Mastoapathie

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Wissen zu Mastopathie (gutartiger Umbau der Brustdrüse) /s.

Die Mastopathie ist eine Erkrankung des Brustustdrüsengewebes. Der Wortteil "Masto-" bedeutet Brust, -"pathie" heißt Krankheit. Bei den Brustveränderungen kommt es zu Umbauprozessen des Brustdrüsengewebes und Beschwerden unterschiedlicher Art und Stärke.
Es handelt sich meist um gutartige Veränderungen wie Zysten oder Gewebeneubildungen (Fibroadenom). Nicht selten sind die beim Abtasten fühlbaren und unterschiedlich schmerzhaften Veränderungen der Brust Anlass zur Sorge.
Betroffen sind etwa 50 Prozent der Frauen im geschlechtsreifen Alter meist in der Alterklasse von 35 bis 50 Jahren.
Viele Frauen haben möglicherweise nur in der Zeit vor der Monatsblutung leichte Beschwerden, die mit Eintreten der Blutung wieder verschwinden. Nach den Wechseljahren verschwinden die Beschwerden fast immer.

Schweregrade der Mastopathie:
Die Masthopathie lässt sich die drei Schwergrade einteilen:
  • Schwergrad I: Das Bindegewebe vermehrt sich, Milchgänge erweitern sich und das Läppchensystem unterliegt Umbauprozessen. Zysten können entstehen.
  • Schwergrad II: Milchgangsgewebe wuchert in unterschiedlicher Art. Die wuchernden Zellen sind jedoch gutartig. Es können Zellen des Läppchensystems wuchern und zu tastbaren Knoten führen.
  • Schwergrad III: Gewucherte Zellen sind atypisch verändert und teilen sich häufig. Sie sind gutartig, besitzen aber das Potenzial zur Entartung.

Ursachen

Eine Fehlsteuerung der weiblichen Geschlechtshormone ist wahrscheinlich die Ursache der Mastopathie. Gestagene und Östrogene befinden sich in einem Ungleichgewicht.
Auch ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann eine Rolle spielen. Frauen, die mehrere Kinder bekommen und gestillt haben, erkranken seltener.

Diagnose zu Mastopathie (gutartiger Umbau der Brustdrüse) /s.

Besonders um Krebsvorstufen auszuschließen, müssen manche Veränderungen näher untersucht werden. Folgende Maßnahmen helfen, Unregelmäßigkeiten näher zu bestimmen:
  • Eine Tastuntersuchung der Brust kann erste Hinweise ergeben
  • Eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) lässt zystische Veränderungen erkennen
  • Die Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie) als Maßnahme zur Krebfrüherkennung
  • Zysten werden möglicherweise mit einer Punktion untersucht
  • Eine Gewebeentnahme (Biopsie) und anschließende feingewebliche Untersuchung von Knoten kann nötig sein, um das Gewebe zu bestimmen
  • Tritt aus den Milchgängen Flüssigkeit, lässt sich diese im Labor genau bestimmen. Eine Röntgenuntersuchung der Milchgänge (Galaktografie) kann die Milchgänge sichtbar machen.

Symptome

Es sind vielfältige Beschwerden möglich. Weder Art noch Stärke der Beschwerden lassen eine Aussage über den Schweregrad der Mastopathie oder gar über eine eventuelle Gut- oder Bösartigkeit von Veränderungen zu. Meist etwa eine Woche vor der Menstruation kommt es zu Brustbeschwerden oder bereits vorher bestehende Beschwerden nehmen zu:
  • Anschwellen der Brust
  • Knotige Verhärtungen
  • Schmerzen
  • Druckempfindlichkeit
  • Sekretion aus der Brustwarze (selten).

Behandlung zu Mastopathie (gutartiger Umbau der Brustdrüse) /s.

Eine Besserung der Symptome ist oft möglich, eine Heilung gibt es aber nicht. In leichten Fällen ist keine Behandlung nötig. Bei höherem Leidensdruck kann eine Hormonbehandlung mit der Verabreichung von Gestagenen Linderung bringen. Knoten und Zysten lassen sich chirurgisch entfernen. Die Entfernung größerer Teile der Brust ist sehr selten nötig.

Prognose

Die Erkrankung ist zunächst einmal gutartig und das Entartungsrisiko gering. Betroffene Frauen sollen ihre Brust regelmäßig untersuchen lassen. Zu empfehlen ist eine einmal jährliche Ultraschalluntersuchung (Sonografie) der Brust.
Bei Grad II und Grad III -Veränderungen sollte zudem regelmäßig eine Mammografie durchgeführt werden.

Selbsthilfe zu Mastopathie (gutartiger Umbau der Brustdrüse) /s.

Maßnahmen, die Beschwerden bessern können:
  • Hormonfreie pflanzliche Präparate, etwa aus Mönchspfeffer, sind einen Behandlungsversuch wert
  • Kühlende Umschläge
  • Entwässerung etwa mit Tees (z.B. Hibiskus, Salbei)
  • Meiden von Koffein, Teein und Kakao.


Links zu Mastopathie (gutartiger Umbau der Brustdrüse) /s.

Informationen Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Mastopathie

Homöopathie bei Mastopathie
http://www.homoeopathie-homoeopathisch.de/krankheiten/Mastopathie.htm

Die weibliche Brust, Veränderungen der weiblichen Brust
http://dgk.de/gesundheit/frauengesundheit/brustkrebs/die-weibliche-brust.html
Autor: Hofmann, Julia03.08.2014

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