Ausdauersport? Fastfood statt Sportnahrung

Während des Ausdauersports verwertet der Körper in den Muskeln gespeicherten Zucker. Dieser sollte nach dem Sport wieder aufgefüllt werden. Dafür geeignet sind nicht nur Ernährungsprodukte der Sportindustrie - Fastfood kann den gleichen Erfolg haben. Jeder sollte aber grundsätzlich darauf achten, nicht zu häufig und zu viel Fastfood zu sich zu nehmen.

 

 

Zucker in Muskeln liefert Energie

 

Glykogen ist ein Mehrfachzucker, der in den Muskeln gespeichert wird, um bei Belastung die nötige Energie bereitzustellen. Nach dem Sport ist deshalb das Auffüllen des Glykogenspeichers durch das Essen einer kohlenhydratreichen Mahlzeit empfehlenswert.

 

Deshalb nehmen viele Sportler gezielt Produkte oft in Form von Getränken zu sich, die die Sportindustrie entwickelt hat. Sie möchten damit ihren Zuckerspeicher in den Muskeln wieder auffüllen und ihren Trainingserfolg steigern. Aber gibt es Unterschiede zwischen Fastfood nach dem Training oder traditionellen Sportsupplementen, die zum Teil teuer an den Mann gebracht werden?

 

US-Forscher untersuchten die Glykogenerholung nach dem Sport und die sportliche Leistungsfähigkeit an Radfahrsportlern. Nach einer 90-minütigen Fahrradfahrt und zwei Stunden später erhielten sie Kohlenhydrate in Form von Sportsupplementen oder Fastfood, darunter Hamburger, Pommes Frites oder Hash Browns (ähnlich Kartoffelpuffern).

 

 

Fastfood in Maßen für die nötige Zuckerzufuhr

 

Nach einer vierstündigen Erholungsphase absolvierten die Untersuchungsteilnehmer eine Radtour von 20 Kilometern. Muskelgewebe- und Blutproben zwischen den beiden sportlichen Aktivitäten zeigten hinsichtlich der Blutzuckerwerte und der Insulinantwort keine Unterschiede. Insulin ist eine Hormon, dass für die Aufnahme von Zucker in Körpergewebe wie Muskeln wichtig ist.

 

Das Essen von Fastfood erfüllt demnach den gleichen Zweck wie Sportnahrung - vorausgesetzt, Fastfood wird nicht im Übermaß konsumiert, schreiben die Wissenschaftler im "International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism". 

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.04.15Zum AnfangZurück

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