Gemeine-Nachtkerze

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Methode zu Gemeine Nachtkerze

Die Gemeine oder Gewöhnliche Nachtkerze, die im Volksmund unter anderem auch Eierblume, Gelbe Rapunzel, Abendblume oder Stolzer Heinrich genannt wird, kam erst im 17. Jahrhundert aus Amerika zu uns. Während sie dort seit je als Heilpflanze genutzt wurde, hatte sie in Europa ihren Durchbruch erst in jüngster Zeit – als erkannt wurde, dass das aus den Samen der Nachtkerze gewonnene Öl mehr Gamma-Linolensäure enthält als jede andere bekannte Pflanze. Genau diese Säure ist eine besonders ungesättigte Omega 6-Fettsäure, die normalerweise in Pflanzen nur selten zu finden ist.
Für die Gesundheit des Menschen allerdings ist sie von größter Bedeutung, da sie vielen Organen hilft, Prostaglandine zu bilden. Diese regulieren unter anderem den Schmerz, Entzündungen oder die Blutgerinnung in unserem Körper und nehmen so eine zentrale Aufgabe ein. Die Hauptwirkungen der Gemeinen Nachtkerze liegen in der Stressmilderung, der Heilung bei Hautleiden und bei der Stärkung von Kreislauf und Verdauung. Auch in der Homöopathie findet die Nachtkerze reichlich Anwendung.

Wirkung

  • blutreinigend
  • krampflösend
  • adstringierend (zusammenziehend)
  • entzündungshemmend
  • Juckreiz stillend
  • beruhigend
  • Stress mildernd
  • kreislauffördernd
  • verdauungsanregend
  • Immunsystem stärkend
  • Hormonhaushalt ausgleichend

Anwendung


Anwendungsarten

  • als Tee: Ein Teelöffel Nachtkerzenblätter werden mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen∞ anschließend abseihen und täglich drei Tassen davon trinken.
  • als Umschlag: Acht Teelöffel Blätter werden mit einem halben Liter heißem Wasser übergossen und auf dem Herd 20 Minuten am Köcheln gehalten. Dann abseihen und die Umschläge für die äußerliche Anwendung damit befeuchten und auf die betroffenen Körperstellen auflegen.
  • als Nachtkerzenöl: Dieses im Handel erhältliche Öl ist durch seinen überragenden Gehalt an Gammal-Linolensäure das eigentliche Wundermittel der Pflanze. Nachtkerzenöl ist sowohl für die innere als auch äußere Anwendung bei obigen Gesundheitsproblemen geeignet.

Gegenanzeigen

Gegenanzeigen, Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen sind keine bekannt. In besonderen Lebenssituationen oder Erkrankungen wie beispielsweise Schwangerschaft und Stillzeit, Epilepsie oder Multiple Sklerose ist es immer anzuraten, zusätzliche medizinische Rücksprache zu nehmen.

Alternativen zu Gemeine Nachtkerze

  • Gegen Ekzeme helfen auch Apfel, Odermennig, Wegwarte, Brunnenkresse, Malve, Kamille, Klette, Birke oder Zinnkraut.
  • Bei Quetschungen empfiehlt sich die Anwendung von Beinwell, Enzian, Johanniskraut, Melisse und Thymian.
  • Wechseljahresbeschwerden lassen sich mit Herzgespann, Frauenmantel oder Johanniskraut abmildern.
  • Dem Prämenstruellen Syndrom kann mit Mönchspfeffer, Ginkgo, Safran, Kalziumgaben, Vermeidung von Kaffee, Bewegung entgegengewirkt werden.
  • Bei einem zu hohem Blutdruck helfen Bärlauch, Berberitze, Knoblauch oder Mistel.
  • Verdauungsfördernde Heilpflanzen sind auch Alant, Kalmus, Kamille, Rhabarber, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Zwiebel, Kümmel, Lein, Meerrettich, Chili, Hafer, Fenchel, Enzian, Eiche oder Pfefferminze.
  • Zur Blutreinigung dient Birke, Stiefmütterchen, Brennnessel, Wacholder, Brunnenkresse, Löwenzahn, Sellerie oder Bittersüßstängel.
  • Gegen Bronchitis kann Bibernelle, Kamille, Linde, Salbei, Hagebutte, Seifenkraut, Isländisches Moos, Fichte, Ysop, Vogelknöterich, Anis, Süßholz, Taubnesselblüten, Veilchen, Schlüsselblume, Holunder oder Zwiebel zur Anwendung kommen.

Kosten zu Gemeine Nachtkerze

Nachtkerzenöle sind im Handel in allen möglichen Preislagen und Verpackungsgrößen zu bekommen, ebenso verschiedene Körperpflegemittel wie Cremes und Salben.

Daten/Fakten zu Gemeine Nachtkerze

Die Gewöhnliche Nachtkerze mit dem botanischen Namen Oenothera biennis stammt aus der Familie der Nachtkerzengewächse und hat ihre ursprüngliche Heimat in Nordamerika bis Mexiko, wo sie schon von der Urbevölkerung gerne als Heilpflanze und Gemüse in der Küche verwendet wurde. Mittlerweile wächst sie bei uns verwildert an Straßenrändern oder Ödland auf sonnigen, trockenen und nährstoffreichen Lehmböden. Die 50 bis 100 cm große, zweijährige winterharte Pflanze besitzt einen behaarten, oft rot gefleckten Stängel und wechselständige lanzettliche Blätter. Die gelben Blüten stehen von Juni bis September in aufrechtem Blütenstand, die Einzelblüten mit ihren vier Kronblättern werden bis zu 6 cm breit und öffnen sich abends zu ihrer vollen Schönheit auf. Daher hat die Heilpflanze ihren Namen. Die heilwirksame Pfahlwurzel kann 1,60 m tief in die Erde wachsen.

Sammelzeit

Verwendbar sind die Blätter, die Blüten, die Wurzeln und die Samen, aus denen das Öl gewonnen wird. Die Blüten und Blätter können jährlich von Juni bis September geerntet werden, die Wurzeln im ersten Herbst bis zum Frühling des zweiten Jahres. Bei der Samenernte hingegen muss bis zur völligen Reife im Sommer bis zum frühen Herbst des zweiten Lebensjahres der Pflanze abgewartet werden.

Inhaltsstoffe

Linolsäure, fettes Öl mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Flavonoide, Schleimstoffe, Harze, Zucker, Vitamin E, Gerbstoffe, Phytosterole, Gamma-Linolensäure.

Links zu Gemeine Nachtkerze

Nachtkerze – Gartendialog.de
http://www.gartendialog.de/gartenpflanzen/bluetenstauden/nachtkerze-pflege.html

Oenothera – Nachtkerze kaufen
http://www.pflanzenversand-gaissmayer.de

Nachtkerzenöl:
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilverfahren/nachtkerzenoel.php
Autor: Funk, Silke12.07.2016

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