Essen: Guter Geschmack macht nicht dick

Macht wohlschmeckendes Essen dick und ist es ungesünder, wie viele Menschen glauben? Nein, so US-Forscher. An Mäusen belegen sie, dass Geschmack und Körpergewicht nicht in Zusammenhang stehen beziehungsweise stehen müssen.


Süß und fettig ist lecker

Viele Menschen haben die Wahrnehmung, man esse mehr, wenn etwas gut schmeckt und werde deshalb möglicherweise eher dick. Schließlich sind Geruch und Geschmack entscheidend, was wir essen. Allerdings entscheidet der Geschmack offenbar nicht darüber, wie viel gegessen wird, zeigt eine Studie im Journal "Physiology and Behavior".

In Studien war nachgewiesen worden, dass Labormäuse, die besonders schmackhafte Nahrung wie Schokoladenkekse, Kartoffelchips oder gesüßte Kondensmilch, sich gerne überfraßen und an Gewicht zulegten. US-Forscher wollten jetzt genauer untersuchen, ob guter Geschmack von Essen bei Mäusen tatsächlich zu Übergewicht führt. Die Mäuse hatten die Wahl zwischen normalem Nagerfutter und Nagerfutter, dem der Süßstoff Sucralose zugesetzt war. Sucralose enthält keine Kalorien. Eine andere Gruppe von Tieren konnte zwischen purem Nagerfutter oder Nagerfutter, dem Mineralöl zugesetzt war, wählen.


Guter Geschmack von Essen muss nicht auf die Hüften schlagen

Die Mäuse ignorierten das normale Nagerfutter weitgehend und wählten lieber die süße oder ölige Variante. Offenbar war das Futter mit den Zusätzen geschmacklich reizvoller. In einem nächsten Schritt erhielten die Mäuse sechs Wochen lang entweder reines, gesüßtes oder fettiges Nagerfutter.

Mäuse, die süß oder fett ernährt worden waren, wiesen keine größere Gewichtszunahme auf als Tiere, die normales Nagerfutter erhalten hatte. Ein weiteres Experiment, in dem die Tiere fettreiches und zugleich süßes Futter erhielten, ergab, dass die Tiere auch unter dieser Diät nicht mehr n Gewicht zulegten.

Den Wissenschaftler zufolge macht eine wohlschmeckende Ernährung nicht unbedingt dick. Ziel der Ernährung sollte sein, leckere und gesunde Nahrungsmittel zu sich zunehmen. Beides schließe sich nicht aus.

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.12.16Zum AnfangZurück

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