Fieberkrämpfe (Fieberkrampf) bei Baby und Kind

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Wissen zu Fieberkrämpfe bei Baby und Kind

Ein Fieberkrampf ist ein Krampfanfall, der bei Kleinkindern mit Fieber in vier Prozent der Fälle auftritt. Er ähnelt sehr einem epileptischen Anfall. Vermutlich durch bestimmte Botenstoffe, die der Körper während eines Fieberanstiegs ausschüttet und die auf das Gehirn wirken, kommt es zu kurz anhaltenden Krämpfen. Der genaue Mechanismus ist nicht geklärt. Am häufigsten sind Kinder im Alter von fünf Monaten bis fünf Jahren betroffen. Die Neigung zu Fieberkrämpfen kann vererbt werden. In manchen kann ein Fieberkrampf durch eine kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung auftreten. Es sollte jedoch nicht von solch einer Impfung abgesehen werden, denn die Impfung führt viel seltener zu Fieberkrämpfen als die Erkrankungen selbst. Fieberkrämpfe können in allen Phasen des Fiebers auftreten, in der Regel gehen sie jedoch mit einem plötzlichen Fieberanstieg auf über 39 °C einher.

Diagnose zu Fieberkrämpfe bei Baby und Kind

Die Diagnose ergibt sich meist durch die Krankenvorgeschichte. Dennoch kann ein Fieberkrampf einem epileptischen Anfall sehr ähnlich sein. Eine neurologische Untersuchung zur Klärung ist deshalb wichtig.

Symptome

Ein Fieberkrampf kann sich in unterschiedlicher Intensität und Ausprägung äußern. Kinder verdrehen plötzlich die Augen, entwickeln einen starren Blick und halten möglicherweise den Atem an, wodurch sie kurzzeitig blau werden können. Eine kurze Bewusstlosigkeit kann auftreten. Arm-, Bein- und Gesichtsmuskulatur können rhythmisch zucken. Der Fieberkrampf ist in der Regel nach wenigen Minuten vorbei, die Muskulatur erschlafft wieder und die normale Hautfarbe kehrt zurück. Manche Kinder sind einige Zeit nach dem Anfall noch benommen und müde. Sollte ein Fieberkrampf länger als fünf Minuten anhalten, muss der Notarzt gerufen werden! In jedem Fall ist nach jedem Fieberkrampf ein Arztbesuch empfehlenswert, um die Ursache für den Anfall und das Fieber zu finden.

Behandlung zu Fieberkrämpfe bei Baby und Kind

Ein Fieberkrampf kann und sollte nicht unterbrochen werden. Muskelzuckungen dürfen nicht etwa durch Schütteln oder andere Maßnahmen unterdrückt werden. Wichtig ist, das Kind auf den Boden oder ins Bett zu legen, damit es sich während des Krampfes nicht verletzt. Sollte das Kind erbrechen, muss der Kopf zur Seite gedreht werden, damit Erbrochenes nicht in die Lungen gelangt. Sehr selten kommt es bei einem Fieberkrampf zu einem Zungenbiss. Um Zahnschäden zu vermeiden, sollte nichts in den Mund gesteckt werden.
Nach dem Fieberkrampf ist es notwendig, das Kind abzukühlen. Fiebersenkende Medikamente können in medizinisch verordneter Menge gegeben werden. Am besten eignet sich Paracetamol. Auf Aspirin (ASS) sollte aufgrund der Nebenwirkungen verzichtet werden (bei Virusinfektionen kann es unter Aspirin-Gabe zum sogenannten Reye-Syndrom kommen).

Prognose

Ein Fieberkrampf verursacht im Allgemeinen keine bleibenden Schäden. Nur bei sich oft wiederholenden oder sehr lang andauernden Krämpfen kann es zu Hirnschädigungen kommen. Einige Kinder, die einmal einen Fieberkrampf erlitten haben, entwickeln wieder einen, wenn sie das nächste Mal Fieber bekommen. Zwei oder mehr Anfälle sind für Kinder nicht untypisch. Ab dem fünften Lebensjahr kommen Fieberkrämpfe meist nicht mehr vor.

Selbsthilfe zu Fieberkrämpfe bei Baby und Kind

Bei Fieber ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und körperliche Schonung zu achten. Kalte Umschläge, Wadenwickel und Essig-Fußwickel können das Fieber ein wenig senken und Linderung bringen. Bei länger andauerndem Fieber (mehrere Tage) und besonders bei Fieber über 39 °C sowie nach einem Fieberkrampf sollte mit dem Kind unbedingt medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei einem Fieberkrampf, der über fünf Minuten anhält, muss der Notarzt gerufen werden.

Links zu Fieberkrämpfe bei Baby und Kind

Fieber.de
International Services Company
12, Route de Longwy
L-8080 Bertrange
http://fieber.de/fieber/

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V.
Chausseestr. 128/129
10115 Berlin
Tel: 030 - 308 777 90
Fax 030 - 308 777 999
E-Mail: info@dgkj.de
http://www.dgkj.de
http://www.dgkj.de/eltern/dgkj_elterninformationen/

Janko von Ribbeck
Stegmairstr. 6a
82110 Germering bei München
Tel: 089 - 894 607 66
Tel: 0700 - 123 499 77
E-Mail: mail@erste-hilfe-fuer-kinder.de
http://www.erste-hilfe-fuer-kinder.de/erste-hilfe/fieberkrampf.html
Autor: Krack, Vanessa03.06.2016

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