Knochendichte-Messung (Osteo-Densitometrie)

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Methode zu Knochendichte-Messung

Die Knochendichte-Messung (Densitometrie) ist eine Röntgenuntersuchung, um den Mineralsalzgehalt der Knochen zu bestimmen. Feststellen lassen sich Veränderungen der Knochendichte und -stabilität sowie Veränderungen der Knochenstruktur. Die Strahlenbelastung ist gering.

Wie funktioniert eine Knochendichte-Messung?

Die Messung der Knochendichte ist mit verschiedenen Verfahren möglich. Heutzutage wird eine Röntgen-Absorptionsmessung mit einem DPX- oder DPA-Gerät empfohlen. Dabei werden zwei Röntgenquellen eingesetzt und auf die zu untersuchenden Knochenbereiche gerichtet. Die Knochen schwächen die Röntgenstrahlung ab, da eingelagertes Kalzium die Strahlung abfängt. Je geringer der Kalziumgehalt, desto mehr Strahlen durchdringen den Knochen. Die sich ergebenden Messwerte lassen Rückschlüsse auf den Kalziumgehalt der Knochen zu.

Wozu dient die Knochendichte-Messung?

Die Messung der Knochendichte ist bei verschiedenen Personen sinnvoll:
  • Verdacht auf Osteoporose
  • Osteoporose
  • Knochenbrüche älterer Menschen, insbesondere wenn kein entsprechender Unfall zugrunde liegt
  • Frauen nach Eintritt der Wechseljahre
  • Menschen über 65 Jahre
  • Risikopersonen mit Kortisonbehandlung
  • Personen nach Organtransplantationen.

Was ist im Vorfeld der Untersuchung zu beachten?

Es handelt sich um eine Röntgenuntersuchung, die keiner besonderen Vorbereitung bedarf.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Der Betroffene liegt während der zehn bis zwanzig Minuten dauernden Untersuchung auf einer Liege. Ein Scanner, ein Messgerät, fährt in einem Abstand von etwa 50 cm wiederholt über die zu untersuchende Körperregion, meist über die Lendenwirbelsäule oder den Oberschenkelhals. Er misst die Abschwächung der Strahlung durch den Knochen. Die ermittelten Werte werden an den Computer weitergeleitet, der die Knochendichtewerte errechnet. Während der Untersuchungszeit muss die Person ruhig liegen.

Alternativen zu Knochendichte-Messung

Risiken

Die Untersuchung ist mit einer geringen Strahlenbelastung verbunden. Andere Nebenwirkungen oder Komplikationen existieren nicht.

Alternativen

Die Knochendichtemessung lässt nur begrenzte Aussagen zu und stimmt nicht immer mit der tatsächlichen Knochendichte überein. Hinweise auf eine Osteoporose können sich auch bei einer normalen Röntgenuntersuchung oder einer Blutuntersuchung ergeben. Auch eine Gewebeprobe aus dem Knochen (Biopsie) lässt Aussagen zu Knochendichte und Knochenstruktur zu.

Kosten zu Knochendichte-Messung

Die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zahlen die Kosten nur bei begründetem Verdacht. Dies ist zum Beispiel der Fall,
  • wenn bereits Knochen aufgrund von Bagatellverletzungen gebrochen sind
  • chronische Magen-Darm-Erkrankungen vorliegen, die das Osteoporoserisiko erhöhen
  • Medikamente wie Kortison eingenommen werden müssen, die das Osteoporose-Risiko erhöhen
  • der Kalziumstoffwechsel aufgrund von Erkrankungen, etwa der Nebenschilddrüse, beeinträchtigt ist.
Alle anderen gesetzlich versicherten Personen müssen die Untersuchung selbst bezahlen. Es entstehen Kosten von cirka 50.- bis 80.- Euro. Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten.

Daten/Fakten zu Knochendichte-Messung

Weltweit leiden rund 200 Millionen Frauen an Osteoporose. Jede dritte Frau über 50 Jahren, die einen Knochenbruch aufweist, hat diesen aufgrund einer Osteoporose erlitten. Etwa jeder fünfte Betroffene ist ein Mann. Das Risiko eines Knochenbruchs aufgrund von Knochenschwund ist bei Frauen doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Männern.

Links zu Knochendichte-Messung

Netzwerk Osteoporose e. V.
Ludwigstraße 22
33098 Paderborn
Tel/Fax: 05251 - 280 586
E-Mail: buero@netzwerk-osteoporose.de
http://www.netzwerk-osteoporose.de
Autor: Hofmann, Julia29.01.2016

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