Essen nur bei Hunger hält gesund

Schnell erhältliche und leckere Lebensmittel gibt es überall zu kaufen. Doch wer widersteht und nur isst, wenn er auch Hunger hat, kann sich eher über ein normales Gewicht und eine gute Gesundheit freuen, so Experten.

 

 

 Moderne Gesellschaft: Essen nach Hunger fällt schwer

 

Die breite Verfügbarkeit leckeren Essens macht nicht nur Menschen mit Gewichtsproblemen zu schaffen. Schokoriegel, Chips, Cheeseburger und Co. lassen viele öfter essen als ihnen guttut und die moderne Lebens- und Nahrungsmittelumgebung mit ihren Verlockungen macht es Verbrauchern wirklich schwer. Menschen in modernen Gesellschaften ernähren sich völlig anders und nicht entsprechend ihres Hungergefühles im Vergleich zu Mitgliedern eher traditionell geprägter Gesellschaften.  

 

Eine aktuelle Studie im "Journal of the Association for Consumer Research" verdeutlicht, dass das heutzutage häufige Essen ohne Hungergefühl der Gesundheit weniger zuträglich ist. Im Rahmen der zugrunde liegenden Studie waren 45 Studenten zunächst nach ihrem Hungergefühl gefragt worden, um dann eine Mahlzeit mit vielen Kohlenhydraten zu erhalten.

 

 

Blutzuckerwerte sind bei fehlendem Hunger höher

 

Um festzulegen, wie das Mahl die Gesundheit beeinflusst, wurden die Blutzuckerwerte mehrfach nach dem Essen kontrolliert. Die Blutzuckerwerte steigen nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit an, aber es ist gesünder, wenn dieser Anstieg nicht zu rasant ausfällt. Hohe Blutzuckerspiegel sind mit Zellschäden im Körper verbunden.

 

Es zeigte sich, dass Studienteilnehmer mit moderatem Hunger einen geringeren Anstieg des Blutzuckers aufwiesen als jene, die gar keinen Hunger verspürt hatten. Besser für die Gesundheit ist es also vermutlich, erst zu essen, wenn sich ein mäßiges Hungergefühl eingestellt hat.

 

Quelle: Dr. Julia Hofmann07.01.16Zum AnfangZurück

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