Süßgetränke als Herzschwächerisiko

Für Süßgetränke wie Cola und Co ließen sich bereits vielfältige negative Gesundheitswirkungen belegen. Forscher fanden jetzt Hinweise auf ein erhöhtes Risiko von Herzschwäche bei Männern, die süße Getränke regelmäßig konsumieren.

 

 

Süßgetränkekonsum ist mit vielfältigen Gesundheitsstörungen verbunden

 

Süßgetränke und Limonaden sind lecker und erfreuen sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. Eine Untersuchung aus 2004 ergab, dass Jugendliche durchschnittlich 300 Kalorien am Tag durch Süßgetränke aufnehmen. Damit sind 13 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs gedeckt.

 

Dies erklärt nicht nur die Gefahr der Entwicklung von Übergewicht. Zwischen dem Konsum von Limonaden und anderen süßen Getränken besteht außerdem ein Zusammenhang mit Veränderungen des Blutdruckes, des Hormons Insulin und dem Blutzucker. Manifeste Erkrankungen sind z. B. Übergewicht und Fettleibigkeit, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Herzkreislaufkrankheiten.

 

Zwar belegten Studien bereits Zusammenhänge zwischen Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und ungesunder Ernährung. Bestimmte Lebensmittel, die das Herzinsuffizienrisiko erhöhen, ließen sich aber nicht konkret festmachen.

 

 

Wer zwei Süßgetränke am Tag trinkt, erhöht Risiko für Herzschwäche deutlich

 

Schwedische Forscher verwendeten in der aktuellen Untersuchung die Daten der Cohort of Swedish Men (COSM), einer Langzeituntersuchung an über 48.000 schwedischen Männern. Hier machten Männer u. a. Angaben zu körperlicher Aktivität, Ernährung und vielen anderen Lebensstilfaktoren. Unter anderem wurden die Männer auch zu ihrem Konsum von Süßgetränken befragt. Die Teilnehmer wurden durchschnittlich zwölf Jahre lang beobachtet.

 

Männer, die zwei Süßgetränke am Tag konsumierten, wiesen ein um 23 Prozent erhöhtes Risiko für eine Herzinsuffizienz auf, zeigen die im "British Medical Journal" veröffentlichten Studienergebnisse. Bei dem Ergebnis waren andere mögliche Faktoren, die das Krankheitsrisiko beeinflussen könnten, berücksichtigt worden.

 

Den täglichen Bedarf an Flüssigkeiten sollte man also besser nicht mit Limonaden oder anderen gesüßten Getränken decken. Zu bevorzugen sind Wasser, Tee oder auch Saftschorlen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann10.11.15Zum AnfangZurück

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