Mittelhandknochenbruch

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Wissen zu Mittelhandknochenbruch

Insgesamt fünf Mittelhandknochen verbinden die Knochen der Handwurzel mit den Fingern. Die Mittelhand besteht aus dem Bereich der Handfläche.
  • Der Übergang von der Mittelhand zum Fingerknochen heißt Mittelhandköpfchen.
  • Den langen Bereich eines Mittelhandknochen bezeichnet man als Schaft.
  • Der Übergang des Mittelhandknochens zur Handwurzel wird Basis des Handmittelknochens genannt.
In jedem der drei Bereiche kann es zu Brüchen kommen. Es lassen sich offene von geschlossenen Brüchen unterscheiden. Bei offenen Brüchen besteht immer eine Verbindung zwischen einer Hautwunde und dem Knochen. Daraus ergibt sich der Bedarf einer Operation.

Ursachen

Stürze sind meist für den Bruch eines Mittelhandknochens verantwortlich. Möglich ist aber auch die Einwirkung von Gewalt oder seltener eine Verletzung beim Sport wie Boxen.

Diagnose zu Mittelhandknochenbruch

Eine sichere Diagnose von Mittelhandbrüchen ist mit Röntgen möglich - Aufnahmen in zwei Ebenen und auch seitliche und schräge Aufnahmen lassen erkennen, wie viele Mittelhandknochen betroffen sind, wie die Bruchlinien verlaufen und ob das Bruchstück verschoben (disloziert) ist.
Dies kann zum Beispiel bei einem Bruch des Knochenköpfchens der Fall sein. Weitergehende Untersuchungen wie eine Computer- oder Kernspintomografie sind meist nicht nötig.

Symptome

Nach einem Sturz oder einer Verletzung kommt es zu:
  • starken Schmerzen in der Hand
  • einer Schwellung des Handrückens oft in Verbindung mit einem Bluterguss (Hämatom)
  • möglicherweise zu einer Fehlstellung.
Este Hilfe besteht in der Schonung, Hochlagerung und Kühlung der verletzten Hand.

Behandlung zu Mittelhandknochenbruch

Nicht operativ behandeln lassen sich Köpfchenbrüche mit erhaltenner Gelenkfläche, Brüche unterhalb des Köpfchens mit einer Köpfchenabkippung unter 30 Grad sowie Schaftkrafturen, sofern keine Fehlstellung besteht und die Achse stimmt.
Diese Brüche werden gegebenenfalls wieder eingerichtet und in einem Gipsverband für drei bis sechs Wochen ruhig gestellt. Bei stärkeren Fehlstellungen und Abkippungen ist eine Operation notwendig, besonders bei speziellen Brüchen des ersten Mittelhandknochens.
Offene Brüche müssen aufgrund des Infektionsrisikos (Osteomyelitis) operiert werden. Der Heilungsverlauf lässt sich anhand von Röntgenuntersuchungen beobachten. Oft können Patienten bereits wenige Tage nach der Operation mit einer Krankengymnastik (Physiotherapie) beginnen, um Kraft und Beweglichkeit der Hand langsam zu steigern.

Prognose

Komplikationen bestehen in den Operationsrisiken selbst und anschließend in Nachblutungen, Infektionen und Wundheilungs-störungen. Diese sind aber selten. In der Regel ist das Ergebnis nach der Ausheilung gut.
Verbleibende Fehlstellungen, Beweglichkeitseinschränkungen und die Bildung eines falschen Gelenks (Pseudarthrose) sind ebenfalls selten. Einige Restbeschwerden wie Schwellungen, Taubheitsgefühle oder Schmerzen bei Wetterwechsel verschwinden oft nach mehreren Monaten von allein.

Selbsthilfe zu Mittelhandknochenbruch

Erste Hilfe nach einer Handverletzung mit Schmerzen und Schwellung sollte Ruhigstellung, Hochlagerung und Kühlung sein. Auch provisorisches Schienen kann hilfreich sein.

Links zu Mittelhandknochenbruch

Gelenkzentrum Rhein-Main
Dr. med. C. Meister
Dr. med. M. Scholz
Weißliliengasse 1
55116 Mainz
http://www.gelenkzentrum-wiesbaden.de/d/mainz/operative-therapie/handchirurgie/frakturenundpseudarthrosen/

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie e.V.
c/o Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str.7
12683 Berlin
Telefon: 030 - 5681-4101
Telefax:: 030 - 5681-4103
http://www.dg-h.de/
Autor: Hofmann, Julia03.08.2014

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