Bessere Gewichtsabnahme mit gutem Frühstück

Ein gutes, ausgewogenes Frühstück und weniger Snacks könnten der Schüssel zu einem gesünderen Leben und einer ausbleibenden Gewichtszunahme sein. Das fanden Forscher aus Kalifornien und Prag heraus.


Also doch: Frühstücken wie ein Kaiser

Eine Zunahme von viel Gewicht ist mit erhöhten Krankheitsrisiken verbunden. Diabetes, Herzkreislaufkrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall und auch einige Krebskrankheiten kommen bei starkem Übergewicht wahrscheinlicher vor. Wissenschaftler versuchen immer häufiger zu klären, wie eine gesunde Ernährung aussehen sollte, welche Nahrungsmittel überhaupt gesund sind, wie viele Mahlzeiten am besten sind und wann diese eingenommen werden sollten, um die Gesundheit zu fördern.

Eine neue Studie im "Journal of Nutrition" kommt jetzt zu dem Schluss, dass das Frühstück eine besondere Bedeutung für die Gesundheit hat. Also doch frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler? Tatsächlich spiegelt die alte Weisheit ein bisschen das, was die Wissenschaftler herausfanden.

Die Ergebnisse stützen sich allerdings auf eine Untersuchung mit besonderer Klientel, Teilnehmern der Adventist-Health-Study-2. In dieser Studie wurde die Gesundheit von Adventisten der USA und Kanada überwacht. Adventisten gelten als besonders gesund und tragen laut Untersuchungen geringere Risiken für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Diabetes und Krebs. Dies könnte ihrer Art der Ernährung geschuldet sein, vermuteten die Wissenschaftler. 


Gutes Gewichtsmanagement: Großes Frühstück – wenig danach

Sie untersuchten den möglichen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Mahlzeiten am Tag und dem Body Mass Index (BMI) an über 50.600 Studienteilnehmern im Alter von mindestens 30 Jahren. Der BMI lässt eine Abschätzung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße zu. Die Essgewohnheiten registrierten die Wissenschaftler durchschnittlich sieben Jahre lang.

Es zeigte sich, dass Studienteilnehmer, die nur eine oder zwei Mahlzeiten am Tag zu sich nahmen, abnahmen. Jene, die drei- oder mehrmals pro Tag aßen, einschließlich Snacks, zeigten eher eine Gewichtszunahme. Teilnehmer, die regelmäßig frühstückten, schienen tendenziell mehr Gewicht abzunehmen als jene, die nicht frühstückten.

Darüber hinaus ergaben die Daten, dass Studienteilnehmer, bei denen das Frühstück die größte Mahlzeit des Tages darstellte, die größte Abnahme des BMI erfuhren. Der Abnahme des BMI kam es auch entgegen, wenn Teilnehmer das Abendbrot wegließen und die Zeit über Nacht, in der nicht gegessen wurde, 18 bis 19 Stunden betrug.

Auch zeigte die Untersuchung, dass es hilfreich war, wenn zwischen Frühstück und Mittagessen fünf bis sechs Stunden vergingen. Fehlende Snacks zwischendurch wirkten sich erwartungsgemäß positiv auf den BMI aus.

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.08.17Zum AnfangZurück

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