Schon zwei Süßgetränke pro Woche sind ungesund

Süßgetränke wie Limonaden gelten als ungesund. Doch wie viel davon ist erlaubt? Wissenschaftler fanden heraus, dass nur zwei Süßgetränke pro Woche das Diabetsrisiko erhöhen.


Auch Süßgetränke ohne Zucker könnten schaden

Herz- und Stoffwechselstörungen fordern nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weltweit jährlich 19 Millionen Todesopfer. Namentlich handelt es bei den Krankheiten vor allem um Herzgefäßkrankheiten wie die koronare Herzkrankheit (KHK) und Herzinfarkt und die Zuckerstoffwechselstörung Diabetes mellitus Typ II. 

Bei diesen Krankheiten spielen verschiedene Risikofaktoren wie Übergewicht, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel eine Rolle. Verschiedene Studien zeigen, dass Süßgetränke das Risiko für Herz- und Stoffwechselstörungen erhöhen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie ergab, dass der Konsum von zwei Süßgetränken am Tag die Entwicklung von Diabetes 2,4mal wahrscheinlicher macht. Dabei war es unerheblich, ob die Getränke Zucker enthielten oder nicht. Die Befunde von Studien werden allerdings oftmals kontrovers diskutiert.

Wissenschaftler der Stellenbosch Universität in Südafrika analysierten jetzt 36 verschiedene Arten von Studien zum Thema. Alle Studien waren im vergangenen Jahrzehnt gemacht worden. Vor allem wurden die Daten von Personen analysiert, die mehr als fünf Süßgetränke pro Woche zu sich nahmen.


Süßgetränke fördern Entwicklung des metabolischen Syndroms

Wenn auch einige der untersuchten Studien zu widersprüchlichen Ergebnissen kamen, zeigt ein großer Teil einen klaren Zusammenhang zwischen Süßgetränkekonsum und dem Auftreten von Herz- und Stoffwechselstörungen. Es zeigte sich eine starke Korrelation zwischen dem Konsum süßer Getränke und dem metabolischen Syndrom. Das metabolische Syndrom beschreibt verschiedene Störungen des Stoffwechsels wie Übergewicht beziehungsweise erhöhter Bauchumfang, Fettstoffwechselstörung mit erhöhten Triglycerid- und Cholesterinwerten, Zuckerstoffwechselstörung mit erhöhten Blutzuckerwerten und Bluthochdruck.

Die meisten epidemiologischen Studien zeigten, dass der häufige Konsum von Süßgetränken mit einem erhöhten Risiko für das metabolische Syndrom einhergeht, so die Wissenschaftler. Bereits ein Süßgetränk am Tag steigert den Studienergebnissen zufolge das Risiko für Bluthochdruck und zwei Süßgetränke pro Woche erhöhen das Diabetesrisiko.

Ergebnisse der Studie erschienen im "Journal of the Endocrine Society".

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.11.17Zum AnfangZurück

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