Laufgeschwindigkeit bestimmt Kalorienverbrauch

Regelmäßiges Gehen beeinflusst den Stoffwechsel und Kalorienverbrauch positiv. Besonders wirksam ist es, wenn man die Geschwindigkeit und damit die Belastung variiert, so US-Forscher der Ohio State University. Bis zu 20 Prozent mehr Kalorien lassen sich damit verbrauchen. Ob die Ergebnisse auch auf sportliche Aktivitäten wie Walking oder Jogging übertragbar sind, lässt sich nur vermuten.

 

 

Stop and Go beim Gehen verbraucht Energie

 

Die Wissenschaftler untersuchten, wie die Gehgeschwindigkeit beim normalen Laufen und Fortbewegen zu Fuß den Energieverbrauch beeinflusst. Sie vermuten nun, dass die Menge der beim Gehen verbrauchten Kalorien bislang fast immer unterschätzt wurde, denn jede Veränderung der Gehgeschwindigkeit lässt offenbar den Energieverbrauch ansteigen.

 

Den Forschern zufolge gehen acht Prozent der täglich verbrauchten Kalorien beim Menschen allein auf das Konto des Stehenbleibens und Wiederloslaufens. Sie vergleichen das Erhöhen der Geschwindigkeit beim Gehen mit dem Tritt auf das Gaspedal beim Auto. Um eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen ist mehr Energie nötig, in diesem Fall Benzin.  Bekannt ist Autofahrern auch, dass der Spritverbrauch bei unregelmäßigen Fahrmanövern sehr hoch ist.

 

 

Empfehlung: Gehbedingungen und -geschwindigkeit variieren!

 

Für ihre Untersuchung machten Freiwillige Tests auf Laufbändern und variierten ihre Gehgeschwindigkeit. Zugleich wurde der Energieverbrauch gemessen. Dieser war bei variierenden Geschwindigkeiten höher als bei gleichbleibender Gehgeschwindigkeit. Der Unterschied des Energieverbrauchs betrug bis zu 20 Prozent.

 

Die Empfehlung der Forscher: Wer geht, sollte die Gehbedingungen und Gehgeschwindigkeiten wechseln. Zum Beispiel kann ein Rucksack getragen werden, der die Belastung erhöht. Gewichte an den Beinen sind ebenfalls geeignet. Wer länger geht, soll zwischenzeitlich immer mal wieder anhalten und erneut loslaufen. Auch das Gehen von Kurven auf gerader Strecke hilft, den Energieverbrauch zu optimieren.

Die Studie erschien im Journal "Biological Letters".

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.10.15Zum AnfangZurück

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