Blaukraut-Mikrogreens kommen Herz zugute

Gemüse ist gesund, das weiß jeder. Immer populärer werden Keimpflanzen. Mikrogreens gelten als Superfood und werden auch in Restaurants immer häufiger verwendet. Forscher fanden jetzt heraus, dass Keimpflanzen aus Rotkohl die Herzgesundheit stärken.


Mikrogreens: Keimpfanzen mit mehr Nähstoffen

Keimpflanzen aus Rotkohl beziehungsweise Mikrogreens aus anderen Pflanzen werden in die Erde gesät. Im Nu sprießen zarte Pflänzchen, die am Stiel abgeerntet werden. Am bekanntesten ist Kresse, doch gibt es eine Vielzahl anderer Keimpflanzen, die zuhause gezogen und verzehrt werden können. Mikrogreens gelten als wahre Nährstoffwunder. Ihr Nährstoffgehalt etwa an Vitaminen oder Beta-Carotin ist um Etliches höher als in der erwachsenen Pflanze.

Eine US-Studie kommt jetzt zu dem Schluss, dass Keimpflanzen aus Rotkohl (Blaukraut) das Herzrisiko senken können. Studien haben ergeben, dass Rotkohl die Cholesterinwerte positiv beeinflusst und damit das Risiko für die koronare Herzkrankheit, einen Herzinfarkt sowie Schlaganfall senken kann. Wissenschaftler vermuten nun, dass Keimpflanzen aufgrund des deutlich höheren Nährstoffgehalts gesundheitlich noch nützlicher sein könnten. Die Theorie prüften sie an 60 Mäusen, die aufgrund ihrer Ernährung fettleibig waren. 

Die Tiere erhielten eine von sechs Ernährungsarten. Zum Einsatz kamen eine fettarme und fettreiche Diät, eine fettarme Ernährung mit Keimpflanzen aus Rotkohl, eine fettreiche Ernährung mit Keimpflanzen, eine fettarme Diät mit reifem Rotkohl und eine fettreiche Diät mit reifem Rotkohl.


Rotkohl-Mikrogreens schützen das Herz

Sowohl Keimpflanzen als auch reifer Rotkohl konnten die Gewichtszunahme aufgrund einer fettreichen Ernährung begrenzen. Beides wirkte auch auf die Cholesterinwerte positiv. Die Keimpflanzen enthielten mehr cholesterinsenkende Stoffe wie Polyphenole und Glucosinolate als reifer Rotkohl. Tiere, die neben der fettreichen Nahrung Keimpflanzen erhielten, wiesen bessere Cholesterinprofile auf.

Zudem senkten die Keimpflanzen einen weiteren Blufettwert, die Triglyzeride. Auch diese Fette können das Herzrisiko erhöhen. Den Studienergebnissen zufolge sind Rotkohlkeimpflanzen also noch herzgesünder als reifer Rotkohl.

Die Forscher veröffentlichten ihre Studie im Fachmagazin "Journal of Agricultural and Food Chemistry".

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.01.17Zum AnfangZurück

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