Aktinische (solare) Keratose

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Wissen zu Aktinische (solare) Keratose

Die Aktinische (solare, durch Strahlen bewirkte) Keratose ist eine Verhornungsstörung der Haut, die durch häufige, lange Sonneneinwirkung entsteht. Keratosen treten einzeln oder großflächig auf und sind eine Vorstufe des Stachelzell-Hautkrebses (spinozelluläres Karzinom). Sie sind also als sogenannter Vorkrebs (Präkanzerose) einzustufen. Menschen mit Aktinischer Keratose haben ein erheblich erhöhtes Risiko, innerhalb von fünf Jahren Stachelzell-Krebs zu entwickeln – es lässt sich jedoch nie voraussagen, welche Keratose zu einem Hautkrebs wird und welche nicht.
Keratosen können sich sogar vollständig zurückbilden. Im Allgemeinen nimmt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit für Hautkrebs stetig zu. Aktinische Keratosen kommen am häufigsten bei hellhäutigen Menschen über 50 Jahren vor. Durch ständige Einwirkung von UV-Strahlung (Sonnenlicht) verändern sich die Zellen der obersten Hautschicht und vermehren sich, so dass die Hornschicht dicker wird. Das dauert oftmals viele Jahre.

Diagnose zu Aktinische (solare) Keratose

Da sich die Aktinische Keratose vom Aussehen her nicht unbedingt von einem Hautkrebs unterscheidet, wird zur Sicherung der Diagnose eine Hautprobe (Probebiopsie) entnommen. Diese Probe wird feingeweblich untersucht.

Symptome

Im Anfangsstadium entwickeln sich rote Flecken mit rauer Oberfläche. Im Verlauf wird die Hornschicht immer dicker und gelblich-braun.
Beschwerden wie Jucken oder Brennen treten in der Regel nicht auf. Aktinische Keratosen sind jedoch empfindlich – bei kleinen Verletzungen bluten sie sehr leicht.
Keratosen entwickeln sich immer an den Hautstellen, die am meisten der Sonne ausgesetzt sind:
  • Ohren
  • Nacken
  • Lippen
  • Nase
  • Stirn und Schläfe
  • Handrücken und Unterarme
  • bei Männern auf Glatzen
  • Fußrücken und Unterschenkel.

Behandlung zu Aktinische (solare) Keratose

Die Therapie richtet sich nach Größe und Ort der Keratosen.
Behandlungsoptionen sind:
  • Chirurgische Entfernung
  • Kryotherapie (Vereisung)
  • Kürettage (Abtragung mit einem scharfen Löffel)
  • Chemisches Peeling (Auftragung ätzender Substanzen)
  • Laserentfernung (Erbium-Yag-Laser)
  • Diclofenac-Hyaluronsäure-Therapie
  • Immunsystemstimulation (seit 2007 gibt es imiquimodhaltige Salben)
  • Photodynamische Therapie
  • Lokale zytostatische Therapie (mit chemotherapeutikahaltiger Salbe).

Prognose

Wenn Aktinische Keratosen frühzeitig behandelt werden, ist die Prognose in der Regel sehr gut, da sie sehr langsam wachsen. Es sollte jedoch immer vom Hautarzt überprüft werden, dass sie nicht in die Tiefe der Haut einwachsen – sonst bildet sich ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom (spinozelluläres Karzinom). Eine konsequente Therapie ist also sehr wichtig.

Selbsthilfe zu Aktinische (solare) Keratose

Die beste Vorbeugung gegen Aktinische Keratosen und Hautkrebs ist die Vermeidung von intensiven Sonnenbädern. Mit Sonnenschutzcremes, die einen hohen Lichtschutzfaktor haben und dem Tragen von schulter- und beinbedeckender Kleidung kann die direkte Sonneneinstrahlung gemindert werden. Die Mittagssonne sollte ganz gemieden werden und besonders Männer mit Glatze sollten nie auf eine Kopfbedeckung verzichten, wenn sie sich in der Sonne aufhalten.

Links zu Aktinische (solare) Keratose

Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
TiergartenTower
Straße des 17. Juni 106–108
10623 Berlin
Tel: 030 - 322 932 90
Fax: 030 - 322 932 966
eMail: web@krebsgesellschaft.de
Web: http://www.krebsgesellschaft.de/aktinische_keratose,16254.html


Gesellschaft für Dermopharmazie e. V.
- Geschäftsstelle -
Gustav-Heinemann-Ufer 92
50968 Köln
Tel: 02162 - 674 54
Fax: 02162 - 805 89
Web: http://www.gd-online.de/
Web: http://www.gd-online.de/german/veranstalt/images2005/AktinischeKeratose08092004.pdf
Autor: Krack, Vanessa25.02.2016

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