Reflexzonenmassage

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Methode zu Reflexzonenmassage

Die Reflexzonenmassage ist ein Therapieverfahren aus dem Bereich der Komplementärmedizin. Bei dieser Massageform werden bestimmte Körperzonen mit leichtem bis mittlerem Druck massiert. Die Reflexzonenmassage wird am häufigsten als Fuß-Reflexzonenmassage durchgeführt. Dieses Therapieverfahren am Fuß soll den Körper und seine Funktionen weit über eine übliche Fußmassage hinaus beeinflussen.
Reflexzonenmassage muss aber nicht auf die Füße beschränkt verstanden werden. Sie kann auch an anderen Körperstellen, wie etwa Ohren, Händen oder Kopf ausgeführt werden. Meistens werden Techniken verwendet, die sich über die Meridiane der Traditionellen Chinesischen Medizin definieren.

Grundsätzliches zur Reflexzonenmassage

  • Jede Struktur des Körpers, einschließlich der Organe ist in einer bestimmten Zone (des Fußes) "abgebildet", was so viel heißt wie: die Körperteile "spiegeln" sich in bestimmten Reflexpunkten wieder. Die Fußreflexzonen gehören zu den bekannteren von ihnen.
  • Ein Ungleichgewicht im Körper kann über die Kombination spezieller Druckpunkte innerhalb dieser Reflexzonen adressiert werden.

Wann ist eine (Fuß-) Reflexzonenmassage hilfreich?

  • Zur Stärkung der Selbstheilungskräfte des Menschen
  • Zur ergänzenden Behandlung bestimmter Organe und Bereiche des Körpers, die den Reflexpunkten zugeordnet sind
  • Zur Entspannung
  • Bei müden Beinen und Füßen
  • Zum Tanken von Energie und Vitalität
  • Zur Ergänzung bei physiotherapeutischen Anwendungen
  • Zur Schmerztherapie
  • Bei Durchblutungsstörungen
  • Zur Prävention von Krankheiten (Vorbeugung).
Es sind bisher so gut wie keine Nebenwirkungen beobachtet worden. Die vermehrte Ausscheidung von Urin und Schweiß wird positiv als Entgiftung bewertet.

Diagnose über die Füße?

Neben dem Einsatz als Therapie werden die Reflexzonen, besonders an den Füßen, von einigen Ärzten und Heilpraktikern auch als diagnostisches Mittel eingesetzt. Es wird meistens an jener Stelle des Fußes Schmerz empfunden, deren zugeordnetes Körpersystem oder Organ belastet ist. Aus der Korrespondenz dieser Stelle mit einem bestimmten Organ, schließt der Kundige auf zugehörige Organstörungen. Es wurden insgesamt 96 Reflexzonen ausgemacht. Sie befinden sich überwiegend an den Fußsohlen, einige sind aber auch an den Seiten, am Fußrücken, oder sogar am Knöchel angeordnet.

Was ist bei einer Reflexzonenmassage zu erwarten und wohin sich wenden?

Eine Massagesitzung dauert meistens zwischen 20 Minuten und einer Stunde. Fußreflexzonentherapeuten sind häufig unter den Heilpraktikern, Krankengymnasten und Physiotherapeuten zu finden. In letzter Zeit findet man sie zunehmend in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren.  

Eine Reflexzonenmassage ist ungeeignet bei:

  • Ernsthaften Verletzungen  
  • Rheuma in den Füßen  
  • Fieber und Infektionen
  • Schweren Depressionen  
  • Während der Schwangerschaft.

und natürlich nicht an den Füßen bei:

  • Pilzerkrankungen
  • Offenen Wunden  
  • Venenentzündungen.

Alternativen zu Reflexzonenmassage

Alternativ zur Reflexzonenmassage bietet sich gegebenenfalls die Akupunktur oder die Akupressur an. Ähnlich wie bei der Reflexzonenmassage werden in den beiden Therapieformen bestimmte „sensible Punkte“ angesprochen, die mit Organen oder Körpersystemen in einem bestimmten Zusammenhang stehen.
Ungleichgewichte innerhalb dieser Organe und Körpersysteme sollen über die Stimulation mit Akupunkturnadeln oder Druck auf jene Körperstellen balanciert werden.

Kosten zu Reflexzonenmassage

Eine (Fuß)Reflexzonenmassage kostet in Deutschland in der Regel 30.- bis 90.- Euro die Stunde. Diese Kosten werden nur von Krankenkassen mit Zusatzversicherung und auch nur zu einem bestimmten Anteil erstattet.

Daten/Fakten zu Reflexzonenmassage

Eine wissenschaftliche Untersuchung an der Uniklinik für Innere Medizin Innsbruck hat die Funktion der Nieren unter Einfluss einer Reflexzonenmassage untersucht und die Wirksamkeit der Massage bestätigt. 32 Versuchsteilnehmer erhielten eine Fußmassage, 50 Prozent davon genau an der Zone, die nach der Reflexzonenkarte in Verbindung mit der Niere gebracht wird. Die Durchblutung der Niere steigerte sich eindeutig bei diesen 50 Prozent der Versuchsgruppe. Bei den anderen Teilnehmern trat keine Veränderung ein. Eine schulmedizinische Erklärung ist, dass Nervenenden am Fuß Impulse auslösen, die über die Wirbelsäule an die Organe weitergeleitet werden und damit die Durchblutung anregen.

Hintergrund der Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonentherapie entstand in ihren Anfängen etwa im Jahre 1912, als der amerikanische Arzt William Fitzgerald den menschlichen Körper in zehn Längskörperzonen unterteilte und diese Zonen proportional auf den Füßen spiegelte. Er ging bereits davon aus, das die Fußzonen mit den entsprechenden Organen in Verbindung stehen. Er vermochte es, therapeutische Zusammenhänge nachzuweisen. Die Fußreflexzonen wurden von der Krankenschwester Hanne Marquardt im Laufe ihrer vielen Jahre als Masseurin weiterentwickelt und verfeinert. Sie hat mit ihren mehr als 30 Griffen entscheidend zur differenzierten Behandlung beigetragen.

Die Stellen der Fußreflexzonen

  • Am Fußrücken die Reflexzonen des Brustkorbes
  • Im großen Zeh die Reflexzone des Gehirns
  • Die Wirbelsäule an den Fußinnenseiten
  • Im zweiten und dritten Zeh die Augen
  • Am Ballen die Zonen von Lunge und Herz
  • An der Sohle des Mittelfußes die Reflexzonen der Organe, wie Leber, Nieren und Darm
  • Im Bereich zwischen Ferse und Innenknöchel Rektum, Blase und Geschlechtsorgane.
Autor: Koll, Livia07.12.2015

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