Blutzuckermessung

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Methode zu Blutzuckermessung - Tips

Die Blutzuckermessung ist eine Messung des Zuckers (Glukose) im Vollblut oder Blutplasma. Der Wert liegt im Vollblut normalerweise niedriger als im Plasma, da das Volumen des Vollblutes größer ist:
  • Vollblut: 55 bis 90 mg/dl (3,1 bis 5,0 mmol/l)
  • Blutplasma: 70 bis 100 mg/dl (3,8 bis 5,6 mmol/l)

Wie funktioniert die Blutzuckermessung?

Bei der Blutabnahme aus der Vene werden die Plasmawerte ermittelt. Der Blutzucker lässt sich aber auch zu Hause mithilfe handlicher Messgeräte überprüfen. Diese können je nach Gerät Blutzucker-Vollblutwerte oder auch Plasmawerte anzeigen (Plasmakalibrierung). Meistens wird der Blutzucker im Vollblut gemessen. Was wird dazu benötigt?
  • Blutzuckermessgerät
  • Teststreifen
  • Lanzette
  • Tupfer
  • Blutzuckertagebuch.
Für die Messung wird ein Tropfen Kapillarblut aus der Fingerbeere entnommen und ein Teststreifen benetzt. Nach Einlegen des Teststreifens in das Messgerät zeigt dieses den Blutzuckerwert an.

Wozu dient die Blutzuckermessung?

Die Blutzuckerwerte lassen eine Aussage über den Blutzuckerstoffwechsel zu. Die Überprüfung des Blutzuckerwertes ist bei Erkrankungen wichtig, die mit einem zu niedrigen oder zu hohen Blutzuckerwert einhergehen. Dies ist in erster Linie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Was ist im Vorfeld der Untersuchung zu beachten?

Das Blutdruckmessgerät, Stechhilfe (Lanzette), Teststreifen, Tupfer und Tagebuch zur Dokumentation der ermittelten Werte sollten bereitliegen. Die Hände müssen sauber, trocken und warm sein.

Wie läuft die Blutzuckermessung ab?

  • Blutentnahme: Der Betroffene sticht mit der Lanzette in die Fingerbeere. Sinnvoll ist das Stechen in die seitliche Fingerbeere, da die Fingerkuppe hier weniger empfindlich ist. Bei mehrmals täglichen Messungen ist ein Fingerwechsel wichtig, um nicht nur immer einen Finger zu verletzen.
  • Blut auf Teststreifen auftragen: Anschließend sollte sich auf der Wunde ein kleiner Tropfen Blut bilden, der an den Teststreifen gehalten wird. Der Teststreifen saugt das Blut an. Das Messfeld sollte ganz ausgefüllt sein.
  • Einlegen des Teststreifens in das Messgerät: Nach Einlegen des Teststreifens schalten die meisten Geräte selbsttätig ein und führen die Messung durch.
  • Blutstillung: Sollte die Wunde nachbluten, empfiehlt sich ein leichtes Anpressen eines Tupfers.
  • Eintragen des Messwertes: Der ermittelte Wert wird eventuell mit Angaben zu Medikamenteneinnnahmen, Insulindosis, Broteinheiten oder Kohlenhydrateinheiten notiert.
Schmutz, Wasser und Desinfektionsmittel können die Messergebnisse verfälschen, ebenso wie das Quetschen oder Ausüben von Druck auf die Fingerbeere, um Blut herauszudrücken.

Alternativen zu Blutzuckermessung - Tips

Risiken

Die Blutzuckerselbstmessung ist risikoarm, es können jedoch Nachblutungen entstehen. Bei zu häufigen Verletzungen an einer Stelle kann es zu Narbenbildung entstehen. Infektionen durch Eintritt von Bakterien in die Wunde sind ebenfalls möglich, aber selten.

Alternativen

Die Blutentnahme aus der Vene dient ebenfalls der Blutzuckermessung. Diese ist aber bei mehrmals täglich nötigen Messungen weniger sinnvoll. Auch im Urin lässt sich der Zucker bestimmen. Die Werte sind aber nicht so aufschlussreich.

Kosten zu Blutzuckermessung - Tips

Erachtet der Behandler oder der Betroffene die Anschaffung eines Blutzuckermessgeräts für sinnvoll, sollte in jedem Fall mit der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) im Vorfeld geklärt sein, ob sie die Kosten übernimmt. Insbesondere die Anschaffung der Teststreifen nicht insulinpflichtiger Diabetes-Patienten wird von den Krankenkassen oftmals abgelehnt, sodass diese selbst zu bezahlen sind. Bei insulinpflichtigen Diabeteserkrankungen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für das Messgerät und die Teststreifen. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer Schulung.

Daten/Fakten zu Blutzuckermessung - Tips

Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine Volkskrankheit. In Deutschland sind über fünf Millionen Menschen betroffen. Allerdings ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, sodass mit 40 bis 50 Prozent mehr Betroffenen zu rechnen ist. 90 Prozent leiden an Diabetes Typ 2.

Links zu Blutzuckermessung - Tips

Deutscher Diabetiker Bund e. V.
Goethestr. 27
34119 Kassel
Tel: 0561 - 703 47 70
Fax: 0561 - 703 47 71
E-Mail: info@diabetikerbund.de
http://www.diabetikerbund.de

http://www.diabsite.de

Deutsche Diabetes-Hilfe
http://www.profi.diabetesde.org

Deutsche Diabetes Gesllschaft e. V.
Reinhardtstr. 31
10117 Berlin
Tel: 030 - 311 693 70
Fax: 030 - 311 693 720
E-Mail: info@ddg.info
http://www.ddg.info
Autor: Hofmann, Julia20.01.2016

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