Der beste Verdauungshelfer

Wir Deutschen essen kalorienreich und üppig. Da kann es nach dem Essen schon mal zu Völlegefühlen und Unwohlsein kommen. Deshalb helfen viele Menschen der Verdauung auf die Sprünge. Doch was ist nun das Beste nach einem opulenten Mahl? Der Klare, ein kräftiger Espresso oder doch vielleicht ein Mittagsschläfchen?

Untersuchungen haben ergeben, dass die Kräuter eines Klaren wie beispielsweise Anis, Ingwer, Kümmel, Kamille oder Artischocke zwar gut gegen Blähungen und Völlegefühl wirken, dass aber der Magen nach dem Genuss von Alkohol ungefähr anderthalb mal so lange benötigt, bis er sich zur Hälfte entleert hat - trotz des wohlig warmen Gefühls im Bauchraum, das er erzeugt. Also keine wirkliche Verdauungshilfe.

Was ist mit einem Mittagsschläfchen? Japanische Forscher fanden heraus, dass ein Schlaf in den ersten drei Stunden nach der Mahlzeit die Wahrscheinlichkeit für Sodbrennen drastisch erhöht - gerade wegen der waagerechten Körperhaltung, die den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre fördert. Also - wer unter Sodbrennen leidet, sollte das Hinlegen nach dem Essen lieber lassen.

Aber doch ein Espresso als Abschluss einer reichhaltigen Mahlzeit? Koffein mobilisiert die Bewegungen in Magen und Darm. Dennoch fanden Forscher nur schwache Hinweise darauf, dass Tee und Kaffee die Verdauung anregen. Bei Versuchen zur Wirkung als Verdauungshelfer fiel der Espresso genau durch wie Weinbrand und Aquavit.

Dafür stellte sich das Spazierengehen als wirkungsvollste Verdauungshilfe heraus. Damit ist ein gemütliches Gehen gemeint, kein Nordic Walking und erst recht kein Jogging. Denn wer nach einem opulenten Mahl intensiven Sport treibt, zieht Blut aus dem Verdauungstrakt zu den Muskeln ab. Zudem bringt er mehr Bewegung in den Bauchraum, als bei vollem Magen gut tut - und dies kann zu heftigem Seitenstechen führen.

Quelle: Silva Raddatz29.07.13Zum AnfangZurück

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