Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur)

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Wissen zu Schlüsselbeinbruch

Das Schlüsselbein (Klavikula) ist der von außen fühlbare Knochen, der das Brustbein mit dem Schulterblatt verbindet. Unter dem Schlüsselbein verlaufen wichtige Nerven und Gefäße.

Ursachen
Der Bruch des Schlüsselbeins ist meist die Folge einer Verletzung. Typisch sind Stürze auf Arm und Schulter etwa bei Sport wie Radfahren, Schifahren oder Reiten. Der Großteil der Brüche befindet sich im mittleren Drittel des Knochens, da der Knochen dort am schwächsten ist. Es können aber auch schulter- und brustbeinnahe Brüche auftreten. Der Schlüsselbeinbruch ist einer der häufigsten Brüche überhaupt und kommt oft bei Kindern und Jugendlichen vor.

Diagnose zu Schlüsselbeinbruch

Der Unfallhergang und die körperliche Untersuchung mit der oft typischen Stufenbildung im Bereich des Bruchs deuten schon auf die Verletzung des Schlüsselbeins hin. Eine Röntgenuntersuchung mit Bildern in zwei Ebenen sichert meist die Diagnose. Lassen sich besonders die mittleren Teile des Schlüsselbeins nicht sicher beurteilen, weil die Bruchstelle durch andere Effekte überlagert wird, gibt eine Computertomografie (CT) Auskunft. Die Magnetresonanztomografie ist geeignet, Weichteilverletzungen bei einer Mitbeteiligung von Gelenkkapsel und Bändern darzustellen.

Symptome
Nach einer Verletzung haben Betroffene Schmerzen, bewegen den Arm nicht und nehmen eine Schonhaltung ein, indem sie den Arm angewinkelt eng an den Körper ziehen und halten. Das Schlüsselbein ist druckschmerzhaft und möglicherweise besteht eine Fehlstellung mit Stufenbildung. Reibegeräusche können auf einen Bruch hindeuten. Auch ein Bluterguss (Hämatom) kann sichtbar werden.



Behandlung zu Schlüsselbeinbruch

Die meisten Brüche lassen sich konservativ mithilfe eines speziellen Verbands (Rucksackverband) behandeln. Dieser gewährleistet die optimale Stellung der Schultern für die Heilung. Voraussetzung ist, dass der Bruch wenig verschoben ist und höchstens eine leichte Achsenabweichung des Schlüsselbeins besteht. Der Knochen darf nicht stärker verkürzt sein. Der Verband wird für zwei bis bis vier Wochen angelegt. Die individuelle Tragezeit hängt vom Heilungsverlauf ab, der sich anhand der Röntgenuntersuchung beobachten lässt.

Eine Operation kann notwendig werden, wenn der Bruch
  • stark verschoben ist
  • offen ist, das heißt die Haut verletzt ist und der Knochen Verbindung nach außen hat
  • ein offener Bruch droht, da sich Knochenfragmente durch die Haut schieben könnten
  • Gefäße oder Nerven verletzt ist
  • sich am Schultergelenk befindet
Spezielle Platten, Schrauben oder Nägel stabilisieren den Bruch.

Prognose
Die Heilung bei der Behandlung mit einem Verband ist meist sehr gut. Geringgradige Verkürzungen oder Fehlstellungen beeinflussen die Funktion meist nicht. Die Operation ist mit verschiedenen Kompilkationen und Risiken verknüpft. Dies sind Nerven- und Gfeäßverletzungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen und Lockerungen des verwendeten Materials zur Stabilisierung. Auch eine Falschgelenkbildung (Pseudarthrose) mit einer verbleibenden Beweglichkeit an der Bruchstelle durch unvollständige Heilung ist möglich.


Selbsthilfe zu Schlüsselbeinbruch

Ist der Verband nach einem Schlüsselbeinbruch nicht optimal angelegt, kann dies dazu führen, dass der Betroffene den Verband ablegt. Möglich ist, dass der Verband zu straff, schlecht gepolstert oder der Umgang damit nicht klar ist.
Im Falle von Beschwerden oder eines sehr schlechten Tragekomforts sollte man sich den Verband unbedingt nochmals anlegen und erlären lassen, keinesfalls aber einfach auf das Tragen verzichten. Die richtige Stellung der Schultern ist für die optimale Heilung wichtig.

Links zu Schlüsselbeinbruch

International Services Company
12, route de Longwy
L-8080 Bertrange
http://schlüsselbeinbruch.com/

Autor: Hofmann, Julia16.12.2011

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