Fettleber

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Wissen zu Fettleber

Die Leber reagiert auf die Zuführung schädigender Substanzen mit Fetteinlagerungen oder Entzündungen. Wenn eine feingewebliche Untersuchung nur eine Fetteinlagerung nachweist, spricht man von einer Fettleber. Bei einem Entzündungsnachweis überwiegt die Hepatitis. Liegen feingeweblich beide Befunde vor, wird dies als Fettleberhepatitis bezeichnet.

Ursachen

Diabetes mellitus, Übergewicht und Unterernährung können zu einer Fettleber führen. Der Alkohol als die häufigste Ursache einer Leberschädigung kann sowohl zu einer Fettleber als auch einer alkoholischen Hepatitis führen. Diese kann in eine Zirrhose übergehen.
Diese bindegewebige Umwandlung des Lebergewebes ist eine nicht mehr rückgängig zu machende zunehmende schwere Erkrankung mit dem Risiko der Entstehung von Leberkrebs. Nach einer amerikanischen Studie liegt bei circa einem Drittel der Bevölkerung eine nicht-alkoholische Fettleber vor, die neben oben genanntem durch viele verschiedene Arzneimittel verursacht wird. Hierbei kann dann auch ein Gallestau mit einhergehen.

Diagnose zu Fettleber

Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung wird zunächst eine Tastuntersuchung des Bauchraums durchgeführt, wobei die vergrößerte Fettleber in der Regel ertastet und auch deren Beschaffenheit erfühlt werden kann (Verhärtung, knotige Oberfläche). Nach einer Blutuntersuchung zeigen die Leberwerte eine Erhöhung der sogenannten "Gamma-GT". Sollte dies der einzige krankhaft erhöhte Leberwert sein, liegt häufig eine alkoholbedingte Erkrankung vor.
Mit einer Ultraschalluntersuchung des Oberbauchs lassen sich Größe und Struktur der Leber und auch eventuelle weitere Veränderungen (Tumore) erkennen. Bei Veränderungen der Leberstruktur kann zur feingeweblichen Untersuchung eine Probeentnahme erfolgen, die oft Ultraschall-gesteuert als kleiner Eingriff möglich ist.

Symptome

Bei einer Fettleber entstehen in der Regel keine Symptome. Die Fettleberhepatitis kann ein Druckgefühl im rechten Oberbauch verursachen.

Behandlung zu Fettleber

Eine spezifische Therapie der Fettleber gibt es nicht. Die Maßnahmen bestehen im, sofern möglich, Weglassen schädigender Substanz. Konkret bedeutet dies:
  • absolutes Alkoholverbot, auch wenn Alkohol nicht die Ursache sein sollte,
  • Vermeidung oder Reduzierung von Übergewicht,
  • Ausgleich von Mangel- oder Unterernährung,
  • in Absprache mit dem behandelnden Arzt Umstellung der Medikation. Idealerweise so wenige Medikamente wie möglich einnehmen,
  • bestmögliche Blutzuckereinstellung bei Diabetes mellitus.

Prognose

Solange noch keine bindegewebige Umwandlung der Leber erfolgt ist, kann von diesen Maßnahmen ein Rückgang der Leberverfettung erwartet werden.

Links zu Fettleber

leber-info.de
Ein Informationsservice zu Lebererkrankungen
Merz Pharmaceuticals GmbH
Eckenheimer Landstraße 100
60318 Frankfurt am Main
Tel: 069 - 150 31
Fax: 069 - 59 97 78
E-Mail: contact@merz.de
http://www.leber-info.de/
Autor: Schmitt, Sabine24.05.2016

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