Schutz vor Herzkreislauf-Krankheiten beginnt beim Kind

Laut Robert Koch Institut (RKI) waren im Jahr 2007 bereits 15 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Schwerwiegend ist aber nicht allein die Körpermasse, sondern vor allem Gesundheitsrisiken wie das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen.

 

Gewichtige Argumente für Normgewicht

Ein Drittel der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen ist sogar fettleibig. Fettleibigkeit gilt als chronische Krankheit und ist nicht, wie manchmal verharmlosend behauptet, eine Normvariante. Adiositas hat 2007 gegenüber den 80er und 90er Jahren um 50 Prozent zugenommen. Zudem nimmt das Problem mit den steigenden Lebensjahren zu. 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Fast ein Viertel der erwachsenen Deutschen gilt als fettleibig.

 

Fettleibigkeit gilt als Risikofaktor für die Entwicklung von Herzkreislauf-Erkrankungen. Häufig kommt es bei Jahren und Jahrzehnten bestehendem Übergewicht zu Bluthochdruck, Herzinfarkt, Herzschwäche und anderen Gefäß- und Herzkrankheiten. Die Prävention von Herzkreislauf-Erkrankungen muss deshalb bereits in der Kindheit ansetzen, fordert die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie. Zudem ist die ganze Familie miteinzubeziehen.

 

Ernährung und Bewegung im Fokus

Vorsorgemaßnahmen zählen bereits ab dem ersten Lebenstag. Die Gesellschaft empfiehlt ein Jahr lang zu stillen, eine gesunde Ernährung einschließlich Frühstück für die ganze Familie, reduzierte Kalorienzufuhr und ausreichende Bewegung und sportliche Aktivität für alle Familienmitglieder.

 

Bedeutsam für Kinder ist außerdem ausreichender Schlaf. Kleinkinder benötigen elf Stunden Schlaf, Fünf- bis Zehnjährige zehn Stunden und Elf- bis 16-Jährige neun Stunden. Die körperliche Aktivität von Schulkindern soll eine Stunde pro Tag betragen und moderat bis anstrengend sein.

 

Im Alter von zehn Jahren empfiehlt sich eine Bestimmung des Body Mass Index (BMI) sowie der Blutfettwerte. Der BMI ist eine berechnete Messgröße zur Bewertung des Gewichts. Dabei teilt man das gemessene Gewicht durch die Körpergröße zum Quadrat.

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.10.14Zum AnfangZurück

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