Pilates

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Methode zu Pilates

Die Pilates-Methode bezeichnet ein Körpertraining mit System. Dabei geht es grundlegend um eine korrekte und gesunde Körperhaltung. Trainiert werden speziell die tief liegenden, oft schwächeren Muskelgruppierungen, überwiegend von Rücken- und Bauchmuskulatur. Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung sind Teil des Pilates-Trainings.
Es gibt ungefähr 500 Pilates-Übungen. Sie bewegen sich zwischen Dehnung und Kräftigung der Muskulatur sanft hin und her, ohne zu belasten. Das Training findet entweder auf der Matte oder an speziell dazu entwickelten Geräten statt. Die Bewegungen sind in der Regel fließend und langsamen Tempos, sodass die Muskeln und Gelenke geschont werden.

Was ist beim Üben zu beachten?

Um schwerwiegende Bewegungs- und Haltungsfehler zu vermeiden, ist eine fachgerechte Einweisung unbedingt erforderlich. Die Verletzungsgefahr ist bei Pilates dennoch grundsätzlich sehr niedrig.
„Pilates“ ist keine rechtlich geschützte Bezeichnung. Es gibt daher auch sehr viele unterschiedliche Pilatestrainer. Wer auf "Nummer Sicher" gehen möchte, kann beim Pilates Verband e. V. Erkundigungen über empfehlenswerte Trainer einholen. Die Verbands-Mitglieder sind zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung verpflichtet.

Pilates zu Hause
Pilates kann bei richtigem Erlernen ein gutes Ausgleichstraining für Zuhause sein. Gebraucht wird dafür: eine Matte oder einfache Decke als Unterlage, bequeme Kleidung und ein individuell abgestimmtes Übungsprogramm.

Was erreicht das Pilates-Training?

  • Eine Verbesserung der Körperhaltung
  • Die Stärkung der Muskulatur
  • Die Verbesserung der allgemeinen Kondition  
  • Die Anregung des Kreislaufes
  • Bessere Koordination von Bewegungsabläufen
  • Eine verbesserte Körperwahrnehmung
  • Den wirkungsvollen Einsatz der Pilates-Übungen im Alltag wie: größer wirken, aufrechter und gelassener dastehen.

Pilates - Grundlagen

  • Das Trainieren des sogenannten „Powerhouses“, ist der wichtigste Baustein des Pilates-Trainings. Die gesamte Stützmuskulatur der Körpermitte und des Beckenbodens ist damit gemeint. Diese und auch die tiefe Rumpfmuskulatur werden dabei besonders stark angesprochen. Als Nebenwirkung der Aktivierung des Powerhouses wird oft beobachtet, dass Taille und Hüfte schlanker werden
  • Ein weiterer Baustein ist die Schulung des Atems. Pilates soll eine Art gut gelungene Mischung aus Physiotherapie, Yoga (Anteil am Atemaspekt), Ballett, Gymnastik und Tai Chi ergeben, auf der Grundlage der Sportmedizin
  • Die Pilates-Kleingeräte sind Bänder (Pilates-Vitalband, Pilates Vitality Trainer, Coreband) und Bälle (Igelball, Sitzball, Tennisball, Balanceball), außerdem Koordinationswippen und Balancerollen
  • Die klassischen Groß-Geräte wie "Reformer" und "Cadillac" ermöglichen eine gute Unterstützung bei der Ausführung der Übungen, sollen aber erst nach dem Erreichen einer gewissen Haltungsstabilität angegangen werden.

Alternativen zu Pilates

Ähnlich in ihrer Auswirkung auf Fitness, Wohlbefinden und Körperschulung sind Yoga und Tai Chi, Gymnastik und Tanz. Bei Tai Chi und Tanz steht die Körperschulung ganz weit vorn, allerdings werden weniger gezielt die Muskeln trainiert. Beim Yoga und in der Gymnastik findet ein starkes Muskeltraining statt. Der energetische Aspekt, der mit dem Atem und dem Gewahrseins-Training in Verbindung zu bringen ist, steht in der Gymnastik allerdings nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Kosten zu Pilates

Ein Pilates-Training innerhalb einer Gruppe muss mit etwa 7.- € bis 14.- € pro Stunde bezahlt werden. Die Einzelstunde ist entsprechend teuerer und kostet ab etwa 30.- €. Der Preis hängt neben anderen Faktoren auch davon ab, ob es sich um ein Fitness-, Pilates- oder Tanzstudio handelt.  

Die Kostenübernahme durch Gesetzliche Krankenkassen ist unter einigen Bedingungen häufig gewährleistet. Dazu gehören:
  • Die Pilates-Anbieter müssen von der Krankenkasse anerkannt sein
  • Es ist eine schriftliche Teilnahmebestätigung vorzulegen.
Präventionskurse werden häufig mit bis zu 80 Prozent erstattet. Einige Gesetzliche Kassen bieten auch selbst schon Pilates-Kurse an, an denen oft sogar kostenlos teilgenommen werden kann.  

Daten/Fakten zu Pilates

Hintergründe

Erfunden wurde das Pilates-Training von Joseph Hubert Pilates. Er bezeichnete seine Methode damals "Contrology", davon ausgehend, dass bei diesem Training die Muskeln mithilfe des Geistes gesteuert werden sollen. Er selbst war viel krank, hatte Asthma, rheumatisches Fieber und Rachitis. Er hatte aber einen starken Geist und beschloss, seine Kränklichkeit zu überwinden, indem er sich selbst trainierte. Er tauchte tief in verschiedene Sportrichtungen ein, wie Ski fahren, Bodybuilding, Tauchen, außerdem studierte er Tanzformen und Gymnastik und reiste viel. Seine Originalübungen entwickelte er 1920. Sie bestanden aus 34 Bewegungen. Die Entwicklung dieser Übungen war so nur durch seine umfangreichen Studien oben genannter Sport- und Trainingsprogramme aus Ost und West möglich, die er darin integrierte.  

Links zu Pilates

Deutscher Pilates-Verband
http://www.pilates-verband.de/de/home/
Autor: Koll, Livia03.12.2015

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