Ernährung: Fett stört innere Uhr von Zellen

Die innere Uhr des Körpers und seiner Zellen wird von der Ernährung beeinflusst. Ungesunde gesättigte Fette stören diese innere Uhr, fanden Forscher jetzt heraus. Mögliche Folge sind Entzündungsprozesse, die für Übergewicht und verschiedene Erkrankungen wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) anfällig machen. 


Ungesättigte Fettsäuren können Entzündungsprozesse unterhalten

Die Zellen im Körper haben ihre eigene innere Uhr, die wichtige zelluläre Prozesse regulieren, um fehlerfreie Funktionen des Körpers aufrecht zu erhalten. Sie helfen auch entzündliche Prozesse zu kontrollieren. Entzündungen sind zunächst eine physiologische Körperreaktion, um sich vor Schäden, etwa durch Verletzungen oder das Eindringen von Krankheitserregern, zu schützen.

Es ist jedoch bekannt, dass eine ungesunde Ernährung mit einem zu hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren zu leichten, aber chronischen Entzündungsreaktionen führt, die mit Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder auch rheumatoider Arthritis in Zusammenhang stehen. Was aber genau macht eigentlich gesättigte Fette so ungesund? Dieser Frage gingen US-Wissenschaftler jetzt auf den Grund. Ergebnisse ihrer Studie wurden im Magazin "EBIOMedicine" veröffentlicht.

Bereits im Vorfeld hatten die Wissenschaftler herausgefunden, dass der Konsum exzessiver Mengen an gesättigten Fettsäuren die innere Uhr von Immunzellen verlangsamt, sodass sie die Fähigkeit verlieren, zur rechten Zeit zu funktionieren. In der aktuellen Studie verglichen sie die Auswirkungen von Palmfett, ein eher ungesundes, gesättigtes Fett, mit denen eines gesunden Fettes, einem mehrfach ungesättigten Omega-3-Fett.


Forscher testen Palmfett versus Omega-3-Fett

Sie fanden heraus, dass Palmfett zu einer Art "Jetlag" in Körperzellen führt, sodass sich einige der Zellen in anderen Zeitzonen befinden. Folge ist ein Durcheinander im Körper, denn verschiedene Zellen haben unterschiedlich gehende innere Uhren. Die Unterbrechung der inneren Uhr verschiedener Zellen führt zu Stoffwechselproblemen und in der Folge möglicherweise zu verschiedenen Erkrankungen.

Die Forscher empfehlen, fetthaltige Nahrungsmittel eher am frühen Morgen zu konsumieren und nicht spät in der Nacht, denn offenbar kann der Körper dann eher eine größere Menge an gesättigten Fetten verarbeiten. Grundsätzlich sollten die meisten Menschen ihren Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung aber steigern.

Quelle: Dr. Julia Hofmann18.04.16Zum AnfangZurück

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