Lebermetastasen

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Wissen zu Lebermetastasen

Metastasen sind Tochtergeschwülste von bösartigen Tumoren an anderen Stellen. Sie enstehen durch die Verbreitung bösartiger Tumorzellen über den Lymph- oder Venenabfluss. Etwa die Hälfte aller Krebstumoren führen zu Metastasenbildung in der Leber. Am häufigsten liegt der Ursprung des Krebses im Darm (Primärtumor). Über das venöse System gelangen Tumozellen in die Leber. Häufig sind bereits Metastasen vorhanden, wenn der Krebs festgestellt wird. In anderen Fällen treten Absiedlungen erst Jahre später auf oder im Falle einer Heilung des Primärtumors auch gar nicht.

Diagnose zu Lebermetastasen

Mit dem Abtasten des Bauches kann der Arzt möglicherweise spüren, dass die Oberfläche der Leber nicht glatt ist. Eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie), Computertomographie (CT) oder Magnetresonanzuntersuchung (MRT) zeigen die Tumorabsiedlung. Eine Gewebeprobe (Biopsie) ist geeignet, die Tumorzellen näher zu bestimmen, insbesondere wenn unklar ist, woher die Zellen stammen beziehungsweise wo der Primärtumor liegt. Im Verdachtsfall sind möglicherweise weitere Untersuchungen wie eine Darmspiegelung notwendig. Darüberhinaus macht sich der Arzt durch eine Blutuntersuchung ein Bild über die Leberfunktion.

Symptome
Frühsymptome bei Lebermetastasen gibt es kaum. Erst in fortgeschrittenen Stadien verursachen Lebermetastasen Beschwerden und Symptome, wobei diese meist nicht eindeutig auf die Krankheit hinweisen. Möglich sind
  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Druckschmerzen im rechten Oberbauch
  • Durchfall

Sind auch die durch die Leber verlaufenden Gallengänge betroffen und verstopft, kann sich eine meist aber nur leichte Gelbsucht (Ikterus) entwickeln. Später entstehen Flüssigkeitsansammlungen im Bauch, eine ausgeprägte Gelbsucht und eine Hirnerkrankung, da die Leber das Blut nicht mehr ausreichend entgiften kann.



Behandlung zu Lebermetastasen

Die Behandlung von Metastasen ist vor allem sinnvoll, wenn der Ursprungstumor behandelt oder beseitigt ist. Entscheidend ist auch, ob es nur eine Absiedlung von Tumorzellen in der Leber gibt oder mehrere und wo die Absiedlungen liegen.
Bei einzeln auftretenden Metastasen oder dem Befall nur eines Teiles der Leber lässt sich der Betrogffene häufig chirurgisch behandeln. Mit verschiedenen Verfahren ist die Entfernung betroffener Leberbereiche möglich. Die restliche Leber erfüllt meist ihre bisherige Funktion ausreichend.
Sind Lebermetastasen diffus in der gesamten Leber verteilt, kann je nach Typ des Ursprungstumors eine medikamentöse Behandlung im Rahmen der Chemotherapie mit krebsbekämpfenden Mitteln (Zytostatika) das Wachstum der Metastasen eindämmen. Auch eine Bestrahlung (Radiotherapie) der Metastasen ist möglich.
Da Metastasen auch Jahre nach einer Krebserkrankung aufreten können, gehört die Untersuchung der Leber häufig zur Nachsorgebehandlung nach der Krebstherapie.

Prognose
Der Verlauf hängt von der Art des Ursprungstumors, dem Grad der Metastasenbildung und dem Gesundheitszustand des einzelnen Patienten ab. Bei einzelnen Metastasen der Leber ist eine Entfernung oft sinnvoll.
Kleinere Anteile der Leber lassen sich relativ risikolos entfernen. Die Entfernung größerer Leberteile kann mit starken Blutungen sowie anschließenden Stoffwechselstörungen verbunden sein.



Selbsthilfe zu Lebermetastasen

Nach einer Krebsbehandlung ist die Nachsorge von großer Bedeutung. Sie dient der
  • möglichst frühen Entdeckung von Rückfällen
  • der Behandlung von Folgeerkrankungen oder -beschwerden nach der Krebsbehandlung
  • Beratung und Untersützung bei Rehabilitation und beruflichen Wiedereingliederung sowie bei familiären und sozialen Problemen
Nachsorgetermine sollten unbedingt in den voegesehenen Zeiträumen wahrgenommen werden.

Links zu Lebermetastasen

Deutsche Leberhilfe e.V.
Luxemburger Str. 150
50937 Köln
Tel: 0221 / 2 82 99-80
Fax: 0221 / 2 82 99-81
E-Mail: info@leberhilfe.org
http://www.leberhilfe.org

Bundesarbeitsgemeinschaft Leber (BAG Leber)
c/o Deutsche Leberhilfe e.V.
Luxemburger Str. 150
50937 Köln
Tel.: 0221 / 2 82 99 80
Fax: 0221 / 2 82 99 81
E-Mail: info@bag-leber.de
http://www.bag-leber.de

Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V.
Karlsbader Ring 28
68782 Brühl
Tel.: 06202 / 70 26 13
Fax: 06202 / 70 26 14
E-Mail: info@lebertransplantation.de
http://www.lebertransplantation.de
Autor: Hofmann, Julia24.01.2012