Röntgenuntersuchung (Röntgen)

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Methode zu Röntgenuntersuchung

Eine Röntgenuntersuchung kann verschiedene Körpergewebe aufgrund der unterschiedlichen Durchlässigkeit für Röntgenstrahlung bildlich darstellen.
Röntenuntersuchungen gibt es seit rund 100 Jahren, wobei die Technik heutzutage natürlich deutlich verändert ist und die Strahlenbelastung erheblich abgenommen hat. Auch die Bildqualität hat sich im Zuge der Entwicklung immer weiter verbessert.

Wie funktioniert sie?

Röntgenstahlen sind elektromagnetische Wellen, die kurzwellig und für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Sie können Gewebe durchdringen, die je nach der Dichte des Gewebes die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark abschwächen, was sich in einem Fotofilm darstellen lässt.
Die vom Gewebe aufgenommene (absorbierte) Strahlung und die nicht absorbierte oder abgelenkte Strahlung ergibt auf einem Fotofilm unterschiedliche Schattierungen, die von Weiß bis Schwarz reichen. Gewebe, das Strahlen wenig absorbiert, sind zum Beispiel die Lungen.
Sie erscheinen deutlich geschwärzt. Knochen dagegen absorbieren viel Röntgenstrahlung und sind daher hell. Heutzutage lassen sich Röntgenfilme durch elektronische Speichermedien ersetzen, was die Strahlung reduziert.
Die durch den Körper austretende Strahlung lässt sich mit Detektoren erfassen und auf einem Monitor auch als bewegtes Bild darstellen. Möglich ist auch eine Röntgenkontrastdarstellung etwa von Hohlräumen. Kontrastmittel absorbiert in der Regel die Strahlung und erscheint deshalb weiß.

Wann ist die Untersuchung notwendig?

Röntgenuntersuchungen sind aus der Medizin nicht wegzudenken. Röntgenleeraufnahmen ohne Kontrastmittel lassen zum Beispiel Untersuchungen von Brustkorb (Röntgen-Thorax), Lunge, Bauchraum (Röntgen Abdomen) und Knochen zu. Verschiedene Auffälligkeiten und Erkrankungen lassen sich erkennen, wie zum Beispiel:

Was ist im Vorfeld der Untersuchung zu beachten?

Bei vielen Röntgenuntersuchungen ist im Vorfeld nichts Besonderes zu beachten. Wichtig ist aber immer die Kenntnis einer vorliegenden Schwangerschaft. Denn die Röntgenuntersuchung kann das ungeborene Kind belasten und möglicherweise schädigen, sodass dann nur in Ausnahmefällen eine Untersuchung möglich ist.

Wie läuft die Röntgenuntersuchung ab?

Vor der Röntgenuntersuchung werden Kleidung und Schmuck abgelegt. Während der Untersuchung befindet sich der Betroffene dann je nach zu untersuchendem Körperbereich in unterschiedlicher Lage zwischen Röntgenröhre und Röntgenfilm.
Ein Röntgenassistent korrigiert die Position des Körperbereichs so lange, bis sie für die gewünschte Aufnahme optimal platziert ist. Dann darf die Person sich für ganz kurze Zeit (Bruchteile von Sekunden) nicht mehr bewegen.
Sind mehrere Aufnahmen in verschiedenen Ebenen nötig, ist meist eine erneute Platzierung des Körperbereichs notwendig. Möglich ist auch die Anweisung, für den Moment der Aufnahme die Luft anzuhalten. Im Anschluss an die Untersuchung folgt die Entwicklung der Bilder.
Bei der digitalen Verarbeitung ist das Bild sofort auf dem Monitor zu sehen. Bei einigen Fragestellungen ist eine Röntgenkontrastuntersuchung aussagekräftig. Dieses lässt sich je nach Untersuchungsverfahren und zu untersuchendem Körperbereich auf unterschiedliche Arten verabreichen. Möglich ist eine Verabreichung direkt in die Körperöffnungen, die Aufnahme über den Mund (trinken) oder die Vene.

Alternativen zu Röntgenuntersuchung

Risiken

Röntgenuntersuchungen sind mit einer Strahlenabgabe verbunden. Zwar ist die Strahlendosis einzelner Untersuchungen oft gering, doch erhöht jede erneute Untersuchung die Strahlenbelastung, weshalb vor jeder Untersuchung der Nutzen gegen das Risiko genau abzuwägen ist. Bei einer Untersuchung mit Kontrastmittel besteht das Risiko einer allergischen Reaktion.

Alternativen

Es gibt bildgebende Untersuchungsverfahren, die häufig alternativ eingesetzt werden können. Untersuchungen ohne Strahlenbelastung sind Ultraschalluntersuchungen (Sonografie) und Magnetresonanztomografie (MRT). Die Computertomografie ist ebenfalls mit einer Strahlenbelastung verbunden.

Kosten zu Röntgenuntersuchung

Da die Untersuchung fast immer medizinisch veranlasst wird, übernimmt die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) die Kosten.

Daten/Fakten zu Röntgenuntersuchung

Röntgenuntersuchungen kennt fast jeder, auch wenn er noch keine schweren Erkrankungen erlitten hat. Die durchschnittliche Häufigkeit der Röntgenuntersuchnungen betrug beispielsweise im Jahr 2009 pro Einwohner 1,6 Untersuchungen. Ein Drittel dieser Untersuchungen entfällt auf zahnmedizinische Röntgenuntersuchungen.

Links zu Röntgenuntersuchung

Bundesamt für Strahlenschutz
Willy-Brandt-Straße 5
38226 Salzgitter
Mail: ePost@bfs.de
http://www.bfs.de

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Strahlenschutzverordnung
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/r_v_1987/gesamt.pdf
Autor: Hofmann, Julia08.02.2016

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