Frittieren in Olivenöl erhöht Nährwert

Wer natives Olivenöl zum Frittieren benutzt, tut möglicherweise etwas Gutes für seine Gesundheit. Jedenfalls ist es offenbar gesünder als manch andere Zubereitungsmethode, so Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Food Chemistry".

 

 

Olivenöl enthält Antioxidantien

 

Natives Olivenöl, im Handel auch als "Olivenöl extra virgin" bezeichnet, ist ein naturbelassenes Olivenöl, das kalt gepresst wurde. Offenbar kann es auch zum Frittieren eingesetzt werden und ist dann sogar gesundheitlich von Nutzen, ergab eine Untersuchung.

 

Olivenöl kann vor Krebs, der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und vor Netzhautschäden (Makuladegeneration) schützen. Auch das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall sowie anderen Herzkauferkrankungen ist reduziert. Daneben sind Vorteile für die Magengesundheit belegt. Olivenöl beeinflusst daneben die Hirnalterung und das Risiko chronischer degenerativer Erkrankungen.

 

Olivenöl ist wesentlicher Bestandteil einer mediterranen Ernährung. Die spanische mediterrane Küche z. B. setzt auf viel Gemüse und natives Olivenöl, in dem Phenole enthalten sind. Phenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und den Zellstress vermindern. In Abhängigkeit der Verarbeitung und Behandlung von Lebensmitteln ist der Anteil an Phenolen höher oder niedriger.

 

 

Frittiert in Olivenöl erhöht Nährwert, ist aber fettiger

 

Spanische Forscher aus Grenada verglichen jetzt verschiedene Methoden des Kochens an Kartoffeln, Kürbis, Tomaten und Auberginen, um herauszufinden, mit welcher Zubereitungsart am meisten Penole erhalten bleiben und die größte antioxidative Kapazität zu erzielen ist. Sie verglichen Frittiertes mit in einem Mix aus Öl und Wasser Gekochtem. Das Verhältnis der Wassermenge zu den Gemüsen entsprach der traditionellen und üblichen spanischen Vorgehensweise beim Kochen.

 

Frittieren des Gemüses in Olivenöl erhöhte den Fettgehalt und reduzierte den Feuchtigkeitsgehalt im Vergleich zum Kochen, wo dies nicht der Fall war. Kochen in Öl erhöhte den Gehalt an Phenolen, nicht jedoch das Kochen in Wasser. Möglicherweise gelangen die Phenole aus dem Öl in das Gemüse, vermuten die Wissenschaftler. Damit könnte Gemüse durch das Olivenöl gesundheitsfördernde Bestandteile erhalten, die sich normalerweise nicht darin befinden. Am wirksamsten konnte das Frittieren in Olivenöl die antioxidative Kapazität und die Phenole in allen Gemüsen erhöhen. Zu bedenken ist, dass Frittieren die Energiedichte von Lebensmitteln erhöht, da der Fettgehalt höher ist als bei Gekochtem.

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.01.16Zum AnfangZurück

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