Hormonstörung

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Wissen zu Hormonstörung

Hormone steuern Körper und Seele. Sie sind chemische Botenstoffe, von denen Hunderte die menschliche Gefühlswelt und das aktive Handeln steuern. Sie übermitteln Botschaften an Zellen und Organe eines Menschen, machen ihn traurig oder fröhlich, schläfrig oder aufgedreht, sexuell aktiv oder inaktiv und beeinflussen Hunger- und Durstempfinden.
Nur ein ausgewogener Hormonhaushalt führt zu optimalen Leistungen in den Bereichen Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Falsche Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel, Reizüberflutung durch die Medien, Stress und Hektik können ein körperliches Ungleichgewicht bewirken, das sich in einer Hormonstörung manifestiert.

Diese Hormonstörung zeigt sich durch ein Symptom, denn der Körper versucht meist durch eine Anpassungsreaktion wieder ins Gleichgewicht zu finden. Symptome wie allergische Reaktionen, Entzündungen, Erschöpfungszustände, Leistungsverlust und Depressionen können aus einer Hormonstörung resultieren.
Besonders häufig treten Hormonstörungen bei Heranwachsenden auf. Betroffen sind meist die Sexualhormone Testosteron und Östrogen, weshalb es bei Frauen zur Vermännlichung kommen kann und bei Männern zur Verweiblichung. Allgemein sind folgende Symptome aufgrund von Hormonstörungen möglich:
  • Ängste, Phobien und Panikattacken
  • Schwindel und Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Schilddrüsenprobleme
  • Akne und andere Hautprobleme
  • Haarausfall, Bartwuchs bei Frauen
  • Blasen- und Darmschwäche, Blähungen
  • Wassereinlagerungen, Zystenbildung
  • Herz- und Kreislaufprobleme
  • Krämpfe, Verspannungen, Koordinationsschwierigkeiten
  • Schwangerschaftsprobleme, Empfängnisunfähigkeit, Fehlgeburten
  • Sexuelle Lustlosigkeit
  • starke Stimmungsschwankungen und schlechte Laune
  • Krebs.

Diagnose zu Hormonstörung

Aufklärung durch den Hormonspeicheltest
Neben der körperlichen Untersuchung, den Blutwerten und dem Ausschluss anderer Erkrankungen, können die bestehenden Symptome in einem hormonellen Zusammenhang betrachtet werden.
Für das Zusammenspiel der Hormone und die spezifische Untersuchung des Hormonstatus ist der Facharzt für Endokrinologie zuständig. Doch auch andere Ärzte können eine endokrinologische Untersuchung veranlassen und die Ergebnisse von einem endokrinologischen Labor auswerten lassen.

Dabei wird insbesondere die Konzentration der Hormone betrachtet und deren Zusammenspiel beurteilt. Der Hormonspeicheltest wird von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) als geeignete Methode zur Bestimmung der Geschlechtshormone empfohlen, da durch ihn die relevanten Hormone gemessen werden und auch kleinste hormonelle Veränderungen erkannt werden können.
Dieser Test kann sogar vom Betroffenen eigenständig zu Hause durchgeführt werden und von einem Labor ausgewertet werden. Dagegen werden beim Bluttest alle Hormone bestimmt, was zu Fehlinterpretationen führen kann, denn aussagekräftig sind nur die freien Hormone.

Behandlung zu Hormonstörung

Hormonstörungen müssen individuell behandelt werden. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann durch das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin ausgeglichen werden, um Fehlbildungen zu vermeiden.
Bei Wechseljahresbeschwerden kann eine Hormonersatztherapie eingesetzt werden, Hitzewallungen, Herzrasen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen lassen sich dadurch recht gut regulieren.
Auch bei Unfruchtbarkeit kann eine Hormontherapie helfen, bei der das follikelstimuliernde Hormon (FSH) in Tablettenform oder als Injektion verabreicht wird, um den Zyklus zu stimulieren. Das Gelbkörper-Hormon LH (luteinisierendes Hormon) kann zusätzlich eingesetzt werden.
Die Hormontherapie lässt die Eizellen gut reifen und löst den Eisprung aus.

Selbsthilfe zu Hormonstörung

Stressreduktion, gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport unterstützen einen ausgeglichenen Hormonhaushalt.

Links zu Hormonstörung

Informationsseite zu Hormonen von Swisshealthmed
http://www.swisshealthmed.de/hormonstoerung.html

Wie arbeitet die Schilddrüse?
Ein Artikel bei Focus-Online
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/diagnose/blutwerte/hormone_aid_15664.html

Wenn Frauen zu viele männliche Hormone bilden
Ein Artikel von Welt-Online
http://www.welt.de/gesundheit/article3766553/Wenn-Frauen-zu-viele-maennliche-Hormone-bilden.html

Pathophysiologie Hormone
http://www.youtube.com/watch?v=7jWoNvAaCzE&feature=related

Ein Lernmodul aus unserem Lernportal ILIAS
http://www.youtube.com/watch?v=iI37sAqS9Ps
Autor: Huth, Dörthe03.08.2014