Bewegung schützt den Geist

Durchblutungsstörungen sind oftmals eine Ursache für geistige Einbußen älterer Menschen. Ein wirksamer Schutz dagegen ist regelmäßige körperliche Aktivität, so das Ergebnis einer Studie.


Verkalkte Gefäße im Gehirn können zu Schlaganfall und Demenz führen

Gefäßbedingte kognitive Beeinträchtigungen stellen nach der Alzheimerdemenz den zweithäufigsten Grund für die Entwicklung einer Demenz dar. Menschen mit dieser Krankheit bauen geistig ab, zeigen Einbußen in den Bereichen Gedächtnis, Denken, Problemlösung und Sprache.

Ursache des geistigen Abbaus ist eine verminderte Durchblutung und der dadurch bedingte Untergang von Zellen des Gehirns. Meist sind kleine Blutgefäße in der Tiefe des Gehirns verengt oder blockiert. Möglich sind viele kleinere Schlaganfälle oder aber auch ein größerer Schlaganfall. Oftmals bestehen Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck, die Blutgefäße schädigen. Der Lebensstil mit Übergewicht oder Rauchen tragen zu der Entwicklung bei.

Zwar gibt es keine ursächliche Behandlung der Erkrankung, doch lässt sich der Verlauf beeinflussen. Mit Veränderungen des Lebensstils, Gewichtsabnahme und gesunder Ernährung, Rauchverzicht und regelmäßiger Bewegung ist einiges zu erreichen, auch wenn die Gefäße im Gehirn bereits angegriffen sind, so kanadische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Neurology".


Regelmäßige Bewegung verbessert Herz, Kreislauf und Hirnleistung

Dies konnten sie an 70 Studienteilnehmern im Alter von 74 Jahren belegen. Alle hatten Durchblutungsstörungen im Bereich der Hirngefäße. Die Hälfte der Teilnehmer hatte dreimal pro Woche an einem einstündigen Bewegungsprogramm teilgenommen, die andere Hälfte erhielt monatlich Informationen zu ihrer Erkrankung und gesunder Ernährung. 

Studienteilnehmer der Bewegungsgruppe profitierten gleich mehrfach: Ihr Blutdruck nahm ab, ihre Herzkreislauf-Fitness nahm zu und auch die Denkfähigkeit verbesserte sich leicht. Weitere Studien sollten helfen zu klären, ob und welche Teilbereiche der geistigen Leistung sich positiv beeinflussen lassen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.11.16Zum AnfangZurück

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