Akne

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Wissen zu Akne vulgaris

Akne ist eine sehr häufige Hauterkrankung nicht nur jugendlicher Menschen, aber doch vielen aus dieser Zeit noch bekannt. Meist im Alter der Pubertät kommt es zu unschönen, teils schmerzhaften Entzündungen im Gesicht, auf dem Rücken, auf dem Dekolleté oder auch an den Schultern. Betroffen sind hauptsächlich Heranwachsende im Alter zwischen 12 und 17 Jahren. Die Hautprobleme können jedoch weit bis ins Erwachsenenalter hineinreichen. Jungen und Männer sind häufiger betroffen als Mädchen und Frauen. Das hat in erster Linie hormonelle Ursachen. Es gibt verschiedene Formen der Akne.
Die Akne vulgaris, die gewöhnliche Akne, tritt am häufigsten auf. Sie ist hormonbedingt und zeigt sich vor allem auf Stirn, Nase und Wangen sowie im Mund- und Kinnbereich. Meistens entsteht ein buntes Bild aus Mitessern (Komedonen), geröteten Knötchen und eitergefüllten Bläschen. Die Akne verläuft chronisch und verschwindet in der Regel langsam nach dem 20. Lebensjahr. Es gibt aber auch schwerere Fälle mit erheblicher Narbenbildung. Sind in erster Linie Mitesser und weniger sichtbare Entzündungen vorhanden, wird von der sogenannten Akne comedonica gesprochen.

Ursachen

Zum einen entzünden sich die Talgdrüsen durch eine hormonell bedingte erhöhte Drüsenaktivität der Haut, zum anderen spielt eine Verhornungsstörung sowie bestimmte Bakterien (Propionibakterien) eine wichtige Rolle. Es ist anzunehmen, dass auch eine erbliche Komponente mit hineinwirkt, denn das Risiko einer Akne steigt, wenn die Eltern betroffen waren. Die entscheidenden Faktoren sind jedoch hormonelle Veränderungen, weshalb die Akne vulgaris vor allem ein Problem Heranwachsender ist. Aber auch in der Schwangerschaft, nach der Geburt und während des weiblichen Zyklus kann es zu Akne kommen. Jungen neigen häufiger zu Akne, da ihre Talg-und Fettproduktion allgemein höher ist.

Diagnose zu Akne vulgaris

Die Akne vulgaris stellt wird in erster Linie mit einer Blickdiagnose festgestellt.

Die Erkrankung lässt sich in verschiedene Schweregrade einteilen:
  • Acne comedonica (leichte Form): Es besteht eine Verhornungsstörung, die vor allem zu Mitessern führt
  • Acne papulopustulosa: Mitesser und die typischen Pickel kommen gehäuft vor
  • Acne nodulocystica: Es kommt zu Knötchen, Zysten und starken Entzündungen
  • Acne conglobata (schwere Form): Knoten, tiefe Entzündungen und Narbenbildung belasten die Betroffenen.
Es ist wichtig, auch nach Medikamenten und verwendeten Kosmetika zu forschen, da einige Substanzen auch Formen von Akne auslösen können.

Symptome

Mitesser und Entzündungen treten vor allem in Hautpartien auf, die besonders viele Talgdrüsen enthalten. Aus Mitessern können durch Mitwirkung von Bakterien Entzündungen mit erhabener Rötung entstehen. Es kommt zu typischen Pusteln und Pickeln, möglicherweise auch Verhärtungen und Knoten. An der Oberfläche sichtbar wird nach kurzer Zeit Eiter. Es gibt auch schwerere tiefere Entzündungen, die schmerzhaft sind und zudem auch an anderen Bereichen des Körpers auftreten können. Unter dieser Acne congoblata leiden eher junge Männer.

Behandlung zu Akne vulgaris

Akne stellt besonders in der Pubertät oft eine große psychische Belastung dar und ist schon deshalb behandlungsbedürftig. Die Behandlung wird individuell auf Schwere und Typ der Erkrankung abgestimmt.

Teil der Behandlung sind:

  • Hygienemaßnahmen: Hautreinigung und Desinfektion
  • Aknemittel zur äußerlichen Anwendung: Vitamin-A-Säure über mehrere Monate beeinflusst das Hautzellwachstum, Benzoylperoxid hilft gegen Mitesser und bekämpft Bakterien. Die beiden genannten Wirkstoffe sind aber nicht gleichzeitig anzuwenden.
  • Antibiotika zur äußerlichen Anwendung: Sie hemmen Bakterien.
  • Eine mechanische Behandlung (Ausdrücken) mit Entfernung der Mitesser sollte unterlassen werden. In schweren Fällen von Akne sind manchmal lokale chirurgische Behandlungen nötig.
    Antibiotika mit innerlicher Wirkung: Versagen andere lokale Behandlungen, kommen Antibiotika, zum Beispiel Tetrazykline, zum Einsatz, jedoch nicht bei schwangeren oder stillenden Frauen.

Prognose

In den meisten Fällen verschwindet die Akne langsam zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr. Insbesondere Frauen leiden jedoch manchmal länger, bis zum 40. Lebensjahr, unter der Hauterkrankung. Wichtig ist allgemein eine möglichst früh einsetzende Behandlung, bevor viele und schwere Entzündungen entstehen.

Selbsthilfe zu Akne vulgaris

Akne hat nichts mit Unsauberkeit zu tun!
  • Dennoch sollte die Haut regelmäßig zweimal täglich sanft gereinigt werden. Fettige Cremes oder Puder sollte man vermeiden, da sie die Ausführungsgänge der Talgdrüsen zusätzlich verstopfen. Dagegen können Dampfbäder helfen, diese zu öffnen.
  • Die Ernährung hat nach wissenschaftlichen Untersuchungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Akne. Die Wahrnehmung und Erfahrung Betroffener sagt aber oft etwas anderes. Unabhängig davon ist eine gesunde vollwertige Ernährung ratsam.
  • Drücken und Kratzen vermeiden, denn dies kann Entzündungen fördern und darüber hinaus zu bleibenden Narben führen.

Links zu Akne vulgaris

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e. V.
Gotenstraße 164
53175 Bonn
Tel: 0228 - 367 910
Fax: 0228 - 367 91 90

Deutsche Dermatologische Gesellschaft
Vorstand: Prof. Dr. med. W. Sterry
Universitäts-Hautklinik (Charité)
Schumannstr. 20/21
10117 Berlin
Tel: 030 - 450 518 061
Fax: 030 - 450 518 911
http://www.derma.de

http://www.aknetherapie.de
(Web-Seite eines Betroffenen)

http://www.aknewelt.de
(private Web-Seite mit Forum]]
Autor: Hofmann, Julia25.02.2016

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