Dialyse (Blutwäsche)

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Methode zu Dialyse (Blutwäsche)

Dialyse bedeutet übersetzt „Auflösung“ und ist ein Verfahren zur Blutreinigung, wenn die Nieren des Menschen nicht mehr ausreichend funktionieren (akutes oder chronisches Nierenversagen). Die Aufgabe der Niere ist es, Abfallstoffe aus dem Blut zu filtern und über den Urin auszuscheiden. In dieser Funktion hat sie auch Einfluss auf den Blutdruck und die Mineralstoffkonzentration des Körpers. Nieren-Hormone sind zusätzlich für die Blut- und Knochenbildung notwendig. Sind die Nieren schwer beeinträchtigt und ermöglichen keine oder nur eine sehr eingeschränkte Blutreinigung, müssen künstliche Prozesse dies übernehmen. Ist die Nierenfunktionsstörung von Dauer, ist oftmals eine Nierentransplantation die bessere Lösung. In Deutschland gehen jedes Jahr einige Zehntausend Betroffene zur Dialyse.

Was ist vorab zu beachten?

Mögliche Anzeichen von Nierenproblemen sind:
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen und erhöhter Blutdruck
  • Wassereinlagerungen im Körper, wie geschwollene Augenlider und Beine.
Zur eigenen Sicherheit empfiehlt es sich, zunächst einen Teststreifen aus der Apotheke zu besorgen, der anzeigt, ob im Urin bestimmte Stoffe verstärkt auftreten. Bei erhöhten Werten sollte sofort eine ärztliche Abklärung vorgenommen werden. Auch als Folge von Infekten können Nierenentzündungen auftreten. Auch hier kann der Teststreifen Klarheit verschaffen.

Wie läuft die Dialyse ab?

Der Dialyse-Prozess ist ein Stoffaustausch über eine Membran, die am Blutplasma anliegt und auf deren anderer Seite sich eine Dialyselösung befindet.

Zwei verschiedene Dialysetechniken kommen zum Einsatz:

1. Die Blutwäsche der Hämodialyse
Das Blut wird außerhalb des Körpers über eine Maschine (Dialysator) gereinigt. In der Regel kann das Blut über den Unterarm per Schlauch aus dem Körper heraus befördert werden. Dem Blut werden dann Harnstoffe entnommen und die Blutsalze (Elektrolyte) ins Gleichgewicht gebracht. Danach kommt das Blut zurück in den Körper. Hämodialysen werden oft in spezialisierten Dialysezentren durchgeführt und dauern etwa vier bis fünf Stunden. Betroffene können in einem Training lernen, die Hämodialyse zuhause durchzuführen.

2. Die Peritonealdialyse (auch Bauchfelldialyse)
Das Bauchfell (Peritoneum) dient als Filter und reinigt die Giftstoffe aus dem Blut. In der Bauchwand befindet sich ein festsitzender Katheter. Die Dialyseflüssigkeit wird aus einem Beutel in die Bauchhöhle eingeschleust. Die Blutwäsche beginnt und die mit Giftstoffen versetzte Dialyseflüssigkeit fließt anschließend wieder durch den Katheter ab. Dieses Verfahren kommt ohne Maschinen aus und muss normalerweise nur einmal pro Monat medizinisch kontrolliert werden, erfordert aber viel Eigenverantwortung. Es gibt veränderte Verfahren, bei denen der Flüssigkeitsaustausch über Nacht durch eine Maschine ausgeführt wird, was für Berufstätige eine große Erleichterung bedeuten kann.

Was ist im Anschluss an die Dialyse zu beachten?

Um die Giftstoffansammlungen zwischen den Hämodialysen möglichst gering zu halten, muss eine Diät eingehalten werden.

Alternativen zu Dialyse (Blutwäsche)

Als derzeit einzig-mögliche Alternative zur Dialyse bleibt nur die Nierentransplantation.

Kosten zu Dialyse (Blutwäsche)

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Dialysebehandlungen zum überwiegenden Anteil. Seit Januar 2004 gibt es aber keine generelle Zuzahlungsbefreiung mehr für Arznei- und Heilmittel.

Es gelten folgende Belastungsgrenzen

  • Die Selbstbeteiligung der Versicherten ist auf zwei Prozent des Bruttoeinkommens pro Jahr beschränkt.
  • Für schwerwiegend chronisch Kranke ist die Zuzahlung auf ein Prozent des Bruttoeinkommens pro Jahr beschränkt.
Die schwerwiegende chronische Erkrankung muss durch ein ärztliches Attest nachgewiesen sein.

Daten/Fakten zu Dialyse (Blutwäsche)

Regeln für Hämodialysepatienten in Bezug auf die einzuhaltende Diät
  • Es sollten Tabletten eingenommen werden, die Phosphate binden
  • Höchstens einen Liter Flüssigkeit pro Tag trinken!
  • Kalium vermeiden, das vor allem in bestimmten Obstsorten, Obstsäften, Wein, Schokolade und Nüssen enthalten ist
  • Vitamine, die in der Dialyse zum Teil verloren gehen, sollten ersetzt werden
  • Vitamin D für die Knochenbildung zuführen, sofern dies der Kalziumspiegel des Blutes erlaubt
  • Kalorien- und Eiweißreich essen!

Links zu Dialyse (Blutwäsche)

Dialyseportal
Das unabhängige Diabetes Portal über Dialysebehandlung
Autor: Koll, Livia13.10.2015

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