Pilze als Jungbrunnen?

Pilze sind ein ungewöhnlich gesundes Nahrungsmittel, so Forscher. Ihr Gehalt an Antioxidantien ist höher als das anderer Lebensmittel und ein häufiger Konsum sei deshalb gesund und halte Alterungsprozesse auf.


Freie Radikale können Körperzellen schädigen

Egal ob Champignons, Steinpilze oder andere Pilze, wer häufig Pilze verzehrt, könnte sich besonders gesund ernähren. Wenn auch hierzulande bei dem Verzehr einiger selbst gesammelter Pilze nach dem Atomunfall in Tschernobyl auf die Strahlenbelastung geachtet werden sollte.

US-Lebensmittelchemiker haben herausgefunden, dass Pilze große Mengen der zwei wichtigen antioxidativ wirkenden Substanzen Ergothionein und Glutathion enthalten. Allerdings variiert der Gehalt an den gesunden Antioxidantien zwischen verschiedenen Pilzsorten erheblich. 

Antioxidantien gelten als gesundheitsfördernd, da sie die Auswirkungen von oxidativem Stress abmildern können, der bei der Energiegewinnung des Körpers entsteht. Bei der Verarbeitung von Nahrungsmitteln zur Energiegewinnung entstehen potenziell zellschädigende Sauerstoffverbindungen, die als freie Radikale bezeichnet werden. Antioxidantien können freie Radikale unschädlich machen. Der Körper verfügt also über Mechanismen, um die Wirkung von freien Radikalen zu kontrollieren, möglicherweise lohnt es aber, sich mehr Antioxidantien wie Ergothionein oder Glutathion zuzuführen.

Schäden aufgrund von oxidativem Stress werden mit dem Altern und Erkrankungen wie der koronaren Herzkrankheit (KHK), Krebs sowie der Alzheimerdemenz in Verbindung gebracht.


Steinpilze: nicht nur lecker, auch gesund

Die Wissenschaftler hatten 13 verschiedene Pilzarten untersucht und stellten fest, dass bei einem hohen Gehalt eines der beiden antioxidativ wirkenden Stoffe auch der andere Stoff in hohen Mengen vorhanden war. Die größten Mengen an  Antioxidantien ließen sich in Steinpilzen nachweisen. Aber auch an Antioxidantien weniger reiche Pilze wie Zuchtchampignons enthalten mehr der gesunden Inhaltsstoffe als andere Nahrungsmittel.

Ergothionein und Glutathion wären äußerst hitzestabil, so die Forscher, sodass beim Kochen der Pilze kein Verlust der gesunden Stoffe zu befürchten sei. Studien ergaben, dass die Antioxidantien möglicherweise vor neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson und Alzheimerdemenz schützen können. Zusammenhänge bedürfen aber weiterer Untersuchungen, so die Forscher. Ihre Untersuchungsergebnisse veröffentlichten sie im Fachjournal "Food Chemistry".

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.11.17Zum AnfangZurück

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