rheuma, Halsschmerzen
  • Hautleiden: Schuppenflechte, Juckreiz
  • Durchblutungsstörungen

Anwendungsarten

  • als Fertigarznei: Im Handel sind Salben für die äußerliche Anwendung und Kapseln zum Einnehmen erhältlich, ebenso Fertigtinktur.
  • als Aufguss: Ein Teelöffel Cayennepulver wird in einen viertel Liter kochendes Wasser eingerührt und nach Geschmack mit etwas Honig abgeschmeckt. Zu den Mahlzeiten jeweils eine halbe Tasse getrunken, regt der Aufguss Kreislauf und Verdauung an.
  • als Tinktur: 60 Gramm getrocknete oder frische Chilischoten fein schneiden, in ein verschließbares Gefäß füllen und mit Wodka oder Weingeist auffüllen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Verschlossen etwa vier Wochen stehen lassen, dabei immer wieder mal gut durchschütteln. Anschließend abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Gegebenenfalls bei der Anwendung mit etwas Wasser verdünnen. Betroffene Hautstellen können mit der Tinktur bepinselt werden.
  • als Öl: 40 Gramm klein geschnittene Chilischoten in ein verschließbares Gefäß geben und mit 120 ml Pflanzenöl auffüllen. Verschlossen an einem warmen Standort etwa vier Wochen stehen lassen, dann abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Das Öl eignet sich sehr gut zum Einreiben auf die Haut, aber auch für die Küche.
  • als Umschlag: Ein Tuch wird mit Aufguss oder Tinktur angefeuchtet und auf die betroffene Hautstelle aufgelegt, eventuell fixieren. Nach Bedarf wiederholen.

Gegenanzeigen

Bei Personen mit empfindlicher Haut kann die äußerliche Anwendung Rötungen und Brennen hervorrufen, nicht auf offene Wunden geben. Die Salbe oder Creme sollte nicht in die Nase oder die Augen geraten. Kinder unter sechs Jahren sollten vom Gebrauch absehen. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind keine bekannt. Im Zweifel die Verwendung medizinisch abklären lassen.

Alternativen zu Chili

Kosten zu Chili

Cayenne-Tinktur, Tabletten, Kapseln, Cremes und Salben gibt es über all im Fachhandel in unterschiedlichen Mengen und Qualitäten zu kaufen. Vergleichen lohnt sich also!

Daten/Fakten zu Chili

Chilis mit dem lateinischen Namen Capsicum frutescens sind als Nachtschattengewächse mit der Tomate und der Kartoffel verwandt. Die Pflanze wurde von Christoph Kolumbus aus seiner ursprünglichen Heimat Mittel- und Südamerika im 15. Jahrhundert nach Europa gebracht. Heute wird Chili weltweit in tropischen und subtropischen Gegenden angebaut. Die Pflanze ist ein Halbstrauch, der bis zu einem halben Meter hoch wird und ovale wechselständige Blätter besitzt. Die von Juni bis September blühenden Blüten sind weiß, die Staubblätter violett. Die kegelförmigen, leicht gebogenen Früchte haben eine orange-rote Farbe und stehen, anders als bei den anderen Paprikaarten aufrecht.
Alle Paprikaarten benötigen einen gut entwässerten Boden und einen warmen, sonnigen Standort. Die enthaltenen Scharfstoffe werden Capsaicinoide genannt, wobei Capsaicin die wichtigste Rolle davon spielt. Paprika und Chili sind die Gemüsepflanzen des Jahres 2015.

Sammelzeit

Die Früchte werden nur reif, also rot, geerntet. Zum Trocknen wird die ganze Pflanze kopfüber aufgehängt.

Inhaltsstoffe

Flavonoide, Capsaicin, Carotinoide, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Wasser, Ballaststoffe, Vitamine C, B 1, B 2, E, Niacin, Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium, Magnesium, Kalium.

Links zu Chili

Cayenne in der Küche – Rezepte
http://www.chefkoch.de/rs/s0/cayenne+chili/Rezepte.html

http://www.chefkoch.de/rs/s0/k%C3%A4se+cayenne/Rezepte.html

http://www.chefkoch.de/rs/s0/cayenne+sauce/Rezepte.html

http://www.marions-kochbuch.de/index/0453.htm


Chilipflanzen selber züchten
http://www.drinnen-und-draussen.de/video/1296/garten/chili_und_paprika_selber_zuechten.html?gclid=CNGa7v-j38YCFTDItAod9JoGTg
http://pepperworld.com/chili-anbau-ubersicht/
Autor: Funk, Silke01.07.2016

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