Knochenbiopsie

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Methode zu Knochenbiopsie

Knochenbiopsie bedeutet die Entnahme von Knochenmaterial des harten Knochens. Die Knochenprobe lässt Hinweise auf verschiedene Knochenerkrankungen zu.

Wie funktioniert die Knochenbiopsie?

Die Entnahme von Knochenmaterial gehört zu den minimalinvasiven Verfahren. Gewebeschonend lässt sich mit einer Kanüle Knochenmaterial entnehmen und feingeweblich oder im Labor genauer untersuchen. Die Untersuchung lässt sich mithilfe der Computertomografie steuern, sodass ganz gezielt Gewebe entnommen werden kann.

Wann ist eine Knochenbiopsie nötig?

Verschiedene Knochenerkrankungen lassen sich mit einer feingeweblichen Untersuchung der Knochensubstanz bestimmen:
  • Osteoporose: Der Knochen verliert an Substanz und wird brüchig.
  • Osteomalazie: Die Knochensubstanz ist nicht fest genug.
  • Morbus Paget: Es kommt zu Umbauprozessen in Knochen, der sich verdicken kann, aber trotzdem instabiler wird.
  • Tumore: Gut- und bösartige Tumore können im und am Knochen wachsen.
  • Entzündungen: Knochenentzündungen können durch Bakterien oder auch bei das Immunsystem schwächenden Erkrankungen wie HIV vorkommen.

Was ist im Vorfeld der Knochenbiopsie zu beachten?

In der Regel erfolgt eine örtliche Betäubung, sodass im Vorfeld keine Vorkehrungen nötig sind. Möglicherweise sind blutgerinnungshemmende Medikamente vorher abzusetzen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Abhängig vom Ort des Krankheitsprozesses können für die Biopsie verschiedene Knochen infrage kommen. Im Vorfeld ist die Gabe von Beruhigungs- oder Schmerzmitteln möglich. Zunächst wird die vorgesehene Hautstelle betäubt. Dies geschieht mit einem ins Gewebe injizierten Betäubungsmittel. Über einen kleinen Hautschnitt lässt sich eine Kanüle bis in den Knochen vorschieben und Knochengewebe entnehmen. Das Knochengewebe wird anschließend feingeweblich und im Labor untersucht. Zum Schluss wird die kleine Wunde mit einer Naht verschlossen. Der Eingriff dauert in der Regel nicht länger als 45 Minuten.

Alternativen zu Knochenbiopsie

Mögliche Komplikationen

Wie bei jedem anderen Eingriff auch mit Kontakt zu Blut und Gewebe kann es selten zu Problemen kommen:
  • Infektionen , die zu entzündlichen Gewebe- oder Knochenveränderungen führen
  • Bildung eines Blutergusses
  • Verletzung von Gefäßen mit Blutungen, Nerven, Weichteilgewebe und Knochen
  • Allergische Reaktionen auf das Betäubungsmittel
  • Fettembolie mit Verschluss von Blutgefäßen durch eingeschwämmte Fetttropfen

Alternativen

Im Einzelfall können folgende Untersuchungen wie Ultraschalluntersuchung, Röntgenuntersuchung, Magnetresonanztomografie, Computertomografie und Szintigrafie sinnvoll sein. Diese Untersuchungen sind aber kein Ersatz für eine Biopsie, die ja häufig gerade die in der Bildgebung gefundenen Veränderungen klären soll.

Kosten zu Knochenbiopsie

Bei einer ärztlichen Verordnung werden die Kosten von der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) komplett übernommen.

Links zu Knochenbiopsie

Gewebeentnahme – Biopsie
http://www.klinikum-karlsruhe.com/institute/indira/leistungsspektrum/behandlungsmoeglichkeiten/biopsie.html
Autor: Hofmann, Julia29.01.2016

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