Fieber

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Wissen zu Fieber

Fieber ist eine Erhöhung der normalen Körpertemperatur, das durch verschiedene krankhafte Ursachen ausgelöst werden kann. Dabei gilt Fieber nicht als eigenständiges Krankheitsbild, sondern als Symptom (Zeichen oder Merkmal) für eine Erkrankung. Fieber ist als Reaktion des Körpers auf äußere (zum Beispiel eine Infektion) und innere Ursachen (beispielsweise Tumoren) zu verstehen. Es werden körpereigene Stoffe gebildet, die die Immunabwehr unterstützen sollen. Die normale Körpertemperatur kann individuell schwanken. Dabei können äußere, nicht krankheitsbedingte Einflussfaktoren zu Veränderungen der Körpertemperatur beitragen. Dazu gehören Stress, Sport, Ernährung, Koffein und auch hormonelle Veränderungen während des weiblichen Zyklus (Erhöhung der Körperkerntemperatur um etwa 0,5 °C während des Eisprungs).
Die genaueste Temperaturmessung erfolgt rektal (Darmausgang). Es ist davon auszugehen, dass die Körpertemperatur in den frühen Morgenstunden in etwa 36,5 °C rektal und 36,0 °C oral beträgt und am Nachmittag ihren Höhepunkt erreicht.
Die Temperaturregulation erfolgt im Hypothalamus, einer Schaltstation im Zwischenhirn. Dort ist ein Temperaturbereich eingestellt, der gehalten werden muss. Fieber bedeutet, dass sich der Richtwert aus irgendeinem Grund geändert hat und somit die Körpertemperatur ansteigt.

Schweregradeinteilung (nach rektal gemessenen Werte):
  • Erhöhte Temperatur unter 38 °C
  • Mäßiges Fieber bis 39 °C
  • Hohes Fieber ab 39 °C

Ursachen

  • Operationen
  • Medikamente
  • Infektionen durch Viren, Bakterien oder Parasiten
  • erhöhte Stoffwechselaktivität
  • Hitzschlag
  • extremer Flüssigkeitsverlust (Exsikkose)
  • bösartige Tumoren
  • entzündliche Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes und der Gefäße
Fieberauslösende Substanzen oder Zellbestandteile werden Pyrogene genannt. In einigen Fällen lässt sich keine Ursache für das Fieber feststellen (Fieber unklarer Genese).

Diagnose zu Fieber

Die Körpertemperatur wird rektal und axillär (unter der Achsel) gemessen, eine genaue Krankengeschichte erhoben und eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Die weitere Diagnostik zielt darauf ab, die genaue Ursache für das Fieber zu finden und zu behandeln. So kann auch das Fieber am effektivsten bekämpft werden, falls nötig.

Weitere Diagnostik:
  • Blutuntersuchung und gegebenenfalls Abstriche sowie Stuhl- oder Urinuntersuchungen, um einen Erreger zu finden
  • Röntgenaufnahme der Lunge
  • Ultraschall von Bauch, Herz, Schilddrüsen und Nieren
  • Gegebenenfalls Magen-Darm-Spiegelung
  • Gynäkologische, zahnärztliche, urologische und HNO-ärztliche Untersuchungen, falls eine Infektion nicht ausgeschlossen werden kann

Symptome

Durch das Fieber selbst und auch durch die Fieberursache entwickeln sich verschiedene Symptome:
  • Müdigkeit, Schwächegefühl, Krankheitsgefühl
  • Glieder- und Gelenkschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Schüttelfrost im Fieberanstieg
  • (starkes) Schwitzen mit Flüssigkeitsverlust, wenn das Fieber sinkt
  • gerötete, warme Haut
  • trockene Lippen und Mundschleimhaut
  • erhöhter Herzschlag (Tachykardie)
  • schnelle, flache Atmung

Behandlung zu Fieber

Fieber kann medikamentös gesenkt werden, falls es sehr hoch ist. Zwar ist es im Prinzip eine Unterstützung des Immunsystems, kann aber ab einer bestimmten Temperatur schädlich sein – zudem kann es zu Bewusstseinsveränderungen, Austrocknung des Körpers und Herz-Kreislauf-Belastung kommen. Zur Fiebersenkung ist beispielsweise Paracetamol sehr gut geeignet. Zusätzlich können Flüssigkeits- und Elektrolytinfusionen verabreicht werden. Sehr wichtig ist es jedoch, die Fieberursache zu finden und gezielt zu behandeln.

Prognose

Trotz der Belastung des (hohen) Fiebers für den Körper entstehen in der Regel keine Folgeschäden, wobei das auch von der Fieberursache abhängt. Durch schnelles Eingreifen sollen Komplikationen wie die Entwicklung einer Sepsis (Blutvergiftung) bei einer Infektion vermieden werden. Bei Kindern ist besonders daran zu denken, dass sie Fieberkrämpfe entwickeln können.

Selbsthilfe zu Fieber

Bei Fieber ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und körperliche Schonung zu achten. Kalte Umschläge, Wadenwickel und Essig-Fußwickel können das Fieber ein wenig senken und Linderung bringen.
Bei länger andauerndem Fieber (mehrere Tage), bei Fieber nach Tropenaufenthalten und auch besonders bei Fieber über 39 °C sollte unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Links zu Fieber

Fieber.de
International Services Company
12, Route de Longwy
L - 8080 Bertrange
Luxemburg
http://fieber.de/fieber/
Autor: Krack, Vanessa01.06.2016

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