Bärlauch

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Methode zu Bärlauch

Im Frühjahr gibt es Waldgebiete, die stark nach Knoblauch riechen. Dort wächst der Bärlauch, auch Wilder Knofel, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch oder Ränsel genannt. Er wirkt wie ein pflanzliches Antibiotikum, hilft bei Bluthochdruck und Arteriosklerose und bei allen Arten von Verdauungsbeschwerden.

Wirkung

Die Wirkung des Bärlauchs ist sehr vielfältig
  • Juckreiz stillend
  • blutreinigend
  • antibiotisch
  • schweißtreibend
  • tonisierend, kräftigend
  • harntreibend
  • schleimlösend
  • anregend
  • entzündungshemmend

Anwendung

Durch diese Vielzahl an fördernden Eigenschaften ist der Bärlauch ideal für eine Frühjahrskur geeignet und wirkt den typischen Zivilisationskrankheiten effektiv entgegen.

Geeignet ist seine Anwendung bei:
  • Appetitlosigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Bluthochdruck
  • Blutreinigung
  • Rheuma
  • chronischen Hautkrankheiten, schlecht heilenden Wunden, unreiner Haut
  • Verdauungsstörungen, Blähungen
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Bronchitis, bei Verschleimung
  • Asthma
  • Fieber
  • Würmern
  • Arteriosklerose
  • zu hohem Cholesterinspiegel
  • Herzstörungen

Anwendungsarten

Bärlauch kann nicht getrocknet werden, sonst gehen seine Wirkstoffe verloren. Deshalb wird er im Frühjahr frisch verwendet. Als Tee ist er wegen seines Knoblaucharomas nicht so sehr geeignet, umso mehr jedoch für die Frühjahrsküche:

  • Würze: Frische Bärlauchblätter werden wie Schnittlauch oder Petersilie zerkleinert und auf Brote, in Suppen, Soßen, Salate oder Fleischgerichte gestreut.
  • Bärlauchwein: Eine Handvoll klein geschnittene Blätter wird kurz in einem viertel Liter Weißwein aufgekocht und nach Geschmack mit Honig oder Sirup gesüßt. Täglich langsam und schluckweise trinken.
  • Bärlauch-Tinktur: Ein Schraubglas wird zu etwa dreiviertel mit klein geschnittenen Bärlauchblättern gefüllt und soweit mit Weingeist (45 %) übergossen, bis die Blätter vollständig bedeckt sind. Nach drei Wochen an einem warmen, schattigen Ort werden die Blätter herausgesiebt und die Tinktur in dunkle Fläschchen abgefüllt. Dreimal täglich werden die gekühlten Tropfen eingenommen.

Gegenanzeigen

Bei bekannten Unverträglichkeiten auf Lauchgewächse sollte vom Verzehr abgesehen werden. Wechselwirkungen mit anderen Heilkräutern sind nicht bekannt. Beim Verzehr größerer Mengen Bärlauch kann es zu Reizungen des Magen-Darm-Traktes führen (ähnlich wie beim Knoblauch). Schwangere sollten Bärlauch in Maßen genießen, da es in größeren Mengen Fehlgeburten auslösen kann.

Alternativen zu Bärlauch

  • Zur allgemeinen Kräftigung sind alternativ auch Hafer, Löwenzahn, Rhabarber, Gerste und Ysop geeignet.
  • Gegen Juckreiz helfen Eiche, Kamille und Stiefmütterchen.
  • Blutreinigende Wirkung haben außerdem Birke, Brennnessel, Brunnenkresse, Löwenzahn, Sellerie, Stiefmütterchen und Wacholder.
  • Zur Darmentgiftung eignen sich Apfel, Eiche, Faulbaum, Knoblauch und Tausendgüldenkraut.
  • Bei zu hohem Blutdruck empfehlen sich Berberitze, Knoblauch und Mistel.

Kosten zu Bärlauch

Die Preise auf dem Markt für frischen Bärlauch sind recht unterschiedlich. Pro 100 Gramm sind etwa zwischen 1,50 € und 2,00 € zu zahlen.

Daten/Fakten zu Bärlauch

Bärlauch Allium ursinum gehört zur Pflanzenfamilie der Zwiebelgewächse und ist schon den alten Germanen bekannt gewesen. Wenn er sich erst einmal an einer Stelle niedergelassen hat, breitet er sich gerne üppig aus. Der Bärlauch liebt schattige und humusreiche Laubwälder. Da es sich um eine mehrjährige Pflanze handelt, wächst sie Jahr für Jahr wieder neu heran. Die Blätter sind länglich und weich und ähneln den Blättern des Maiglöckchens. Im Gegensatz duften die Blätter des Bärlauchs aber eindeutig nach Knoblauch. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die Blätter der Maiglöckchens sind giftig!
Ebenso wachsen seine Blätter einzeln am Stiel, beim Maiglöckchen meist paarweise. Seine Blätter sind auf der Unterseite stumpf, die des Maiglöckchens glänzen. Außerdem wächst beim Bärlauch eine Sammelblüte in Kugelform in einer gemeinsamen Hülle heran, beim Maiglöckchen sind es aufgereiht mehrere Knospen an einem Stängel.

Sammelzeit

Zeitig im Frühjahr wachsen frische Blätter aus der Pflanze hervor. Die Blüten werden jedoch erst Mitte Mai und Juni sichtbar. Gesammelt werden die Blätter, am besten noch vor der Blüte, so sind sie zart und saftig. Da die Nachfrage nach Bärlauch in den letzten Jahren jedoch sprunghaft zugenommen hat, ist beim Sammeln Zurückhaltung gefragt. Es sollte nur in großen Beständen geerntet werden, damit genug Blattmasse für ein weiteres Wachstum übrig bleibt.
Dank der großen Beliebtheit kann der Bärlauch in der Saison frisch im Handel gekauft werden. Häufig stammt dieses Angebot aus speziellem Anbau, sodass die Wälder verschont bleiben.

Inhaltsstoffe

Bärlauch enthält ätherische Öle, Vitamin C, Mineralsalze, Aminosäuren, Eisen Flavanoide, Fructosane, Schwefel, Senfölglykoside, Thiosulfinate und Cysteinsulfoxide (Allin).

Links zu Bärlauch

Bärlauch in der Frühlingsküche – Tipps und Rezepte
http://www.chefkoch.de/rs/s0/bärlauch/Rezepte.html

Essen und Trinken
http://www.essen-und trinken.de/baerlauch

Bärlauch – Allium ursinum = wilder Knoblauch
http://www.baerlauch.net

Bärlauch – Botanikus
http://www.botanikus.de/Heilpflanzen/Barlauch/barlauch.html
Autor: Funk, Silke28.06.2016

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