Photodynamische Therapie

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Methode zu Photodynamische Therapie

Mit der photodynamischen Therapie werden Hautkrankheiten, speziell von Hautkrebs, untersucht und behandelt. Oberflächliche Hauttumore lassen sich damit einfach und effektiv behandeln. Der Tumor oder die Gewebeveränderungen werden dabei gezielt zerstört.

Wann wird dieses Verfahren eingesetzt?

  • Bei flachem Basalzellenkrebs (Basaliome)
  • Bei Hautkrebsvorstufen (aktinische Keratosen)
  • Bei Warzen
  • Bei Frühformen des malignen Melanoms (Spinalioms)
  • Bei anderen Gewebeveränderungen, wie etwa Gefäßneubildungen.  

Vorteile des Verfahrens:

  • Narbenfreie Abheilung führt zu kosmetisch einwandfreien Resultaten
  • Schonung gesunder Haut
  • Ausgezeichnete Ergebnisse bei großflächigen Behandlungen, etwa der ganzen Kopfhaut oder Morbus Bowen
  • Behandlung von chirurgisch schwierig zu erreichenden Stellen möglich
  • Geeignet in Fällen, in denen eine Operation aufgrund hoher Risiken abgelehnt wird.

Was ist im Vorfeld der Behandlung wissenswert?

Die Therapie wirkt besonders gut an Kopf und Hals. Schmerzmittel oder örtliche Betäubung sind nicht erforderlich.
Die Erfolgsquoten in wissenschaftlichen Tests:
  • Bis zu 98 Prozent bei aktinischen Keratosen
  • Über 90 Prozent bei Basaliomen
  • Circa 75 Prozent bei Warzen.
Zu anderen Hautproblemen existieren bisher noch kaum Studien.

Mögliche Nebenwirkungen:

  • Unangenehme, aber ungefährliche Schmerzen direkt unter der Lampe
  • Die Haut kann schwellen, röten, verkrusten oder sterile Eiterpusteln bilden
  • Behandlungen im Haarbereich können unter Umständen zu bleibendem Haarausfall führen.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Eingesetzt wird Licht und ein Stoff, der durch Licht aktiviert werden kann. Außerdem muss Sauerstoff anwesend sein. Das ist im Gewebe der Fall. Auf die zu behandelnde Stelle wird ein Sensibilisator in Form einer Creme aufgebracht, der sich dann im veränderten Gewebe anreichert.
Das Gewebe wird nach zwei bis sechs Stunden mit Licht einer spezifischen Wellenlänge im Rotlichtbereich bestrahlt. Dieses Licht "stürzt sich auf die Zellen", die mit dem Sensibilisator angereichert sind, meist Aminolävulinsäure, und dieser Sensibilisator, Sauerstoff und Licht reagieren dann miteinander. Dadurch werden vor Ort Giftstoffe erzeugt, überwiegend aggressive Sauerstoffe, die das veränderte Gewebe zerstören.
  • Um gegebenenfalls Restzellen zu entdecken und zu zerstören, wird die Behandlung manchmal wiederholt
  • Die Augen sollten während der Behandlung mit einer Spezialbrille geschützt werden.
  • Die Haut braucht etwa zwei bis drei Wochen zum Ausheilen.

Was ist im Anschluss an die Behandlung zu beachten?

Es sollte ein Sonnenschutzmittel aufgetragen werden. Ab dem Eincremen mit dem Sensibilisator ist die Haut drei Tage lang sehr lichtempfindlich.

Alternativen zu Photodynamische Therapie

Als Alternative kommen bei einigen Hautveränderungen auch Laserbehandlungen in Frage.

Kosten zu Photodynamische Therapie

Private Kassen erstatten in der Regel die Kosten der Behandlung, Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten jedoch meist nicht.

Daten/Fakten zu Photodynamische Therapie

Handelt sich um gefährliche Strahlen und Cremes?

Das langwellige Infrarot-A-Licht und die Spezialcreme sind harmlos. Die Creme macht die Haut nur vorübergehend sehr lichtempfindlich.

Studien

Die Behandlung von Hautkrebs wird seit circa 10 Jahren erprobt. Bei Tumoren, besonders von Mund und Hals, ist das Verfahren schon länger im Gebrauch. Die Tests lassen auf weitere Einsatzmöglichkeiten in der Zukunft schließen.

Links zu Photodynamische Therapie

Weitere Informationen
Photodynamische Therapie Schweiz
Autor: Koll, Livia03.12.2015

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