Mistel

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Methode zu Mistel

Schon bei den keltischen Druiden galt die Mistel als wichtigste mystische Allheilpflanze. Aber auch bei unseren Vorfahren wurde sie seit jeher als besondere Heil-und Zauberpflanze verehrt. Da die Mistel den gesamten Drüsenhaushalt positiv beeinflusst, ist sie ein gutes stoffwechselförderndes Mittel. Gleichzeitig wirkt sie so stark auf die Bauchspeicheldrüse ein, dass sie der Zuckerkrankheit bei anhaltender Teekur ihre Entstehungsursache nimmt. Auch ihr Einsatz bei allen Krebserkrankungen als begleitendes Heilkraut darf nicht unerwähnt bleiben. Doch das Haupteinsatzgebiet der Mistel ist die Regulierung des Blutdrucks.

Wirkung

  • zytostatisch (verhindert Krebswachstum)
  • blutdrucksenkend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • harntreibend
  • tonisierend (belebend, ausgleichend, ins Gleichgewicht bringend)
  • beruhigend
  • blutstillend

Anwendung

Aufgrund der großartigen Heilwirkungen dieser Pflanze ergibt sich ein breit gefächertes Anwendungsgebiet:

  • Kreislauf: Bluthochdruck, beschleunigter Puls, Herzschwäche, Krampfadern, auch zu niedriger Blutdruck
  • Krebs (therapiebegleitend)
  • Diabetes
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Ödeme
  • Verdauungsschwäche, Verstopfung
  • Heuschnupfen, Allergie
  • Bauchspeicheldrüsenschwäche
  • Gallenschwäche
  • Gelenkentzündungen
  • Arteriosklerose
  • Chronisches Rheuma
  • Chronische Arthrosen
  • Nervenschwäche, Epilepsie
  • Frauenleiden: Wechseljahresbeschwerden, Weissfluss, Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterschmerzen, Gebärmutterblutungen
  • Hautleiden: Ekzeme, eitrige Wunden, Geschwüre


Anwendungsarten

  • als Tee: Der Misteltee wird nur im Kaltansatz hergestellt. Ein Teelöffel Mistel wird über Nacht in einem viertel Liter kaltem Wasser angesetzt. Morgens wird er leicht angewärmt und abgeseiht. Soll eine größere Menge Tee über den Tag verteilt getrunken werden, kann der angewärmte Tee auch in einer heiß ausgespülten Thermoskanne aufbewahrt werden.
  • als Frischsaft: Frische Blätter und Stängel werden sauber gewaschen und in noch feuchtem Zustand in der Saftzentrifuge entsaftet.
  • als Tinktur: Eine Misteltinktur ist fertig zubereitet in der Apotheke erhältlich.
  • als Mistelsalbe: Die frischen, weißen Beeren der Mistel werden mit Schweinefett kalt zu einer Salbe verrührt. Diese kann sehr gut äußerlich bei Erfrierungen eingesetzt werden.

Gegenanzeigen

Die Mistelfrüchte sind giftig und können bei innerer Anwendung zu Erbrechen führen. Die Mistel sollte bei Eiweißüberempfindlichkeit und bei chronisch progredierenden Infektionen (beispielsweise Tbc) nicht angewendet werden. Bei Mistelpräparaten, die per Injektion verabreicht wurden, traten in der Vergangenheit vereinzelt allergische Reaktionen, Fieber, Kopf- und Kreislaufbeschwerden oder Schüttelfrost auf. Bei Anwendung als Hausmittel sind diese Nebenwirkungen nicht bekannt. Auch Wechselwirkungen mit anderen Heilmitteln sind nicht bekannt.

Alternativen zu Mistel

  • Bei zu hohem Blutdruck hilft neben der Mistel ebenso auch Bärlauch, Knoblauch oder Berberitze.
  • Bei zu niedrigem Blutdruck kann auf Rosmarin zurückgegriffen werden.
  • Kreislaufstörungen können zudem mit Arnika, Rosmarin, Weißdorn, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Hafer, Holunder, Lavendel oder Hirtentäschelkraut behandelt werden.
  • Als nervenstärkende Mittel gelten auch Weißdorn, Rosmarin, Passionsblume, Zwiebel, Ziestkraut, Pomeranzenblüten, Schafgarbe, Sellerie, Thymian, Knoblauch, Kalmus, Johanniskraut, Hopfen, Pfefferminze, Baldrian, Apfel oder Melisse.
  • Zur Herzstärkung dienen die Heilpflanzen Borretsch, Weißdorn, Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin, Enzian oder Herzgespann.
  • Als Heilmittel gegen Arteriosklerose sind auch Bärlauch, Faulbaum, Schwarze Johannisbeere, Knoblauch, Stiefmütterchen, Wirsing, Weißdorn, Arnika oder Apfel bekannt.
  • Und bei Verstopfung hilft Meerrettich, Paprika, Alant, Lein, Faulbaum, Hafer, Knoblauch und Apfel.

Kosten zu Mistel

100 Gramm geschnittenes Mistelkraut kosten im Handel etwa 2.- €. Bei Abnahme eines ganzen Kilos reduziert sich der Preis pro 100 Gramm auf etwa 1,80 €.

Daten/Fakten zu Mistel

Die Mistel (Viscum album), die im Volksmund unter anderem auch Affalter, Drudenfuß, Hexenbesen, Immergrün oder Vogelleimholz genannt wird, ist als Halbparasit ein geheimnisumwittertes Heilkraut. Sie grünt und fruchtet in den Wintermonaten und sucht sich Bäume aus, die an Standorten mit vermehrter Erdstrahlung oder Wasseraderkreuzungen vorkommen. Dadurch hilft sie dem Wirtsbaum, mit diesen schwierigen Bedingungen besser zurechtzukommen.
Die Mistel aus der Pflanzenfamilie der Sandelholzgewächse (Santalaceae) ist ein 20-50 cm hoher, immergrüner Strauch, der Zweigen von Bäumen aufsitzt. Sie ist ein Halbparasit, da sie ihren Wirten Wasser und Mineralien, aber keine Nährstoffe entzieht. Die Blätter sind oval, ledrig, schmal und gegenständig. Die Blütezeit ist von März bis Mai. Die unscheinbaren Blüten besitzen acht zweihäusige Blütenblätter, die Frucht ist weißlich und beerenartig. Die Mistel ist in ganz Europa zu Hause, sie benötigt milde Winter und tritt meist gehäuft auf.

Sammelzeit

Gesammelt werden die Blätter und die Zweige im Spätherbst und im Frühling. In dieser Zeit entfaltet die Mistel ihre Heilkräfte. Diese werden auch von der Art ihres Wirtsbaumes mitbestimmt.

Inhaltsstoffe

Schleimstoffe, Histamin, Inositol, Viscalbin, Zink, Tyramin, Pyridin, Viscin, Viscotoxin, Alkaloid, Harz, Bitterstoff, Saponine, Xanthophyll, Oleanolsäure und Asparagin.

Links zu Mistel

Mistel – Botanik
http://www.botanikus.de/Beeren/Mistel/mistel.html

Mistel: Geheimnisvoller Baum-Bewohner - Mein schöner Garten

Focus-Wissen
Autor: Funk, Silke05.09.2016

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