Schulwasserspender gegen Übergewicht

Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen sind ein wachsendes Gesundheitsproblem. Abhilfe könnte eine einfache Maßnahme schaffen: Wasserspender, die in Schulen platziert werden.

 

 

Wie wirken schulische Getränke auf das Gewicht?

 

Was einfach klingt, kann manchmal offenbar umso wirksamer sein: Wasserspender könnten dem Trend zu Übergewicht bei Kindern und Heranwachsenden Einhalt gebieten, zeigt eine aktuelle in "JAMA Pediatrics" veröffentlichte Studie von US-Forschern.

 

Wie Studienleiter Brian Elbel und Mitarbeiter der New York University School of Medicine bemerken, ist Wasser nicht nur für körperliche Funktionen elementar wichtig, sondern bewahrt vor einer Austrocknung und ist für eine gesunde Ernährung bedeutsam. Zudem ist Wasser eine gesunde Alternative zu Süßgetränken, die Zucker enthalten. Diese sind in nicht unerheblichem Maße für Gewichts- und Stoffwechselprobleme bei Kindern verantwortlich. Bereits im Jahr 2009 führten US-Institutionen Wasserspender in vielen Schulen ein.

 

Die Wissenschaftler untersuchten nicht nur den Effekt schulischer Wasserspender auf das Gewicht bzw. den Body Mass Index (BMI), sondern auch den der in Schulen erhältlichen Milch. Denn Milch wird allgemein als gesundes Lebensmittel propagiert, enthält aber Kalorien. Ganz besonders viel Zucker und damit viele Kalorien sind in Produkten wie Schokomilch enthalten, die viele Kinder gerne trinken. Der BMI dient der Abschätzung des Körpergewichtes im Verhältnis zur Körpergröße.

 

 

Wasserspender senken Gewicht und Milchkonsum

 

Der Studie liegen die Daten von mehr als 1.200 Grund-, und Mittelschulen mit über einer Million Kindern und Jugendlichen zugrunde. Von diesen Schulen waren etwa 40 Prozent mit Wasserspenden versorgt worden, 60 Prozent jedoch nicht.

 

Für Jungen ergab sich durch Wasserspender in der Schule ein Abfall des BMI um 0,025. Die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht sank um 0,9 Prozent und die für Fettleibigkeit (BMI über 30) um 0,5 Prozent. Wasserspender halfen, den BMI von Mädchen um 0,022 zu senken. Die Wahrscheinlichkeit von Übergewicht war um 0,6 Prozent reduziert. Zudem sorgten Wasserspender für einen geringeren Absatz von Schokomilch.

 

Die Forscher schließen aus den Ergebnissen, dass sich die Installation von relativ kostengünstigen Wasserspendern in Schulen bezahlt macht. Positive Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit und besonders auf das Gewicht wären zu erwarten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.01.16Zum AnfangZurück

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