Rotes Fleisch kann Nieren gefährden

Wer viel rotes Fleisch verzehrt, könnte langfristig Probleme mit den Nieren bekommen. Forscher empfehlen, den Konsum der Nieren zuliebe einzuschränken. Allerdings steht ein hoher Fleischkonsum auch mit anderen Krankheiten in Verbindung. Pflanzliche Produkte enthalten möglicherweise Eiweiße, die besser für die Nieren sind.


Zu viel Fleisch ist nicht gesund

Rind, Lamm, Schwein – Fleisch wird als Bestandteil einer gesunden Ernährung angesehen. Aber es kann auch zu viel des Guten sein. Denn das Eiweiß aus rotem Fleisch kann langfristig die Nierenfunktion beeinträchtigen. Der Schaden an den Nieren kann in eine Niereninsuffizienz beziehungsweise in ein Versagen des Organs münden.

Nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte der Konsum von 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche nicht überschritten werden. Ein hoher Fleischkonsum steht mit Krebserkrankungen einschließlich Magenkrebs in Verbindung. Studien zeigten auch, dass mit der Menge des Verzehrs das Herzkreislaufrisiko zunimmt. Forscher aus Singapur warnen jetzt, dass auch die Nieren leiden.


Mehr Proteine aus Pflanzenquellen

Daten der "Singapore Chinese Health Study" mit mehr als 63.000 Teilnehmern zeigten über einen mehr als 15 Jahre andauernden Beobachtungsprozess, das die 25 Prozent der Teilnehmer mit dem höchsten Fleischkonsum ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko aufwiesen, dass ihre Nieren versagten.

Demnach ist zu empfehlen, mehr pflanzliche Eiweißstoffe zu sich zu nehmen. Menschen mit chronischer Nierenerkrankung sollten ihre Proteinaufnahme beschränken, damit die Funktionsstörung nicht weiter voranschreitet. Im Endstadium einer chronischen Nierenerkrankung steht möglicherweise das Nierenversagen, sodass eine Blutwäsche (Dialyse) oder Organtransplantation erforderlich wird.

Chronische Erkrankungen der Nieren kommen immer häufiger vor. Welche Rolle verschiedene Arten von Einweißen in der Nahrung spielen, ist aber bislang nicht ausreichend untersucht worden.

Ergebnisse der Untersuchung veröffentlichte das "Journal of the American Society of Nephrology". 

Quelle: Dr. Julia Hofmann28.07.16Zum AnfangZurück

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