Krafttraining für ein langes Leben

Sport, der der Muskelstärkung dient, könnte für den Erhalt der Gesundheit genauso wichtig sein wie regelmäßiges aerobes Bewegungstraining. Eine Studie zeigt, dass Krafttraining die Sterblichkeit senkt.


Was ist besser: aerobes Training oder Krafttraining?

Krafttraining ist für viele Menschen weniger attraktiv als einem anderen Sport wie Laufen, Schwimmen oder Fahrradfahren nachzugehen. Das Heben von Gewichten, Liegestützen oder Kniebeugen sind oft intensiv und anstrengend. Aerobes Bewegungstraining hat einen großen gesundheitlichen Nutzen, belegen Studien. Es kommt nicht nur der Herzkreislauffitness zugute, es hilft auch, kognitiv auf der Höhe zu bleiben. 

Auch der mögliche Nutzen des Krafttrainings ist für Wissenschaftler zunehmend von Interesse. Forscher der University of Sydney wollten wissen, ob diese Art der Bewegung genauso zum Wohlbefinden beiträgt und wirksam die Gesundheit stärken kann wie Laufen oder Radfahren. Ergebnisse der Studie wurden im "American Journal of Epidemiology" veröffentlicht.

Zugrunde liegt eine Datenanalyse von über 80.000 Erwachsenen, die mindestens 30 Jahre alt waren. Sie hatten an der britischen oder schottischen "Health Survey" teilgenommen. Daten zur Sterblichkeit lieferte das zentrale Mortalitätsregister des National Health Service. 


Muskelkräftigung mit Übungen zuhause

Den Ergebnissen zufolge kann Krafttraining einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten und das allgemeine Todesrisiko um 23 Prozent senken. Das Risiko von mit Krebserkrankungen verbundenen Todesfällen ließ sich um 31 Prozent senken.

Die muskuläre Stärkung durch Krafttraining sei genauso wichtig wie aerobes Bewegungstraining, schließen die Wissenschaftler aus den Ergebnissen. Ob der gefundene Zusammenhang zwischen Krafttraining und verminderter Sterblichkeit ursächlich ist, kann die Studie nicht belegen. Die Forscher glauben jedoch, dass sie ausreichen, um Krafttraining empfehlen zu können.

Um die Muskulatur zu kräftigen, sei nicht der Besuch eines Fitnessstudios nötig, so die Forscher. Jeder könne Übungen wie Trizeps-Beugung, Sit-ups, Liegestützen oder Ausfallschritte im heimischen Umfeld trainieren.

Quelle: Dr. Julia Hofmann10.11.17Zum AnfangZurück

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