Krebs

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Wissen zu Krebs

Bei Krebs handelt es sich um entartete Körperzellen, die unkontrolliert wachsen und Absiedlungen in anderen Organen und Geweben bilden können (Metastasen). Krebserkrankungen treten meistens in höherem Lebensalter auf. Das Durchschnittsalter beträgt 69 Jahre. Es gibt auch Krebsarten, die bevorzugt bei jüngeren Menschen auftreten. Laut Deutscher Krebshilfe erkranken jährlich 450.000 Menschen neu an Krebs, über 200.000 Menschen sterben jährlich infolge der Krankheit. In Zukunft wird mit einer weiteren Zunahme von Krebsfällen gerechnet. Der Grund dafür ist, dass die Menschen immer älter werden. Prostatakrebs und Brustkrebs sind die häufigsten Krebserkrankungen.

Ursachen

Krebs ist auf eine Veränderung der Erbinformation zurückzuführen. Auch bei gesunden Menschen verändert sich die Erbsubstanz (Gene), doch werden Veränderungen vom Körper erkannt und repariert. Mit zunehmendem Alter lassen die Reparaturmechanismen nach, sodass Krebs leichter entstehen kann. Es gibt zudem Faktoren, die die Krebsentstehung fördern, weil sie zu vermehrten Schäden an Genen führen oder die natürlichen Reparaturvorgänge reduzieren. Dazu gehören:
  • UV-Strahlen
  • Tabakrauch
  • Chemikalien
  • Schwermetallbelastung
  • Elektrosmog (Mobilfunk, DECT-Telefone usw.)
  • chronische Erkrankungen und Infektionen
  • unmäßiger Alkoholkonsum
  • Ungesunde Ernährung mit zuwenig Obst und Gemüse
  • Bewegungsmangel.

Diagnose zu Krebs

Die Angst vor einer Krebsdiagnose ist verständlich. Doch sollten sich Gesunde wie Krebskranke bewusst machen, dass viele Krebsformen sich gut behandeln oder sogar heilen lassen. Große Bedeutung kommt bei jeder Art von Krebs allerdings der frühen Diagnose zu. Die moderne Diagnostik mit Verfahren wie zum Beispiel Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) und aufwändige Blutuntersuchungen und labordiagnostische Tests erlaubt es, Krebs bereits in den Frühstadien zu diagnostizieren oder sogar noch vor der bösartigen Entartung von Zellen zu erkennen. Dank moderner Behandlungen überleben viele Betroffene auch mit weiter fortgeschrittenem Krebs noch lange Zeit.
Es gibt zwar einige sehr bösartige Krebserkrankungen wie bestimmte Formen von Lungenkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrebs), das bedeutet aber nicht, dass jeder Betroffene auch innerhalb kürzester Zeit daran stirbt. Es ist oft weinig hilfreich, sich mit Zahlen der Statistik auseinanderzusetzen, da individuelle Abweichungen sehr groß sein können und errechnete Häufigkeiten nicht zutreffen müssen. Vorsorgemaßnahmen könnnen das Krebsrisiko deutlich senken, wenn Hauptrisikofaktoren, zum Beispiel das Rauchen bei Lungenkrebs, ausgeschaltet werden. Auch die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung von Krebs. An diesen Vorsorgeuntersuchungen sollte jeder Versicherte in den vorgesehenen Zeiträumen unbedingt teilnehmen.

Symptome

Je nach Krebserkrankung sind die Beschwerden natürlich sehr unterschiedlich. Bei vielen Krebserkrankungen treten Symptome aber erst spät auf. Es gibt jedoch Symptome, die bei Krebserkrankungen besonders häufig vorkommen:
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Temperaturerhöhung und Fieber
  • Schwitzen in der Nacht.
Auch Schmerzen, Missempfindungen oder Juckreiz können auf eine Krebserkrankung hindeuten. Allerdings weist keines der aufgeführten Krankheitszeichen sicher auf Krebs hin.

Behandlung zu Krebs

Die Krebsbehandlung ist grundsätzlich von der Krebsart, der Ausdehnung der Erkrankung, der Operabilität und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Betroffenen abhängig. Die Behandlungen stützen sich vor allem auf drei Formen der Therapie, die häufig auch kombiniert oder in Folge angewendet zum Erfolg führen:
  • Operation: Operative Entfernung des Tumors und benachbarter befallener Lymphknoten
  • Bestrahlung: Radioaktive Strahlen, Röntgenstrahlen oder Mikrowellen schädigen das Tumorgwebe, sodass die Zellen absterben
  • Medikamente: Krebswachstumshemmende Wirkstoffe, sogenannte Zytostatika hindern Krebszellen an der Zellteilung und Zellvermehrung. Sie setzen am Stoffwechsel der Zelle an. Zytostatika werden häufig ergänzend bei vielen Krebsarten verabreicht, um Rückfälle zu vermeiden.
  • Antihormonbehandlung: Hormone hemmen das Wachstum von hormonempfindlichen Tumorzellen
  • Immuntherapien: Beeinflussung des Immunsystems, sodass dies verstärkt gegen Tumorzellen vorgeht.
Daneben gibt es eine unterstützende Behandlung, deren Ziel bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen nicht mehr die Heilung ist. Diese palliative Behandlung umfasst Schmerzlinderung, Ernährung, Steigerung der Blutbildung und viele andere Behandlungen.
Darüberhinaus gibt es Alternativbehandlungen, wie zum Beispiel die den meisten bekannte Misteltherapie.

Prognose

Die Entwicklung der Erkrankung hängt stark von der Art des Tumors, dem Krankheitsstadium und Begleiterkrankungen wie auch vom Gesundheitszustand des Betroffenen ab. Früh erkannt sind viele Krebsarten heutzutage heilbar. Vor allem, wenn der Krebs örtlich begrenzt wächst, sind die Heilungschancen gut. Bei Krebsarten, die erst diagnostiziert werden, wenn sie sich bereits ausgebreitet haben oder Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben, ist die Prognose meist schlechter. Doch auch dann lassen sich heutzutage oft noch Erfolge verzeichnen, sodass ein längeres Überleben mit Krebserkrankung möglich ist.

Selbsthilfe zu Krebs

Auch wenn Krebs sich besonders in einer immer älter werdenden Gesellschaft nicht in jedem Fall vermeiden lässt, gibt es doch Faktoren, die die Entstehung von Krebs beeinflussen. Der Lebensstil des Einzelnen trägt zur Bildung vieler Volkserkrankungen und auch von Krebs bei. Gemieden werden sollte:
  • Rauchen: Zigarettenrauchen erhöht nicht nur das Risiko von Lungenkrebs, sondern auch das anderer Krebsarten
  • Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum fördert die Entstehung verschiedener Krebsarten
  • Übergewicht, falsche Ernährung, Bewegungsmangel. Übergewicht erhöht nicht nur das Risiko von Herzkreislauferkrankungen, auch das allgemeine Krebsrisiko übergewichtiger Menschen ist erhöht
  • Sonnenbestrahlung: Die Bewegung an der frischen Luft ist sehr wichtig, intensive Sonnenbestrahlung, besonders ohne entsprechenden Lichtschutz ist jedoch gefährlich, denn sie erhöhen in erster Linie das Hautkrebsrisiko.

Daneben ist es wichtig, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten und in bestimmten Abständen vorgesehenen Krebsvorsorge- beziehungsweise Krebsfrüherkennungsuntersuchungen für Männer und Frauen regelmäßig wahrzunehmen. Einen weiteren gezielten Schutz bietet die Impfung gegen Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV), bekannt als Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs.

Links zu Krebs

Deutsche Krebshilfe e.V.
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 0228 - 729 90-0
Telefax: 0228 - 729 90-11
E-Mail: deutsche@krebshilfe.de
http://www.krebshilfe.de
http://www.krebshilfe.de/ueber-krebs.html

Krebs-Kompass - Forum für Krebspatienten
Autor: Hofmann, Julia27.07.2014

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