Homöopathie - Anwendung und Wirksamkeit

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Methode zu Homöopathie-Anwendung und Wirksamkeit

Fast alle Homöopathieformen arbeiten nach dem sogenannten "Ähnlichkeitsprinzip". Es geht davon aus, dass der Einsatz homöopathischer Mittel bei gesunden Menschen zu Auffälligkeiten führt, die bei daran Erkrankten Heilung bewirken. Ein Beispiel: Verursachte ein Mittel im Test an einem gesunden Menschen einen Hautausschlag, kann das gleiche Mittel bei einem Menschen angewendet werden, der an einem solchen Ausschlag erkrankt ist. Bei ihm wird es nach diesem Grundsatz Heilung bewirken.

Anwendungsmöglichkeiten der Homöopathie

Die Homöopathie ist bei vielen akuten Erkrankungen hilfreich:
  • Infektionen (Husten, grippaler Infekt, Schnupfen)
  • Fieber, Entzündungen und Schmerzen
  • Bei leichten Verletzungen und Prellungen.

Bei Säuglingen:
  • Beschwerden, die mit dem Zahnwachstum zu tun haben
  • Bei Verdauungsproblemen.

Auch bei chronischen Erkrankungen kann die Homöopathie eingesetzt werden. Dazu zählen:

Die richtige Potenz

Die "Potenzierung", also die Verdünnung des Wirkstoffes, bildet eine Grundlage im Verständnis der Homöopathie. Diese starke Verdünnung und gleichzeitige Dynamisierung des Wirkstoffes durch Verschütteln oder Verreiben ist die Vorbereitung für die Wirksamkeit des Mittels.

Unterscheidung

Niedrige Potenzen
  • Bis D10/C10
  • Helfen bei akuten Erkrankungen
  • Sie dürfen selbstständig angewendet werden (Selbstmedikation).

Mittlere Potenzen
  • Bis D12/C1
  • Helfen ebenfalls bei akuten Beschwerden
  • Zur Selbstmedikation geeignet, sofern Erfahrung mit der Auswahl des Mittels besteht.

Hochpotenzen
  • Ab D30/C30
  • Hochpotenzen kommen überwiegend bei chronischen Erkrankungen zum Einsatz
  • Sie sollten nur nach Anweisung eines Therapeuten eingenommen werden
  • Sie wirken tiefgreifender und langanhaltender als die niedrigeren Potenzen
  • Sie können unter Umständen neue Beschwerden verursachen, wenn sie falsch eingesetzt werden.

LM-Potenzen
  • Wirken ebenso tiefgreifend wie Hochpotenzen und gleichzeitig sanft wie mittlere Potenzen
  • Sie sind geeignet für geschwächte Personen und für Menschen mit chronischen Leiden, für deren Energiehaushalt die Hochpotenzen zu stark wären.
  • Auch für Kinder geeignet und häufig verwendet.

Grenzen der Homöopathie

Bei Organschäden wie etwa einem Knochenbruch, bei schweren Krankheiten wie Krebs und bei bestehenden Missbildungen konnte die Homöopathie keine Erfolge erzielen. Als begleitende Maßnahme neben einer schulmedizinischen Behandlung ist die Homöopathie sehr gut einsetzbar, zum Beispiel zur Behandlung unangenehmer Begleiterscheinungen der Therapie. Sie vermag außerdem Heilungsprozesse positiv anzuregen.

Wirksamkeit

Dass die Homöopathie bei vielen akuten und chronischen Erkrankungen Wirkungen zeigt, wurde anhand vieler Erfahrungen festgestellt. Wissenschaftlich belegt werden konnte die Wirksamkeit diese Methode im üblichen Sinne bisher kaum. Das homöopathische Wirkprinzip ist nicht auf die gängigen wissenschaftlichen Testverfahren anwendbar, da bei einem wissenschaftlich geführten Test alle Versuchspersonen das gleiche Medikament und die Kontrollgruppe ein Placebo Präparat erhalten müssen.
Die Homöopathie lässt dies nicht zu, da die therapeutische Behandlung Betroffener bei gleichem Krankheitsbild sehr unterschiedlich sein kann. Einflussfaktoren können die Ausprägung einer Krankheit, aber auch individuelle Persönlichkeitsfaktoren und Gefühlszustände sein.

Alternativen zu Homöopathie-Anwendung und Wirksamkeit

Bei rheumatischen Erkrankungen sind auch die Kältetherapie oder die Therapie im heißen Wüstensand Alternativen. Menstruationsbeschwerden und prämenstruelles Syndrom (PMS) lassen sich alternativ über körpereigene Hormone therapieren, als auch über die Yams-Wurzel oder mit Heilkräutern.
Bei Kopfschmerzen und Migräne können zum Teil Entspannungstechniken weiterhelfen. Allergien, Neurodermitis und Depressionen sind mitunter über eine Psychotherapie oder auch Lichttherapie behandelbar.

Kosten zu Homöopathie-Anwendung und Wirksamkeit

Wer als gesetzlich Versicherter eine Privatpraxis aufsuchen möchte, hat die Kosten der Behandlung selbst zu tragen. Will er dies vermeiden, bietet sich eine private Zusatzversicherung an, die einen Teil dieser Kosten übernimmt. Ähnlich sieht es mit den Behandlungen durch Heilpraktiker aus. Eine homöopathische Konsultation beim Heilpraktiker kostet zwischen 50.- und 150.- Euro.

Daten/Fakten zu Homöopathie-Anwendung und Wirksamkeit

Die Problematik der Beweisbarkeit

Vertreter der Schulmedizin argumentieren oft gegen die Homöopathie, weil bei hohen Verdünnungen chemisch keine Wirkstoffe mehr in der Tinktur nachgewiesen werden können. Dies wäre wissenschaftlich gesehen für eine pharmakologisch-molekulare Wirkung auf den Menschen aber notwendig.
Das Prinzip der Homöopathie beruht jedoch nicht auf chemischer, sondern auf physikalischer Wirkung. Dr. med. Christian Hagen hat die Wirksamkeit der Homöopathie durch die Elektroakupunktur nach Voll (EAV) demonstriert. Auch Dr. Fritz-Albert Popp, Institut für biophysikalische Zellforschung, Kaiserslautern, hat mit der Biophotonenanalyse die Wirksamkeit der homöopathischen Potenzen messbar und reproduzierbar gemacht, also wissenschaftlich bewiesen.

Die Umkehrwirkung: Vom Gift zur Heilung

Wenn kein chemisches Molekül mehr vorhanden ist (nach D 23), tritt der Umkehreffekt ein. Die Wirkung ist aber immer (vor und nach D 23) durch feinste elektromagnetische Schwingungen eine physikalische, keine chemische!
Dr. med. Hagen: "Was demjenigen Kollegen, der aus der Schulmedizin kommt, die größten Schwierigkeiten bereitet, ist das Verständnis für die kleinen Dosen, für die sogenannten "Nichtse" der homöopathischen Verdünnung und die Tatsache der Umkehrwirkung des gleichen Mittels von der Giftwirkung zur Heilung."

Bereits zu Beginn der 70er Jahre im vorigen Jahrhundert gab Prof. Dr. Gustav Jäger von der Technischen Hochschule Stuttgart eine klärende Expertise ab. Er schrieb, dass die Wirksamkeit hoch verdünnter Lösungen für die Physiologen eine "Fallgrube" war und ist:
"Verdünnt man zum Beispiel das starke Gift Arsenik und gibt immer schwächere Lösungen, so wird man zuerst bei starker Dosis ein schweres Krankheitsbild, ja Tod, hervorrufen. Verdünnt man aber nach und nach, so werden immer geringere Erscheinungen sich zeigen, bis schließlich eine Lösung vor uns steht, die unwirksam, völlig indifferent = Null ist. Daraus schließt der Logiker: Wenn jetzt keine Wirkung mehr auftritt, so ist es zwecklos, weiter zu verdünnen, was zunächst auch logisch erscheint. Wenn wir uns aber an den mathematischen Lehrsatz erinnern - Mathematik wird die "Mutter aller Wissenschaften" oder auch die "Kurzschrift des Geistes" genannt - so ist die Null der Durchgangspunkt, die Pforte, die von positiven Größen zu negativen Größen führt. Das Wesen des Negativen besteht jedoch darin, dass es dem Positiven entgegengesetzt ist; es wirkt auch, aber in entgegengesetzter Richtung. Dieser Polsprung ist eine Umkehrung der Pluskraft in die Minuskraft. Aus dem Gift Arsen ist ein Heilmittel geworden".
Autor: Koll, Livia23.10.2015

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