Epikutantest (Läppchentest)

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Methode zu Epikutantest (Läppchentest)

Der Epikutantest ist ein Test auf allergische Reaktionen, bei dem häufige und potenziell verdächtige Substanzen auf die Haut aufgebracht werden. Testen lassen sich Substanzen, die Kontaktekzeme der Haut verursachen. Dabei handelt es sich um allergische Reaktionen vom Spättyp, die nicht unmittelbar nach Hautkontakt auftreten, sondern mit Verzögerung.

Wie funktioniert der Epikutantest?

Für den Test vorgesehene Pflaster enthalten für das Aufbringen verschiedener Substanzen vorgesehene Felder. Häufig verwendet werden 25 standardisierte Substanzen, die häufig für Kontaktallergien verantwortlich sind. Das sind zum Beispiel Nickel, Duftstoffe, Konservierungsstoffe oder Perubalsam, die in Modeschmuck, Kosmetik- und Pflegeprodukten sowie Salben vorkommen. Es gibt Testreihen für verschiedene Berufsgruppen wie Friseure.
Doch lassen sich auch mitgebrachte Substanzen testen, die vor dem Aufbringen auf die Haut möglicherweise verdünnt werden müssen. Das Pflaster mit den verschiedenen Substanzen wirkt anschließend am Rücken mindestens ein bis zwei Tage auf die Haut ein. Positive Hautreaktionen lassen sich so erkennen.

Wann wird der Test durchgeführt?

Der Test ist bei Verdacht auf eine Kontaktallergie sinnvoll, um die auslösende Substanz zu identifizieren. Viele Menschen weisen eine Kontaktallergie (Hautekzem) auf, ohne die auslösende Substanz zu kennen. Dies ist aber wichtig, um diesen Stoff und damit Symptome vermeiden zu können.

Was ist im Vorfeld und bei der Untersuchung zu bedenken?

Die Rückenhaut sollte sauber, trocken und fettfrei sein, da die Pflaster sonst nicht gut kleben. Auch Rückenhaare müssen möglicherweise entfernt werden.
Nach Aufbringen der Pflaster ist Wasserschutz nötig, also den Rücken nicht duschen und natürlich nicht baden. Auch auf Sport und Aufenthalt in der Hitze muss vorübergehend verzichtet werden. Sollte sich das Pflaster lösen, lässt sich der Rand mit einem eigenen Pflaster wieder fixieren. Treten nach Entfernen des Hautpflasters noch Hautreaktionen aus, sollte der Behandler darüber informiert werden.

Wie läuft der Test ab?

Die Testreihen sind oft bereits vorbereitet. Pro Pflaster lassen sich zehn Substanzen aufbringen. Eventuell selbst mitgebrachte Substanzen können noch hinzugefügt werden. Die Pflaster werden auf den Rücken geklebt und nach ein bis zwei Tagen entfernt. Es zeigen sich möglicherweise Hautreaktionen wie Rötung, Schwellung, Knötchen oder kleine Bläschen, wenn der auslösende Stoff unter den Testsubstanzen war.

Alternativen zu Epikutantest (Läppchentest)

Risiken

Reaktionen der Haut müssen nicht allergisch sein, sondern können auch besonders bei selbst mitgebrachten Substanzen entstehen, weil die Substanz aggressiv ist und deshalb eine Entzündungsreaktion ausgelöst werden kann (toxische Reaktion). Hautreaktionen sind möglicherweise mit Juckreiz verbunden. Dennoch sollte während der Untersuchungszeit nicht gekratzt werden.

Alternativen

Der Epikutantest bietet die beste Möglichkeit, nach Substanzen zu fahnden, die eine Allergie vom Spättyp auslösen. Eine Blutuntersuchung führt nur in Ausnahmefällen weiter.

Kosten zu Epikutantest (Läppchentest)

Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie übernimmt die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) die notwendigen Untersuchungskosten.

Daten/Fakten zu Epikutantest (Läppchentest)

Chemikalien als Ursache allergischer Reaktionen werden oft unterschätzt, ergab eine Untersuchung des Bundesumweltamtes. Mindestens sieben Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Kontaktallergie. Die wichtigsten Kontaktallergene sind Nickel, das mittlerweile in Modeschmuck verboten ist, Duftstoffe in Parfums, Seifen, Waschmittel und Reinigungsmittel sowie Perubalsam, das häufig in Salben, aber auch Kosmetika vorkommt.

Links zu Epikutantest (Läppchentest)

Informationen zu Chemikalien und Kontaktallergie des Bundesamts für Risikobewertung
www.bfr.bund.de

Deutsche Kontaktallergie-Gruppe e. V.
http://dkg.ivdk.org

Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB)
Fliethstr. 114
41061 Mönchengladbach
Tel: 02161 – 814 940
Fax: 02161 – 814 94 30
E-mail: info@daab.de
http://www.daab.de
Autor: Hofmann, Julia25.01.2016

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