Medikamentennebenwirkung

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Wissen zu Medikamentennebenwirkung

Vor jeder Medikamenteneinnahme gilt es, die Vorteile und Risiken von Medikamenten genau abzuwägen. Medikamentennebenwirkungen sind zwar unerwünscht, doch geht die Einnahme fast jedes Arzneimittels mit Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten einher.
Nicht jeder Mensch verträgt jedes Medikament gleich gut. Vor der Einnahme sollte daher eine Aufklärung durch den Arzt oder Apotheker erfolgen und die Gegenanzeigen bei bestehenden Erkrankungen oder Unverträglichkeiten bedacht werden. Auch bei längerer Einnahme sollte die Gefahr durch Vergiftungen, die durch dauerhafte Nebenwirkungen entstehen, genau beachtet werden.

Diagnose zu Medikamentennebenwirkung

Viele Beschwerden sind durch Nebenwirkungen verursacht
Medikamentennebenwirkungen machen sich unterschiedlich bemerkbar. Sie zeigen sich beispielsweise durch Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder eine Veränderung der Haut oder der Atemwege.
In seltenen Fällen kann die Einnahme von Medikamenten schwerere Nebenwirkungen oder dauerhafte Folgen mit sich bringen oder sogar zum Tod führen. Fehlgeburten, körperliche Verstümmelungen, Nierenversagen oder ein plötzlicher Herztod konnten bei manchen Arzneimitteln als Nebenwirkung nachgewiesen werden.
Nicht immer kann bei Beschwerden gleich eine Verbindung zu einem Medikament hergestellt werden, doch sollte die Möglichkeit immer mit bedacht werden. Darreichungsform und Dosierung sollten ebenso berücksichtigt werden wie bisherige Vorerkrankungen und die bisherige Medikamenteneinnahme.

Behandlung zu Medikamentennebenwirkung

Nicht jeder Mensch verträgt jedes Medikament
Wer dauerhaft Medikamente einnimmt, sollte sich regelmäßigen Kontrolluntersuchungen unterziehen. Den Blutwerten, dem Zustand des Patienten und dessen Beschwerden kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
So können Arzneimittelunverträglichkeiten schnell erkannt und ungünstige Präparate eventuell abgesetzt werden. Die meisten Nebenwirkungen sind recht harmlos und sollten wieder abklingen, sobald das Medikament abgesetzt wurde. Meist gibt es in der Medizin weitere Alternativen zu einer Arznei.

Selbsthilfe zu Medikamentennebenwirkung

Sanfte Medizin für weniger Nebenwirkungen
Besonders bei der Selbstmedikation sollte man zuerst die sanfteste Behandlungsmöglichkeit in Betracht ziehen. Neben der Verwendung chemischer Präparate können Migräne, Schlafstörungen oder Sodbrennen beispielsweise auch mit Vitaminen, durch Homöopathie (Globuli) oder mit Phytotherapie (Pflanzentherapie) behandelt werden.
In der Regel sind die Alternativen die nebenwirkungsärmere Variante. Sobald wie möglich sollte der Arzt oder Apotheker hinzugezogen werden und vor der Einnahme eines Präparates der Beipackzettel genau gelesen werden.
Achten Sie auf Beschwerden, die sich eventuell nach der Einnahme des Präparates einstellen und vergleichen Sie diese mit den Angaben zu Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel.
Kein Arzneimittel sollte auf Dauer ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten hilft, die Nebenwirkungen zu reduzieren.

Daten/Fakten zu Medikamentennebenwirkung

Lange Erprobungphasen von Arznemitteln
Eine norwegische Studie besagt sogar, dass ungefähr 18 Prozent aller Todesfälle durch Arzneimittel verursacht sind. Darunter fallen allerdings auch falsche Verordnungen und fehlerhafte Anwendungen.
Pro Jahr sollen in Deutschland etwa 300.000 Krankenhauseinweisungen durch Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten bedingt sein. Information, bessere Aufklärung und die gezieltere Auswahl der Arzneimittel können helfen, bleibende Schäden zu verhindern.

Links zu Medikamentennebenwirkung

Der Spiegel über die Folgen von Medikamentennebenwirkungen
Nach Hochrechnungen einer Bremer Studie gibt es in Deutschland bis zu 16.000 Medikamenten-Tote pro Jahr
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,97721,00.html

Bundesverband Contergangeschädigter e.V.
Vor etwa 50 Jahren wurden viele Kinder mit Fehlbildungen geboren, deren Mütter während der Schwangerschaft das als harmlos geltende Schlafmittel Contergan eingenommen haben.
http://www.contergan.de/adr.php?id_kunden=671&id=12271

Der Thieme Verlag über Tinnitus als Medikamentennebenwirkung
http://tinnitus.thieme.de/tinnitus/tinnitus-als-medikamentennebenwirkung.html

NTV über die Sammelklage gegen Bayer
2001 musste Bayer den Blutfettsenker Lipobay wegen tödlicher Nebenwirkungen vom Markt nehmen.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bayer-erwartet-Sammelklage-article3597086.html
Autor: Huth, Dörthe03.08.2014

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